Hilfe für Simon
und andere

 

 

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Typisierung / Stammzellenspende
 



Aktion "Hilfe für Simon und andere"

Anfang März fand die Typisierungsaktion für den kleinen Simon statt. Jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der Simon helfen möchte, konnte sich an diesem Tag in der DKMS registrieren lassen. Veranstalter war die Beratungsstelle Kaiserslautern der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. und die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Jede einzelne Typisierung kostet rund 50 Euro. Die Krankenkassen dürfen diese Kosten nicht übernehmen. Kommen also 1.000 Spender zu einer Typisierungsaktion, sind 50.000 Euro zu finanzieren. Und nicht von jedem potenziellen Spender ist zu erwarten, dass er seine Typisierung selbst bezahlt.

Wem es nicht möglich war, am Aktionstag zu kommen, der kann sich an folgenden Stellen Blut für die Ersttypisierung abnehmen lassen: Praxis Dr. Burkhardt in Kaiserslautern, Stiftsplatz 5 (Tel. 0631/ 4145284) und Labor Dr. Thiele, im Westpfalzklinikum Kaiserslautern (Tel. 0631/ 316700). Allerdings sollten die Kosten von jeweils 50,- EUR selbst getragen werden.

 



Warum Typisierung / Stammzellenspende

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Menschen an Leukämie (Blutkrebs). Viele dieser Patienten sind Kinder und Jugendliche. Häufig gelingt es zwar, die Erkrankten durch eine Chemo- bzw. Strahlentherapie zu retten. Doch nicht immer. In solch einem Fall ist die Übertragung von gesunden Stammzellen die letzte Chance, das Leben des Patienten zu retten. Aber nur für etwa jeden vierten dieser Leukämie-Patienten kann ein geeigneter Spender innerhalb der eigenen Familie gefunden werden. Alle Übrigen sind auf fremde Spender angewiesen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die genetischen Merkmale eines potenziellen Knochenmarkspenders und des Empfängers fast völlig übereinstimmen müssen. Denn für knapp 30% der Erkrankten, die lebensnotwendig eine Transplantation benötigen, kann derzeit immer noch kein verträglicher Spender gefunden werden.

 



Wie funktioniert die Stammzellenspende

(Die folgende Liste ist der Homepage der DKMZ entnommen: http://www.dkms.de )


Schritt 1: Registrierung und Blutabnahme

Sie haben sich als "Briefspender" bei Ihrem Hausarzt oder während einer Typisierungsaktion einer Initiativgruppe oder Ihres Betriebes in die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei aufnehmen lassen. Dabei wurden Ihnen fünf Milliliter Blut abgenommen - etwa ein halbes Schnapsglas voll.


Schritt 2: Analyse der Gewebemerkmale

Danach haben wir vier von insgesamt sechs Gewebemerkmale Ihres Blutes untersucht. Mit diesen Daten haben wir Sie in die DKMS aufgenommen. Für den Fall, dass die nächste Untersuchung Ihrer Gewebemerkmale erforderlich sein sollte, heben wir einen Teil Ihrer Blutprobe auf. Sieht es so aus, dass Sie möglicherweise als Spender in Frage kommen, werden mit dieser Probe die nächsten beiden Gewebemerkmale untersucht.


Schritt 3: Aufnahme in das Zentralregister

In anonymer Form wurden Ihre Gewebemerkmale zusammen mit Ihrer Spendernummer in das ZKRD (Zentrales Knochenmarkspenderregister für Deutschland) in Ulm aufgenommen und stehen dort für Patientenanfragen zur Verfügung.


Schritt 4: Fragebogen und Bestätigungstypisiserung

Zeigt sich, dass auch diese Tests positiv verlaufen, erhalten Sie einen ausführlichen Fragebogen, um Risiken für Ihre Gesundheit zu vermeiden. Es erfolgt dann noch eine Bestätigungstypisierung (CT-Typisierung), bei der Ihre Blutprobe nochmals mit der des Patienten verglichen wird.


Schritt 5: Endgültige Entscheidung

Falls auch diese zeigt, dass Sie tatsächlich für den Patienten die gesuchte "Stecknadel im Heuhaufen" sind, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie sich endgültig entscheiden müssen, ob Sie für den Patienten zur Verfügung stehen. Wenn Sie diese Frage mit "ja" beantworten, erfolgt noch eine gründliche gesundheitliche Untersuchung bei der Sie vollkommen durchgecheckt werden. Etwa eine Woche vor dem für die Transplantation angesetzten Termin, beginnt für den Patienten die Vorbereitungsphase, bei der sein krankes Knochenmark durch Chemo- und unter Umständen auch durch Strahlentherapie zerstört wird. Ein Widerruf des Spenders während dieser Phase hätte den schnellen Tod des Patienten zur Folge.


Schritt 6: Entnahme der Stammzellen

Früher ging dies nur durch die Spende von Knochenmark. Heute gibt es, wie bereits zu Beginn erwähnt, zwei Möglichkeiten, die dringend benötigten Stammzellen zu spenden:

1. die Knochenmarkentnahme und
2. die periphere Stammzellentnahme.

Bei der Knochenmarkentnahme wird dem freiwilligen Spender unter Vollnarkose ca. 1 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen (also nicht zu verwechseln mit dem Rückenmark!) entnommen und dem Patienten übertragen. Dieser eine Liter bildet sich innerhalb von 14 Tagen vollständig nach. Was bleibt, sind zwei kleine Narben über dem Gesäß - und das gute Gefühl, einem Menschen eine Chance auf ein neues Leben gegeben zu haben.

Nach ca. 2 bis 3 Tagen im Krankenhaus kann der Spender wieder nach Hause gehen. Das Risiko für den Knochenmarkspender ist gering. Es beschränkt sich im wesentlichen auf das übliche Narkoserisiko. Um mögliche Komplikationen auszuschließen, wird der Stammzellspender - wie oben geschildert - immer vorher eingehend untersucht.

Bei der peripheren Stammzellentnahme wird dem Spender über mehrere Tage ein körpereigener hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor) gegeben. Dieses Medikament stimuliert die Produktion der Stammzellen, die dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. Dieses Verfahren wird in der Medizin seit 1988 angewandt, beim DKMS-Spender seit 1996. Nach dem heutigen Stand der Forschung ist das Risiko der Langzeitnebenwirkung gering. Jedoch kann hier aufgrund der relativ kurzen Beobachtungsdauer kein abschließendes Urteil getroffen werden.


 

zuletzt geändert: 23.03.2007
 
 

       
                           



Typisierungsaktion am 14. Februar ´04
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Am 14. Februar ´04 fand in Kaiserslautern eine Typisierungs-aktion statt.
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Konto 2709

SSK Kaiserslautern
BLZ 540 501 10
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