|
Wie funktioniert die Stammzellenspende
(Die folgende Liste ist der Homepage der DKMZ entnommen:
http://www.dkms.de )
Schritt 1: Registrierung und Blutabnahme
Sie haben sich als "Briefspender"
bei Ihrem Hausarzt oder während einer Typisierungsaktion einer Initiativgruppe
oder Ihres Betriebes in die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei aufnehmen
lassen. Dabei wurden Ihnen fünf Milliliter Blut abgenommen - etwa ein halbes
Schnapsglas voll.
Schritt 2: Analyse der Gewebemerkmale
Danach haben wir vier von
insgesamt sechs Gewebemerkmale Ihres Blutes untersucht. Mit diesen Daten haben
wir Sie in die DKMS aufgenommen. Für den Fall, dass die nächste Untersuchung
Ihrer Gewebemerkmale erforderlich sein sollte, heben wir einen Teil Ihrer
Blutprobe auf. Sieht es so aus, dass Sie möglicherweise als Spender in Frage
kommen, werden mit dieser Probe die nächsten beiden Gewebemerkmale untersucht.
Schritt 3: Aufnahme in das Zentralregister
In anonymer Form wurden Ihre
Gewebemerkmale zusammen mit Ihrer Spendernummer in das ZKRD (Zentrales
Knochenmarkspenderregister für Deutschland) in Ulm aufgenommen und stehen dort
für Patientenanfragen zur Verfügung.
Schritt 4: Fragebogen und Bestätigungstypisiserung
Zeigt sich, dass auch diese Tests
positiv verlaufen, erhalten Sie einen ausführlichen Fragebogen, um Risiken für
Ihre Gesundheit zu vermeiden. Es erfolgt dann noch eine Bestätigungstypisierung
(CT-Typisierung), bei der Ihre Blutprobe nochmals mit der des Patienten
verglichen wird.
Schritt 5: Endgültige Entscheidung
Falls auch diese zeigt, dass Sie
tatsächlich für den Patienten die gesuchte "Stecknadel im Heuhaufen" sind, ist
der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie sich endgültig entscheiden müssen, ob Sie für
den Patienten zur Verfügung stehen. Wenn Sie diese Frage mit "ja" beantworten,
erfolgt noch eine gründliche gesundheitliche Untersuchung bei der Sie vollkommen
durchgecheckt werden. Etwa eine Woche vor dem für die Transplantation
angesetzten Termin, beginnt für den Patienten die Vorbereitungsphase, bei der
sein krankes Knochenmark durch Chemo- und unter Umständen auch durch
Strahlentherapie zerstört wird. Ein Widerruf des Spenders während dieser Phase
hätte den schnellen Tod des Patienten zur Folge.
Schritt 6: Entnahme der Stammzellen
Früher ging dies nur durch die
Spende von Knochenmark. Heute gibt es, wie bereits zu Beginn erwähnt, zwei
Möglichkeiten, die dringend benötigten Stammzellen zu spenden:
1. die Knochenmarkentnahme und
2. die periphere Stammzellentnahme.
Bei der Knochenmarkentnahme wird
dem freiwilligen Spender unter Vollnarkose ca. 1 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch
aus dem Beckenknochen (also nicht zu verwechseln mit dem Rückenmark!)
entnommen und dem Patienten übertragen. Dieser eine Liter bildet sich innerhalb
von 14 Tagen vollständig nach. Was bleibt, sind zwei kleine Narben über dem
Gesäß - und das gute Gefühl, einem Menschen eine Chance auf ein neues Leben
gegeben zu haben.
Nach ca. 2 bis 3 Tagen im
Krankenhaus kann der Spender wieder nach Hause gehen. Das Risiko für den
Knochenmarkspender ist gering. Es beschränkt sich im wesentlichen auf das
übliche Narkoserisiko. Um mögliche Komplikationen auszuschließen, wird der
Stammzellspender - wie oben geschildert - immer vorher eingehend untersucht.
Bei der peripheren
Stammzellentnahme wird dem Spender über mehrere Tage ein körpereigener
hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor) gegeben. Dieses Medikament stimuliert
die Produktion der Stammzellen, die dann über ein spezielles Verfahren aus dem
Blut gesammelt werden. Dieses Verfahren wird in der Medizin seit 1988 angewandt,
beim DKMS-Spender seit 1996. Nach dem heutigen Stand der Forschung ist das
Risiko der Langzeitnebenwirkung gering. Jedoch kann hier aufgrund der relativ
kurzen Beobachtungsdauer kein abschließendes Urteil getroffen werden.
|