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Presse
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Das Bild zeigt den achtjährigen
Simon mit seiner Mutter
vor der lebensrettenden Stammzellenübertragung..
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Rheinpfalz - 29.01.2005 : Hilfe für Simon trägt erste Früchte
„Hilfe für
Simon " trägt erste Früchte
Iris Schulte erste Lebensspenderin nach der
DKMS-Typisierungsaktion im Fritz-Walter-Stadion
4260
Freiwillige ließen sich vor gut einem Jahr in Kaiserslautern typisieren,
um dem neunjährigen Simon und anderen Leukämiepatienten
zu helfen. Eine von ihnen hat inzwischen tatsächlich Stammzellen für einen
Patienten gespendet und ihm damit die Chance auf Überleben gegeben. Auch
für Simon Wenz konnte ein Spender gefunden werden. Dem
Jungen geht es heute gut und er besucht die Schule (wir berichteten).
„Über eine
Bekannte hatte ich damals erfahren, dass noch Helfer für die
Typisierungsaktion gesucht wurden", erinnert sich Iris Schulte, die in
Kaiserslautern wohnt und aus der Gegend um Paderborn kommt. „Ich habe
spontan meine Unterstützung bei der Datenerfassung angeboten und mich dann
natürlich auch selber typisieren lassen." Die 25-jährige Studentin der
Raum- und Umweltplanung war eine von 2573 Menschen, die sich am 14.
Februar 2004 als potenzielle Stammzellspender in die DKMS - Deutsche
Knochenmarkspenderdatei - aufnehmen ließen. Zusätzlich ließen sich weitere
1686 Menschen aus der Region in den Tagen vor und nach der großen
Hauptaktion in der Datei registrieren und typisieren.
Knapp 200
ehrenamtliche Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Nur ein
dreiviertel Jahr später erfuhr Iris Schulte von der DKMS, dass sie als
Stammzellspenderin für einen Patienten in Frage kommt. An den Tag erinnert
sich die junge Frau noch ganz genau: „Das war ein kurzer Moment lang ein
mulmiges Gefühl, weil ich nicht wusste, ob ich Schmerzen haben würde oder
so. Aber ich dachte, eine ähnliche Situation könne auch jederzeit in der
eigenen Familie vorkommen und dann wäre ich auch froh über Hilfe. Deshalb
war es für mich selbstverständlich, Stammzellen zu spenden."
Überrascht sei
sie gewesen, dass alles so schnell gegangen sei. In der Tat ein großes
Glück, denn die Chance, in den ersten zehn Jahren nach der Registrierung
tatsächlich als Spender in Frage zu kommen, liegt nur bei etwa einem
Prozent. Der Grund dafür ist, dass die Gewebemerkmale des Spenders nahezu
vollständig mit denen des Patienten übereinstimmen müssen, damit eine
Transplantation erfolgreich durchgeführt werden kann. Die
Wahrscheinlichkeit einer solchen Übereinstimmung ist selten. Sie liegt
zwischen 1 : 20.000 und 1 : mehreren Millionen.
Fünf Tage lang
spritzte sich die junge Frau einen körpereigenen hormonähnlichen Stoff
unter die Haut. Dieses Medikament stimuliert die Produktion der
Stammzellen, die dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt
werden. Die Spende selbst dauert vier bis fünf Stunden und wird ambulant
durchgeführt. „Das hat alles super geklappt. Das Spritzen hatte ich mir
schlimmer vorgestellt, als es tatsächlich war. Ich hatte zwar während der
Medikamenteneinnahme leichte Schmerzen im Becken und in der Hüfte, aber
ich war ja darauf vorbereitet und es überwiegt das gute und erfüllende
Gefühl, einem Menschen die Chance auf Überleben gegeben zu haben', freut
sich Iris Schulte. Nun hofft sie, dass „ihr Patient' alles gut übersteht
und dass es ihm bald wieder gut geht.
In Deutschland
reißt alle 45 Minuten die Diagnose „Leukämie' einen Menschen aus seinem
Alltag und für jeden Vierten von ihnen kann kein passender Spender
gefunden werden. Deshalb arbeitet die DKMS mit aller Kraft am weiteren
Ausbau der Datei. Als weltweit größte Datei koordiniert die DKMS heute
vier bis fünf Stammzell- oder Knochenmarkspenden pro Tag. Möglich wurde
das nur durch das gemeinsame Engagement vieler: Über 1,19 Millionen
Menschen haben sich aufnehmen lassen und damit ihre Bereitschaft erklärt,
einem Leukämie-Patienten zu helfen. In die Datei aufnehmen lassen kann
sich jeder, der zwischen 18 und 55 Jahren alt und gesund ist.
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzische Volkszeitung
Datum: Nr.24
Datum: Samstag, den 29. Januar 2005
Seite: Nr.19
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Rheinpfalz - 24.12.2004 : Simon Wenz wieder zurück im normalen Leben
Simon Wenz wieder zurück im normalen Leben
Der Neunjährige geht wieder zur Schule -
Einmal im Monat Blutkontrolle
Simon zieht die
Nase kraus, betitelt seine Mutter Corinna (34) als „Gruftie", weil sie
seine Haare als Straßenköter-blond bezeichnet hat. Seine alte Haarfarbe
war Klinsmann-blond, die Matte war glatt. Dann kam die Zeit ohne Haare,
mit Baseballkappe. Jetzt sind sie wieder da, die Haare: zwar
Straßenköter-blond, dafür aber lockig. Mit drei Plüschbären sitzt er auf
der Couch, reiht sie auf seinen Oberschenkeln auf und schaut ihr
„Geburtsdatum" im Ohr nach. Nebenbei berichtet er, dass er am nächsten Tag
Erdbeermarmelade und Tunfisch mit in die Schule bringen soll, weil seine
Klasse zusammen frühstücken will.
Mit
anderen Worten: Simon ist gesund. Die Klappe geht gut, er ist fit und
munter. Seine Leukämie ist kein Thema mehr. Zwar muss der Drittklässler
noch alle vier Wochen entweder nach Ludwigshafen oder nach Freiburg in die
Klinik, um sein Blut checken zu lassen. Das letzte Mal waren Mutter und
Sohn am 29. November dort: Alles war gut. Simon wurde sogar schon geimpft.
Mit Totimpfstoffen. Er fragt, was das ist und macht sich gleich selbst
einen Reim drauf: „Ist da was dabei, wenn mich zum Beispiel eine Zecke
beißt, dass die kaputt geht?" Prima Idee!
Jedenfalls: Der
bösartige Blutkrebs, der Simon fast das Leben gekostet hätte, hat sich
verkrochen. Seiner Mutter Corinna ist es ein Bedürfnis, allen Blutspendern
zu danken, die im Februar auf den Betzenberg zur Typisierungsaktion
gepilgert waren, um ihrem Sohn zu helfen. Dass so viele Leute - es kamen
2500 Menschen - für ihn da waren, macht sie auch heute noch froh. Über
300.000 Euro wurden damals für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS)
gespendet.
Die
Stammzellübertragung stand eine ganze Zeitlang auf der Kippe, denn man
wusste nicht, ob jemand gefunden wird und vor allen Dingen war nicht klar,
ob Simon bis dahin überhaupt überlebt. Er hat es geschafft, am 25. März
wurden die Spenderzellen in der Uni-Klinik Freiburg auf Simon übertragen.
Es ging ihm noch eine ganze Weile ziemlich schlecht, weil sein sowieso
geschwächter Körper sich gegen die fremden Zellen wehrte. Heute ist davon
keine Rede mehr.
Mutter und Sohn
wollen den Spender kennen lernen. Dazu müssen sie allerdings zwei Jahre
warten, so ist die Regelung, dann erst erhalten sie den Namen und die
Adresse des hilfsbereiten Menschen. Simon weiß, dass sein Lebensretter 85
Kilo wiegt und männlich ist. Woher er das weiß: „Aus meiner Krankenakte."
Mehr stand da allerdings nicht.
Der knapp
Zehnjährige - „ich bin 9 3/4" - springt in sein Zimmer und kommt mit
seiner Weihnachtswunschliste zurück. Der Zettel ist zwar nicht so groß,
aber Simons Schrift ist klein, es steht einiges darauf. Allein etwa 20
DVDs: von „Top Gun" über Kästners „Fliegendes Klassenzimmer" bis zu „Ghost
- Nachricht von Sam" oder „Der Indianer im Küchenschrank". Daneben wünscht
sich der Pfiffikus drei Boosterpacks und eine Drachenfestung. Trotz der
langen Liste bleibt Simon realistisch. Er weiß, dass er nicht alles
kriegt, weil: „Das kostet." Realistisch ist Simon auch, was das Christkind
angeht: „Das gibt´s nicht. Alles Märchen." Die Eltern bringen die
Geschenke. So sieht´s aus! Nichtsdestotrotz freut er sich auf Weihnachten,
das er zum Bedauern seiner Mutter bei seinem Vater verbringt.
In seinem
Zimmer hat er klar Schiff gemacht, schweren Herzens hat Simon Spielsachen
ausgemistet, für die er zu groß geworden ist oder mit denen er nicht mehr
spielt. Sie gingen alle zu den kranken Kindern im Ludwigshafener St.
Annastift, in dem auch Simon betreut wurde und wird. Deshalb ist jetzt in
seiner Bude Platz für neue Spielsachen. Er schnappt sich eine kleine
Armbrust, zielt auf die Scheibe, kündigt „mitten auf die 12" an und
schießt mitten auf die 12.
Auch seine
Mutter Corinna ist wieder im normalen Leben angekommen. Als Simon im
August 2003 krank wurde, hat sie sich nur noch um ihn gekümmert. Arbeiten
war nicht. Die Bürokauffrau war Tag und Nacht bei ihrem Sohn. Seit
Dezember hat sie einen neuen Job gefunden, arbeitet in Kaiserslautern in
einem Architekturbüro. Simon geht nach der Schule zu Oma und Opa, die zwei
Häuser weiter wohnen. Die Oma kocht. „Ich esse viel gern. Pilze hasse
ich."
In der Schule
hat der kleine Schlaumeier keine Probleme, obwohl er durch die Leukämie
das ganze zweite Schuljahr plus drei Wochen von der dritten Klasse
verpasst hat. Mathe und Deutsch macht er am liebsten, sagt er. Seit kurzem
hat er auch Englisch. Kostprobe gefällig? „No risk, no fun", kommt es wie
aus der Pistole geschossen.
Eine große
Liebe hat der Lockenkopf ebenfalls. Andrea heißt sie und er kennt sie seit
der Vorschule. Seit drei Jahren: „Krass, oder?" Beide schreiben sich
Liebesbriefe per E-Mail. Simon kriegt ein bisschen rote Ohren vor
Verlegenheit, doch dann muss er dringend zur Oma, die Erdbeermarmelade
holen. Corinna Wenz, die immer noch ein bisschen ängstlich wegen seines
Immunsystems ist, will ihm über die Jacke noch einen Schal um den Hals
binden. Denn Simon meint, „dass er bei der Kälte nackig rausgehen muss".
Simon nickt: „Muss ich." Er stopft sich Kopfhörer in die Ohren, die Musik
scheppert, weg ist er. Ohne Schal. (Marita Gies)
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzische Volkszeitung
Datum: Nr.300
Datum: Freitag, den 24. Dezember 2004
Seite: Nr.17
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Rheinpfalz - 08.09.2004 : Zappelig, quirlig und locker-flockig
Zappelig, quirlig und locker-flockig
Der neunjährige Simon Wenz ein halbes Jahr
nach der Stammzellübertragung
Er hat harte
Zeiten hinter sich. Doch wenn man ihn hört, wenn man in sein
Lausbubengesicht schaut, möchte man es kaum glauben. Locker-flockig gehen
ihm die Sprüche von den Lippen. Simon Wenz, mit dem halb Lautern um sein
Leben gebangt hat, ist ein halbes Jahr nach der Stammzellübertragung fit
wie ein Turnschuh. Am Freitag erst war der Neunjährige wieder in der
Uni-Klinik Freiburg, wo ihm Ende März die Spenderzellen übertragen wurden.
Seitdem geht es aufwärts. Die Leukämie, der bösartige Blutkrebs, wird in
Schach gehalten. Die Ärzte waren zufrieden.
Auch
die Haare wachsen wieder, die Baseballkappe, die seine Chemo-Blöße
verdeckte, wird nicht mehr gebraucht. Simon hat jetzt Locken, brünette
Locken, vorher war sein Kopfbewuchs blond und glatt, erzählt seine Mutter
Corinna und wundert sich noch über die Verwandlung. Ihren Sohn hält es
derweil kaum auf dem Stuhl. Zappelig und quirlig hat er keine Lust,
irgendwelche Fragen zu beantworten. Wie es ihm geht? ¸¸Gut." Was er hatte?
¸¸Blutkrebs. AML." Die Abkürzung steht für ¸¸akute myeloische Leukämie".
Simon gibt zu: ¸¸Am Anfang habe ich nicht durchgeblickt, was ich hatte."
Und er sagt, dass es Zeiten in dem langen Jahr in den Kliniken in
Ludwigshafen und Freiburg gab, in denen er ¸¸aufgeben" wollte. Warum? ¸¸Weil"s
so anstrengend war." Was? ¸¸Alles."
An dem großen
Tag der Stammzellübertragung - man wusste anfangs nicht, ob es Simon bis
dahin überhaupt schafft - standen alle unter Hochspannung. Sein Leben
stand auf dem Spiel. Simon bekam 41,7 Grad Fieber. ¸¸Da hört das
Thermometer auf", versucht seine Mutter, die Angst wiederzugeben, die sie
empfunden hat. Und auch Simon weiß noch genau, wie dreckig es ihm direkt
nach der Stammzellübertragung am 25. März ging. ¸¸Ich wollte nicht mehr
reden. Ich habe keine Kraft gehabt."
Heute ist davon
nichts mehr zu spüren. Simon will runter gehen, Fußball spielen. Selbst
für den Hausunterricht, den er momentan noch bekommt, hat er kaum Geduld.
In Deutsch lernt er gerade den Gebrauch von Pronomen und in Mathe: ¸¸Keine
Ahnung." In die Schule ginge er zwar lieber, aber bis dahin wird"s
eventuell Oktober. Simon muss nach wie vor vorsichtig sein, denn sein
Immunsystem ist noch nicht ganz so stabil, die Ansteckungsgefahr bei so
vielen Kindern zu groß. Doch seine Klappe geht wie geschmiert, auf den
Mund gefallen ist er nicht. Als Corinna Wenz ihren Sohn ermahnt, den Tisch
nicht dauernd mit den Füßen zu malträtieren, weil man von dem Lärm einen
Dachschaden bekommt, kontert er cool: ¸¸Lieber du als ich."
Seit der
Neunjährige in Köln den Basketballspieler Dirk Nowitzki in seiner vollen
Länge von 2,14 Meter gesehen hat, isst er Joghurt. Denn er hat den
deutschen NBA-Star gefragt, wie man so groß wird und der hat ihm gesagt:
¸¸Bananen und Joghurt essen." Bei aller Sportbegeisterung will der Schüler
der Kottenschule lieber Arzt werden oder Musiker: ¸¸Ich werde
Böhse-Onkelz-Nachfolger", verkündet er strahlend seiner aufstöhnenden
Mutter, die beschwichtigend ergänzt: ¸¸Er hört auch gerne Pur."
Für die Mutter
des künftigen Rockstars, deren 34. Geburtstag mit Simons
Stammzellübertragung zusammenfiel, hat die Blutkrebs-Diagnose ebenfalls
das Leben auf den Kopf gestellt. Kurz, bevor die Ärzte die Leukämie
feststellten, hatte sie ihren Job als Bürokauffrau bei der
Arbeiterwohlfahrt aufgegeben, um eine Weiterbildung zu absolvieren. Ihre
Kündigung und der Krankheitsbeginn fielen im August 2003 fast zusammen.
Danach lebte die geschiedene Frau mit Simon in den Kliniken in
Ludwigshafen und Freiburg. Nur übers Wochenende kam sie nach Hause, wenn
Simons Vater sie ablöste. ¸¸Ich bin froh, dass das Jahr vorbei ist, dass
er es gepackt hat", blickt sie zurück, verhehlt jedoch nicht, dass sie
¸¸immer noch ein bisschen Angst" um Simon hat.
Auch ihre
Zukunft ist noch unklar. Corinna Wenz nimmt zurzeit an einer täglichen
EDV-Trainingsmaßnahme teil, die über die Agentur für Arbeit läuft.
Teilweise handelt es sich dabei um eine Auffrischung ihres Wissens über
Word, Excel, Internet & Co., teilweise lernt sie dazu.
Doch bevor sie
sich ganz auf einen neuen Job einlassen kann, steht eine vierwöchige Reha
für Simon an. Mitte Oktober fahren Mutter und Sohn nach Sylt in eine
Spezialklinik zur onkologischen Nachsorge. ¸¸Die passt fast genau in die
Herbstferien." Danach kann das Leben normal weitergehen - fast normal:
Denn alle zwei Wochen müssen die Beiden auch weiterhin zur Blutkontrolle
nach Ludwigshafen oder Freiburg. Immerhin: Simon darf wieder die
Kottenschule besuchen, seine Mutter kann sich auf die Jobsuche
konzentrieren. (ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.209
Datum: Mittwoch, den 08. September 2004
Seite: Nr.15
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Rheinpfalz - 10.08.2004 : 306000 Euro für
Leukämiekranke306000
Euro für Leukämiekranke
¸¸Phänomenal"
nannte Alessandro Hämmerle von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei
(DKMS) in Tübingen die Summe, die im Zusammenhang mit dem leukämiekranken
Simon
Wenz aus Kaiserslautern für die
Typisierungsaktion gespendet wurde: 306.799 Euro seien in kürzester Zeit
zusammengekommen. Am Tag der Bluttypisierung in der Nordtribüne des
Fritz-Walter-Stadions am 14. Februar seien bereits 14.452 Euro gegeben
worden. Vor und nach dem Aktionstag kamen weitere 292.347 Euro zusammen.
Am Aktionstag haben sich nach Hämmerles Worten 2573 Stammzellspender in
die Knochenmarkspenderdatei aufnehmen lassen, vorher und nachher seien es
weiter 1687 gewesen, so dass die Datei um 4260 Spender reicher geworden
sei. Hämmerle hob besonders auch das Engagement der Firmen hervor, die
sich mit Mitarbeitertypisierungsaktionen engagiert hätten. Die letzten
Typisierungen seien Mitte Juli bei der Bahntechnik AG gemacht worden. Der
Einsatz der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz und des Instituts für
Immunologie und Genetik von Bernhard Thiele sei vorbildlich gewesen. Die
bisherigen Befunde seien mit 213.000 Euro aus dem Spendengeld finanziert
worden. Mit dem Überschuss würden andere Typisierungsaktionen bezuschusst,
erklärte der Mitarbeiter das DKMS-System. Jede Aktion, die einen
Überschuss an Geld habe, unterstütze andere Typisierungsaktionen, für die
es mehr Blutspender als Geldspenden gebe. Andernfalls müssten hier die
Blutspender nach Hause geschickt werden, denn jede Blutbestimmung kostet
etwa 50 Euro. (ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.184
Datum: Dienstag, den 10. August 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
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Rheinpfalz - 03.08.2004 : Der große Dirk
und der kleine Simon
Der große Dirk und der kleine Simon
¸¸Wünsch dir was" erfüllt dem Neunjährigen
seinen Wunsch den Basketball-Star Nowitzki zu treffen
Eigentlich
hätte es Brad Pitt oder Julia Roberts sein sollen. Simon Wenz, der
neunjährige leukämiekranke Junge aus Kaiserslautern, durfte dem Verein
¸¸Wünsch dir was" aus Köln einen Herzenswunsch nennen. Weil ihm seine
Mutter Corinna klar machte, dass es utopisch ist, die beiden
amerikanischen Filmstars zu bekommen, war es dann der Superstar des
Basketballs, Dirk Nowitzki, den sich der sportbegeisterte Simon aussuchte.
Gestern kam es in Köln zur Begegnung zwischen dem großen Dirk und dem
kleinen Simon.
Simons
erste Frage an den 2,13 Meter großen Topspieler: ¸¸Wie wird man so groß?"
Die Antwort: ¸¸Viel Bananen und Joghurt essen." Eine halbe Stunde hatte
der 1,28 Meter große Simon Zeit, sich mit dem Basketball-Crack, der in den
USA bei den Dallas Mavericks als Spieler unter Vertrag steht, in der
Köln-Arena zu treffen. Blitzlichtgewitter begleitete die Begegnung mit dem
26-Jährigen, der Simon ein Trikot schenkte, das er auch gleich signierte.
Schon morgens
konnte Simon mit seiner Mutter dem Training der deutschen
Basketball-Nationalelf in der Arena zuschauen, denn am Mittwoch treten die
Deutschen gegen das Dream Team der USA an. Selbst Corinna Wenz schwärmte
beeindruckt von Dirk Nowitzki: ¸¸Jeder Wurf ein Treffer." Eineinhalb
Stunden dauerte das Training der Deutschen.
Bereits am
späten Sonntagnachmittag waren Mutter und Sohn mit dem Auto in die Stadt
am Rhein gefahren, wo sie in einem Hotel in der Nähe der Köln-Arena
übernachteten. Gestern am späten Nachmittag kehrten sie nach
Kaiserslautern zurück.
Dass Simons
Wunschtraum erfüllt wurde, hat er dem Verein ¸¸Wünsch dir was" zu
verdanken, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Freude in das Leben
schwerkranker Kinder zu bringen. Die ehrenamtlichen Mitglieder setzen
Himmel und Hölle in Bewegung, um den Herzenswunsch der Kinder zu erfüllen.
Simon war vor einem Jahr an Blutkrebs erkrankt. Im März wurden ihm in
Freiburg Spenderzellen übertragen. Bereits im Februar lief im
Fritz-Walter-Stadion eine Blut-Typisierungsaktion, zu der 2500 Menschen
kamen (wir berichteten). (ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.178
Datum: Dienstag, den 03. August 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
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Rheinpfalz - 22.05.2004 : Simon endgültig
aus Klinik entlassen
Simon endgültig aus Klinik entlassen
Simon Wenz, der
im August letzten Jahres schwer an Leukämie erkrankte, ist seit Dienstag
ganz offiziell aus der Freiburger Uni-Kinderklinik entlassen worden. Seine
Mutter Corinna Wenz hofft, dass seine Blutwerte weiterhin stabil bleiben.
Dabei ist sie sich durchaus bewusst, dass noch mindestens ein bis zwei
Jahre die Gefahr einer Rückkehr des Blutkrebses besteht. Der Neunjährige
muss deshalb immer wieder stationär zur Kontrolle ins Ludwigshafener St.
Annastift und zu Rückenmarkspunktionen nach Freiburg. Dabei sehen die
Ärzte unter anderem, ob die Krebszellen zurückkommen. Simon muss weiterhin
einen Mundschutz tragen und kann nur bedingt ins Freie. Er muss viel
trinken, damit Leber und Nieren durch die starken Medikamente keinen
Schaden nehmen, erzählt seine Mutter. Da Simon auch im Krankenhaus
unterrichtet wurde, denkt Corinna Wenz, dass er nach den Sommerferien
wieder in seine alte Klasse aufgenommen werden kann. Bis dahin soll er von
einem Hauslehrer unterrichtet werden. Simon käme dann ins dritte
Schuljahr, das zweite hat er komplett in Krankenhäusern verbracht. (ita)
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.118
Datum: Samstag, den 22. Mai 2004
Seite: Nr.17
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
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17.05.2004 BOXEN: Gestriges Benefiz-Pokalturnier des 1.
FCK ein schöner Erfolg -
1710 Euro für die
Behandlung von Simon Wenz
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Rheinpfalz - 15.05.2004 : Mit Brockelbohnen
Heimkehr gefeiert
Mit Brockelbohnen Heimkehr gefeiert
Simon und Corinna Wenz gestern aus Freiburg
zurückgekehrt - Nächste Woche richtige Entlassung
¸¸Er rennt
schon rum", freute sich seine Mutter gestern, kurz nachdem sie mit ihrem
Sohn Simon aus der Freiburger Kinder-Uniklinik zu Hause in Kaiserslautern
eingetroffen war. Das Auto war voll gepackt bis unter die Halskrause, denn
Corinna Wenz hat alles, was sie in den vergangenen Wochen in Freiburg
gebraucht hat, mitgebracht. Nur noch ein paar Klamotten sind dort, denn
sie hofft, dass ihr Sohn in der kommenden Woche endgültig aus dem
Isolierzimmer entlassen wird. Simon war - wie berichtet - im August
vergangenen Jahres an Leukämie erkrankt. Am 25. März, am 34. Geburtstag
seiner Mutter, waren dem Neunjährigen die Spenderzellen übertragen worden.
Bei der Rückkehr von Mutter und Sohn hatte die Oma schon gekocht. Simon
hatte sich Brockelbohnen und Kartoffeln gewünscht. Der Wunsch war der Oma
natürlich Befehl, zumal Simon durch die schwere Krankheit nicht unbedingt
Speck auf die Rippen bekommen hat. Inzwischen wiegt er wieder 24 Kilo. Für
abends hat er sich gewünscht, mit seiner Mama zu kuscheln, verrät Corinna
Wenz. Denn in dem Isolierzimmer in Freiburg durfte sie nicht zu ihm ins
Bett.
Heute muss Simon zwar schon wieder in Freiburg antreten, doch Corinna Wenz
ist zuversichtlich, dass er Anfang nächster Woche entlassen wird und nur
noch zur Kontrolle in den Schwarzwald muss. Die nächste
Knochenmarkpunktion steht am 24. Mai an. Das Ergebnis der letzten war
ermutigend. Die Zahl der Leukozyten - die weißen Blutkörperchen, die
normalerweise Krankheitserreger abwehren - liege im Mittelmaß. Die roten
Blutkörperchen seien auch okay, Krebszellen sind ¸¸im Moment keine da",
stellt sie erleichtert fest und fügt seufzend an: ¸¸Hoffentlich bleibt das
so." Nach der ersehnten Entlassung in der nächsten Woche soll Simon in
Ludwigshafen stationär weiterbehandelt werden, glaubt die Bürokauffrau.
Simon und Corinna Wenz waren, seit der bösartige Blutkrebs im August 2003
entdeckt wurde, fast ununterbrochen in Ludwigshafen und Freiburg im
Krankenhaus. Die Lautererin fuhr lediglich kurz übers Wochenende in ihre
Wohnung, um sich etwas von den Strapazen zu erholen. In der Zeit übernahm
ihr geschiedener Mann die Betreuung. Die 34-Jährige hatte vor der
Erkrankung ihres Sohnes ihren Job als Bürokauffrau bei der
Arbeiterwohlfahrt gekündigt, weil sie eine Weiterbildung zur
Betriebsfachwirtin machen will.
Marita Gies
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.113
Datum: Samstag, den 15. Mai 2004
Seite: Nr.17
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Rheinpfalz - 15.05.2004 : Krankes Kind
wieder daheimSimons
Blutwerte inzwischen gut
Krankes Kind wieder daheim
KAISERSLAUTERN
(ita). Simon Wenz, der im vergangenen August an Leukämie erkrankte
Neunjährige aus Kaiserslautern, ist gestern mit seiner Mutter aus der
Uni-Klinik in Freiburg zurückgekehrt.
Ihm waren am
25. März Spenderzellen übertragen worden. Seine Blutwerte sähen inzwischen
gut aus, sagte seine Mutter Corinna Wenz. Zwar muss der Junge heute noch
einmal ins Transplantationszentrum zurück, doch Corinna Wenz rechnet
damit, dass ihn die Ärzte in der nächsten Woche ganz entlassen. Dann, so
sei angedeutet worden, müsse er nur noch tageweise zur Kontrolle ins
Ludwigshafener St.-Annastift, wo er auch vor seinem ¸¸Umzug" nach Freiburg
behandelt worden war. Die Stammzelltherapie ist für den Neunjährigen die
einzige Chance auf Heilung. Um passende Spenderzellen zu finden, hatte die
Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am 14. Februar eine
Typisierungsaktion im Fritz-Walter-Stadion organisiert, bei der sich etwa
2500 Menschen Blut abnehmen ließen.
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.113
Datum: Samstag, den 15. Mai 2004
Seite: Nr.16
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Rheinpfalz - 27.04.2004 : Reelle Chance
Reelle Chance
Noch ist es zu
früh zum Frohlocken. Doch wenn es so weitergeht, könnte alles wieder gut
werden. Im Moment deuten alle Anzeichen darauf hin, dass Simon eine reelle
Chance hat, seinen Blutkrebs zu besiegen, dass ihm die gespendeten
Stammzellen das Leben retten könnten. Noch liegt der Neunjährige in der
Freiburger Uni-Kinderklinik. Seit knapp neun Monaten ringt der Junge mit
der tödlichen Krankheit. Zusammen mit seiner Mutter, erst in Ludwigshafen,
dann in Freiburg, hat er den Kampf gegen seine bösartige Erkrankung
aufgenommen. Und zwischendurch stand es schon ganz schlecht um ihn. Jetzt
darf wieder gehofft werden. Zum Frohlocken ist es noch zu früh.
Von Marita Gies
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.98
Datum: Dienstag, den 27. April 2004
Seite: Nr.15
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Rheinpfalz -
27.04.2004 : Simon: Zellen wachsen an
Simon: Zellen wachsen an
Mutter: Sieht ganz gut aus
¸¸Es sieht ganz
gut aus", sagte gestern Corinna Wenz am Telefon in der Freiburger
Uni-Kinderklinik. Tag 32 wurde gestern seit der Stammzellübertragung bei
ihrem neunjährigen Sohn geschrieben. Die neuen Spenderzellen, die dem
leukämiekranken Simon am 25. März transfundiert worden sind, wachsen
offenbar im Knochenmark an. Am Wochenende lag die Zahl der Leukozyten, der
weißen Blutkörperchen, bei über 10.400, was im Bereich des Normalen sei.
Zwar sei Simon insgesamt guten Mutes, wenngleich er im Moment wieder etwas
deprimiert und zaghaft sei. Doch der Arzt sei mit seinem
Gesundheitszustand zufrieden, erklärte Simons Mutter gestern.
Seit über einer
Woche esse er wieder normal, sie koche in der Klinikküche selbst für ihren
Sohn. Zusätzlich würden ihm über einen Katheter unter anderem noch Fette
zugeführt. Momentan habe er wieder etwas Temperatur und leide immer noch
unter Magen- und Darmkrämpfen. Doch schaue er auch wieder Fernsehen und
spiele mit dem Gameboy. In der vergangenen Woche waren Mutter und Sohn
bereits im Rollstuhl im Klinikpark unterwegs. Simon musste für den
¸¸Ausflug" einen speziellen Mundschutz tragen. Ansonsten liege er
weiterhin in dem Isolierzimmer, in dem ihn Corinna Wenz jeden Tag betreut,
und schlafe viel.
Der Junge
leidet seit August letzten Jahres an der bösartigen Blutkrankheit, bei der
es nur durch eine Stammzelltherapie die Chance auf eine Heilung gibt. Da
in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) kein passender Spender
registriert war, organisierte die DKMS mit der Deutschen Krebshilfe
Kaiserslautern für den 14. Februar eine Typisierungsaktion in der
Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions, bei der sich etwa 2500 Menschen
Blut abnehmen ließen. Simons Stammzellenspender stammt allerdings aus
einer anderen Aktion, so dass am 25. März in Freiburg die Übertragung der
Blutstammzellen stattfand. Corinna Wenz rechnet damit, dass sie mit Simon
noch wenigstens den Mai über in der Freiburger Transplantationsklinik
bleiben muss. (ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.98
Datum: Dienstag, den 27. April 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
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Rheinpfalz - 07.04.2004 : Simon: Weiter
heißt es wartenSimon: Weiter heißt es
warten
¸¸In zwei
Wochen weiß man mehr", sagte gestern Corinna Wenz, die bei ihrem Sohn
Simon im Isolierzimmer in der Freiburger Uni-Kinderklinik saß. Am 25. März
war bei ihrem leukämiekranken Kind eine Stammzell-Transplantation gemacht
worden. Jetzt muss man abwarten, ob die neuen Zellen sich an seinem
Knochenmark behaupten können und nicht abgestoßen werden. Am Dienstag, so
berichtete seine Mutter, habe das Blut des Neunjährigen 1400 Leukozyten
(weiße Blutkörperchen) gehabt, die unter anderem für die Immunabwehr
zuständig sind. Das sei eigentlich ein guter Wert, doch könne der Körper
immer noch mit Abstoßung reagieren. Simon habe noch bis zu 39 Grad Fieber,
was allerdings normal sei, wenn die Blutbildung einsetze, habe ihr die
Ärztin erklärt. Er sei sehr geschwächt, schlafe viel und habe am ganzen
Körper einen Ausschlag. Sein Entzündungswert im Körper sei angestiegen,
Schatten auf seiner Lunge könnten von einer leichten Lungenentzündung
herrühren. Simon müsse eine Sauerstoffmaske tragen und werde intravenös
ernährt, schilderte Corinna Wenz einige Aspekte des Krankheitszustands
ihres Sohn, der seit der Stammzellübertragung in einem Isolierzimmer
liegt. (ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.83
Datum: Mittwoch, den 07. April 2004
Seite: Nr.15
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Rheinpfalz - 26.03.2004 : Corinna Wenz: Es sieht ganz gut aus
Corinna Wenz: ¸¸Es sieht ganz gut aus"
¸¸Es sieht ganz
gut aus": Kurz vor 19 Uhr gestern Abend gab Corinna Wenz aus der
Kinder-Uniklinik Freiburg am Telefon fürs Erste Entwarnung. Die
Stammzellübertragung bei ihrem Sohn Simon lief ohne Probleme. Kurz nach 16
Uhr sei mit der Übertragung der Spenderzellen begonnen worden. Gedauert
habe die Prozedur, mit der die Leukämie besiegt werden soll, bis gegen 18
Uhr. Die Mutter war die ganze Zeit bei ihrem Sohn, auch der Vater ist seit
einer Woche in Freiburg, hat sich für die Transplantation Urlaub genommen.
Die Ärzte schauten fortlaufend nach Simon, seien bis jetzt zufrieden,
schilderte Corinna Wenz. Simon sei sehr müde und geschlaucht, habe auch
39,6 Grad Fieber. Zwar schaue er Fernsehen, sei aber nicht sehr
gesprächig, es fielen ihm immer wieder die Augen zu. Er habe zugegeben,
dass er Angst habe, weil kurz nach Weihnachten ein anderer Junge bei Simon
im Zimmer gestorben sei. Philipp, so hieß der kleine Bettnachbar, hat die
Stammzelltherapie nur etwa zwei Wochen überlebt. Die Tage bis gestern, bis
zu der Stammzelltransfusion, seien sehr schlimm gewesen, bekannte Corinna
Wenz, die gestern Geburtstag hatte. Doch auch die nächste Zeit werde hart.
Sie rechnet unter anderem damit, dass Simon starke Schmerzen bekommt, die
mit Morphin bekämpft würden. Jetzt komme viel auf die nächsten ein, zwei
Wochen an: ¸¸Dann sieht man, ob die neuen Zellen anwachsen." (ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.73
Datum: Freitag, den 26. März 2004
Seite: Nr.15
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Rheinpfalz - 25.03.2004 : Nervosität wächst: Heute ist der Tag 0
Nervosität wächst: Heute ist der Tag 0
Am Nachmittag läuft die Stammzellübertragung
bei leukämiekrankem Simon - Strenge Isolation
Heute ist der
Tag 0. Heute Nachmittag wird Simon im Transplantationszentrum der
Freiburger Uni-Kinderklinik die Spenderzellen erhalten. Wenn alles gut
geht und er die Stammzelltherapie übersteht, können Simon und Corinna Wenz
wieder aufwärts zählen. Die ganzen, langen Monate haben die Beiden auf den
Tag 0 hin gezählt: noch drei Tage, noch zwei, noch einer. Heute ist er da,
der Tag 0.
Trotzdem geht
es Corinna Wenz und ihrem neunjährigen Sohn, der im August vergangenen
Jahres an Leukämie erkrankt ist, nicht so gut. Beide haben auf den
heutigen Tag hingearbeitet, alle Energie, alle Kraft war auf den Tag 0
ausgerichtet. Doch die Anspannung steigt, die Nervosität wächst, bekannte
Corinna Wenz gestern. Noch in der vergangenen Woche freute sie sich, denn
sie hat heute ihren 34. Geburtstag. Und der 25. März könnte auch Simons
Geburtstag werden, sein zweiter - wenn die Stammzellen anwachsen.
Bei Simon wurde
am vergangenen Donnerstag mit der so genannten Konditionierung begonnen.
Diese hoch dosierte Chemotherapie, die das Knochenmark vor der
Transplantation völlig zerstören soll, hat Simon geschwächt. Er fühlte
sich gestern Morgen nicht sehr wohl, sagte seine Mutter. Am Dienstag
musste er Sauerstoff bekommen, weil sein Körper unter anderem mit Fieber
und Schüttelfrost auf die aggressiven Medikamente reagiert hat. 39,5 Grad
zeigte das Fieberthermometer am Dienstag, gestern sank die Temperatur auf
38,4. ¸¸Er fühlt sich schwach", gab Corinna Wenz die Worte Simons wieder.
Sie fügte besorgt hinzu: ¸¸Ich bin nicht gewöhnt, dass er nicht mit dem
Gameboy spielt."
Die
Stammzellen, Mutterzellen für alle Blutzellen und für alle Zellen des
Immunsystems, werden bei der Stammzelltherapie intravenös übertragen,
erläuterte Professor Hartmut Link, Onkologe und Hämatologe am
Westpfalz-Klinikum, das medizinische Verfahren. Die Therapie sei einer
Bluttransfusion ähnlich. Den Weg ins Knochenmark finden die Spenderzellen,
eine farblose Flüssigkeit von etwa 200 Kubikzentimetern, anschließend
allein.
Nach der
Übertragung, die etwa eine Stunde dauert, sollen die neuen Zellen ¸¸reifen
und wachsen", wie Link weiter erläuterte. ¸¸Das ist ähnlich wie beim
Grassäen." Nur viel komplizierter. Läuft alles positiv, können die neuen
Zellen zwei bis drei Wochen nach der Stammzelltherapie im Blut und im
Knochenmark nachgewiesen werden.
Die
Konditionierung vor der Transplantation soll dazu beitragen. Sie löscht
das Immunsystem des Empfängers aus, damit das Transplantat nicht
abgestoßen wird. Nach den zwei bis drei Wochen ist die Blutbildung wieder
da, bis sich das Immunsystem vollständig etabliert hat, kann es mehrere
Monate dauern, schilderte der Chefarzt den weiteren Verlauf.
Diese ganze
Zeit ist nach seinen Worten nicht ungefährlich, denn es kann zu
¸¸unkontrollierten, starken Reaktionen kommen". Simon wird
Bluttransfusionen brauchen und eventuell eine Ernährung über Katheter, wie
Link weiß. Er muss Medikamente nehmen, um die Immunreaktion kontrollieren
zu können. Außerdem muss mit Infektionen gerechnet werden.
Über die ganzen
Wochen wird der Neunjährige deshalb streng isoliert. Simons Zimmer wurde
gestern und vorgestern komplett gereinigt. So lange war der Neunjährige
ausquartiert, gestern Nachmittag wurde er in sein Zimmer zurück
¸¸geschleust". Auch danach muss alles steril gemacht werden: Spielsachen
oder Kleider - alles gesäubert, gewaschen, in Plastikfolie eingeschweißt.
Zugang zu dem Transplantationsraum haben nur seine Eltern und Großeltern,
für die genau so penibel Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.
Corinna Wenz
rechnet damit, dass sie und ihr Sohn nach der Transplantation noch drei
bis vier Wochen in dem Isolierzimmer bleiben müssen. Auch sie weiß, dass
ihr Sohn nach der Übertragung ¸¸mit ganz vielen Reaktionen des Körpers" zu
kämpfen hat.
Um wie viel Uhr
die Transplantation heute läuft, wusste Corinna Wenz gestern noch nicht.
Klar war nur, dass die Spenderzellen am Nachmittag in Freiburg eintreffen.
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.72
Datum: Donnerstag, den 25. März 2004
Seite: Nr.13
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Rheinpfalz - 20.03.2004 : Simon: Termin für Transplantation steht
Simon: Termin für Transplantation steht
Der Termin für
die Stammzelltransplantation bei Simon steht: Tag Null ist der nächste
Donnerstag. Tag Null deshalb, weil ab dann aufwärts gezählt wird, sagte
gestern Corinna Wenz im Telefongespräch mit der RHEINPFALZ. Die 33-Jährige
befindet sich seit Montag wieder mit ihrem neunjährigen leukämiekranken
Sohn in der Kinder-Uniklinik in Freiburg. Am Donnerstag sei im
Transplantationszentrum mit der Konditionierung begonnen worden. Das
bedeutet, dass mit verschiedenen hoch dosierten Chemo-Medikamenten die
bösartigen Zellen, aber auch das Knochenmark zerstört wird. Corinna Wenz
ist froh, dass es ihr Sohn so weit geschafft hat. Der Tag der
Stammzellübertragung, der 25. März, ist ihr 34. Geburtstag und ¸¸wenn
alles klappt, Simons zweiter Geburtstag". Am vergangenen Dienstag wurde
eine weitere Knochenmarkpunktion gemacht, sagte die Mutter, die wieder ein
positives Ergebnis gehabt habe, was die Krebszellen angehe. (ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.68
Datum: Samstag, den 20. März 2004
Seite: Nr.17
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Rheinpfalz - 13.03.2004 : Simon: Kaum noch Krebszellen im Knochenmark
Simon: Kaum noch Krebszellen im Knochenmark
Gute
Nachrichten hatte gestern Corinna Wenz: Die Mutter des an Leukämie
erkrankten Simon gab vorerst Entwarnung. Das neue Medikament, mit dem ihr
Sohn am 27. Februar therapiert worden ist, hat angeschlagen. Bei einer
erneuten Knochenmarkpunktion am Donnerstag habe sich herausgestellt, dass
kaum noch bösartige Zellen nachgewachsen sind. Damit sind gute
Voraussetzungen für die Stammzelltransplantation gegeben. Die 33-Jährige
geht nun nach Rücksprache mit der Chefärztin des Ludwigshafener St.
Annastifts davon aus, dass sie Anfang nächster Woche mit ihrem Sohn in die
Kinder-Uniklinik nach Freiburg fahren kann. Dann müsse die Konditionierung
des Neunjährigen für die Transplantation erfolgen. Dabei handelt es sich
um eine vorbereitende Chemo. Corinna Wenz hofft, dass ihr Sohn dann um den
24. April operiert werden kann. Gestern waren die Beiden für wenige
Stunden von Ludwigshafen nach Hause entlassen, bevor sie am Abend wieder
ins Annastift fuhren. (ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.62
Datum: Samstag, den 13. März 2004
Seite: Nr.17
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Rheinpfalz - 09.03.2004 : Simon: Ganze Hoffnung liegt auf Medikament
Simon: Ganze Hoffnung liegt auf Medikament
¸¸Unsere ganze
Hoffnung liegt auf diesem Medikament." So beschrieb Corinna Wenz, die
Mutter des an Leukämie erkrankten Simon
(wir berichteten), die momentane Situation. Beide sind weiterhin im St.
Annastift in Ludwigshafen, wo Simon
am 27. Januar mit einer Antikörper-Therapie behandelt wurde. Nachdem sechs
Chemotherapien nicht angeschlagen haben, soll dieses Medikament nun die
Krebszellen zerstören. Ende der Woche wisse man mehr, sagte Corinna Wenz,
denn dann werde erneut das Knochenmark punktiert. Wenn die Therapie hilft
und möglichst wenig Leukämiezellen im Knochenmark gefunden werden, ¸¸wird
nicht lange gefackelt", weiß die 33-Jährige. Simon wird dann sofort ins
Transplantationszentrum nach Freiburg verlegt, wo er mit einer weiteren
Chemo, einem so genannten Konditionierungsblock, auf die
Stammzelltransplantation vorbereitet werden soll. Nachts werden momentan
zudem Antibiotika infundiert, außerdem erhält er über einen Katheter Fette
und Ernährung zugeführt, da der Neunjährige so stark abgenommen hat. (ita)
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.58
Datum: Dienstag, den 09. März 2004
Seite: Nr.13
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Rheinpfalz - 03.03.2004 : Breakdance und Rap bringen Spenden
Breakdance und Rap bringen Spenden
ERZENHAUSEN.
Einen Erlös von 500 Euro hat das Benefizkonzert gebracht, das das
Jugendbüro der Verbandsgemeinde Weilerbach für den leukämiekranken Simon Wenz organisiert hatte. Im
Sängerheim Erzenhausen ging vor etwa 160 Besuchern ein Rockkonzert mit
Breakdance-Einlagen über die Bühne. Als Startgruppe spielte die
Newcomer-Band ¸¸Barracuda", es folgte die Breakdance-Formation ¸¸Speedcruisers"
mit groovigen Rap-Rythmen und akrobatischen Einlagen. Den Abschluss machte
die Rockgruppe ¸¸Acid Dissent". (red)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.53
Datum: Mittwoch, den 03. März 2004
Seite: Nr.21
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Rheinpfalz - 01.03.2004 : TuS- und FCK-Oldies spielen für Simon
TuS- und FCK-Oldies spielen für Simon
HOHENECKEN: Horst Eckel und Co. verlieren 2:1
- Corinna Wenz nimmt signierten Ball mit
¸¸Ich bin
gerührt von der Hilfsbereitschaft in Kaiserslautern", sagte gestern die
Mutter des kleinen, an Leukämie erkrankten Simon Wenz nach dem
Benefizspiel zwischen dem ¸¸Oldstar"-Team des 1. FC Kaiserslautern und
einer ¸¸Oldie"-Mannschaft des TuS Hohenecken. Dass am Ende die ¸¸Oldies"
2:1 (1:0) siegten, war zweitrangig. Wichtig waren die Solidarität mit
Simon und die 2690 Euro, die auf das Spendenkonto der Krebshilfe
eingezahlt werden sollen.
Auf dem
Fußball, welcher der jungen Frau für ihren Sohn überreicht wurde, hatten
alle am Spiel beteiligten Kicker unterschrieben. Allen voran Horst Eckel,
der Weltmeister von 1954, der die ¸¸Oldstars" angeführt hatte. ¸¸Es war
selbstverständlich, dass wir uns an der Veranstaltung beteiligen", sagte
der 72-Jährige, der 45 Minuten im Team der ¸¸Roten Teufel" spielte. Mit
seinem Spiel war er ¸¸zufrieden". Als Begründung für sein soziales
Engagement sagte der Altinternationale: ¸¸Das, was man vom Fußball
bekommen hat, muss man zurückgeben."
Tom Dooley, der
frühere FCK-Profi und Kapitän der amerikanischen Nationalmannschaft,
freute sich besonders, dass er zum ersten Mal mit dem Weltmeister in einer
Mannschaft spielen konnte. ¸¸Ich wollte unbedingt einen Doppelpass mit ihm
spielen", sagte Dooley, der auch keine Sekunde gezögert hatte, als man ihn
zu diesem Wohltätigkeitsspiel einlud.
Und das
Zusammenspiel zwischen Eckel und Dooley klappte, aber die spielbestimmende
Mannschaft waren die TuSler, die mit Patrick Wieczorek und Michael
Guggemos zwei Spieler in ihren Reihen hatten, die noch vor Kurzem in der
Hohenecker Verbandsligaelf kickten. Gecoacht wurden die Gastgeber von
Matthias Reh, der am Vortag mit der ersten Hohenecker Mannschaft an
gleicher Stelle 1:0 gegen Zeiskam gewonnen hatte. ¸¸Es ist fabelhaft, dass
sich die Spieler zur Verfügung gestellt haben", freute sich Reh über die
hochkarätige Besetzung des FCK-Teams.
Der in seiner
aktiven Zeit auf dem Betzenberg als eisenharter Verteidiger bekannte
Hans-Günter Neues organisierte auch am Sonntag die Abwehr der Roten. Das
Tor der Traditionself hütete der bekannte frühere FCK-Spieler Hannes
Riedl. An ihm lag es nicht, dass die ¸¸Oldies" durch ein Tor von Wieczorek
in der 35. Minute mit 1:0 in Führung gingen. Zuvor hatte Riedl schon durch
einige gute Paraden sein Team vor einem Rückstand bewahrt. Am
Zustandekommen des Wohltätigkeitsspiels war er maßgeblich auf FCK-Seite
beteiligt. Auch er lobte die spontane Bereitschaft aller Spieler, sich für
Simon einzusetzten.
In den zweiten
35 Minuten war es wieder Wieczorek, der mit seinem zweiten Tor die
2:0-Führung ausbaute. Danach wünschten sich die Zuschauer ein Tor der
FCKler. Als dies einfach nicht gelingen wollte, kam die Durchsage von
Stadionsprecher Horst Schömbs, dass ein Kasten Bier für den ersten
FCK-Torschützen ausgelobt worden sei. Der Stadionsprecher des 1. FCK hatte
seinen Satz noch nicht beendete, da verkürzte Dirk Anders auf 2:1. Doch
das war das letzte Tor in diesem Spiel. Daran konnte auch der mit viel
Einsatz spielende Demir Hotic, dem früher auf dem Betzenberg so manches
Tor in letzter Minute gelungen war, nichts mehr ändern.
Nach dem
Abpfiff wurden dann im Vereinsheim des TuSH die Einnahmen und Spenden
gezählt, und Corinna Wenz machte sich mit dem signierten Ball auf den Weg
zu ihrem kranken Sohn. ¸¸Ich gebe ihm den Ball noch heute Abend", sagte
Simons Mutter. ¸¸Darüber wird er sich freuen."
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.51
Datum: Montag, den 01. März 2004
Seite: Nr.16
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Rheinpfalz - 28.02.2004 : Katholische
Frauen spenden für SimonKatholische
Frauen spenden für Simon
LANDSTUHL Die
Katholische Frauengemeinschaft hat an ihrem Fastnachtsabend Spenden für
den an Leukämie erkrankten Simon Wenz aus Kaiserslautern gesammelt. Wie
das katholische Pfarramt Heilig Geist mitteilt, kamen rund 300 Euro
zusammen, die bereits aufs Spendenkonto überwiesen wurden. (red)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.50
Datum: Samstag, den 28. Februar 2004
Seite: Nr.21
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Rheinpfalz - 27.02.2004 : Spontane
Hilfsaktion
Spontane Hilfsaktion
WOLFSTEIN: KOB"ler spenden Blut für Simon
Die Idee kam
ganz spontan von einer Mitarbeiterin aus der Forschungs- und
Entwicklungsabteilung. Ob man sich nicht an der Typisierungsaktion und
Blutuntersuchung für den an Leukämie erkrankten Simon aus Kaiserslautern
beteiligen wolle. Gerne hat die Geschäftsführung das aufgenommen und 1000
Euro für die Blutuntersuchungen gespendet.
Weitere Spenden
kamen aus der Konfektion. Dort haben 36 Mitarbeiterinnen auf ihren
jährlichen Verzehrgutschein in Höhe von 25 Euro für das Jahr 2004
verzichtet und das Geld ebenfalls der Suche nach einem geeigneten
Blutspender für den kranken Jungen gespendet, so dass weitere
Typisierungen vorgenommen werden konnten.
Weitere
Mitarbeiter haben noch kleinere Beträge gespendet, so dass insgesamt 54
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Karl Otto Braun während ihrer
Pausen, vor oder nach Arbeitsbeginn den Weg in den zum Labor
umfunktionierten Ausstellungsraum fanden, um sich dort von Dr. Christian
Bubel, unterstützt von der Betriebskrankenschwester Monika Müller und den
beiden Mitarbeiterinnen des Labors Dr. Thiele in Kaiserslautern, Bärbel
Cardeneo und Katja Thormann, ein wenig Blut abnehmen zu lassen. Damit
wurden sie in die Listen der DKMS unter dem Namen ¸¸Lebensspenden" in die
Spenderdatei für Rückenmark aufgenommen.
Ungebrochen, so
Cardeneo, sei die Welle der Hilfsbereitschaft, sich mit einer Typisierung
in die Lebensspende-Liste eintragen zu lassen. So wie KOB in Wolfstein
hätten sich in der Region Kaiserslautern spontan viele Firmen dazu
entschlossen. Auch wenn vermutlich bereits ein in Frage kommender Spender
für Simon gefunden sei (die RHEINPFALZ berichtete darüber), sei man um
jede weitere Blutspende und damit Blutbestimmung dankbar. Denn andere
Menschen bräuchten ebenfalls Hilfe, und außerdem könne es immer noch der
Fall sein, dass weitere Spender für Simon gebraucht würden. (asi)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.49
Datum: Freitag, den 27. Februar 2004
Seite: Nr.12
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Rheinpfalz - 27.02.2004 : Eddie Murphy für
Simon in der ¸¸Geistervilla"Eddie
Murphy für Simon in der ¸¸Geistervilla"
Die Chefärztin
hat ja gesagt - Simon und seine Mutter Corinna Wenz freuten sich: Sie
durften gestern im Central-Filmpalast einen ganzen Saal für sich allein in
Anspruch nehmen und den neuen Eddie-Murphy-Film ¸¸Die Geistervilla"
anschauen. Das Kino gratulierte dem leukämiekranken Jungen mit der
Sondervorstellung nachträglich zu seinem neunten Geburtstag am 18. Febuar.
An dem Tag durfte er das Ludwigshafener St. Annastift nicht verlassen,
weil es ihm zu schlecht ging. Gestern nun großer Bahnhof für Simon: Andrea
und Lukas, zwei Freunde Simons, durften mit in die Kinder-Gruselkomödie,
in der 999 Gespenster ihr Unwesen treiben. Eine Geburtstagstorte und ein
FCK-Trikot mit den Unterschriften der Profis verschönten Simon den
Nachmittag. (ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.49
Datum: Freitag, den 27. Februar 2004
Seite: Nr.13
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Rheinpfalz - 24.02.2004 : Simon geht es
relativ gutSimon geht
es relativ gut
Ganz gut
überstanden: Auch nach der sechsten, zusätzlichen Chemotherapie geht es
dem an Leukämie erkrankten Simon
relativ gut. Seine Mutter Corinna Wenz sagte, dass ihm gestern im St.
Annastift in Ludwigshafen eine Knochenmarkpunktion gemacht worden sei. Das
Knochenmark sollte vor der Transplantation ziemlich frei von
Leukämiezellen sein. Für den 2. März sei die Fahrt zum
Transplantationszentrum nach Freiburg terminiert, erläuterte Corinna Wenz
den weiteren Fortgang. Danach werde mit der Konditionierung für die
Transplantation begonnen, die dann eine Woche später durchgeführt werden
könne. Eigentlich haben Mutter und Sohn darauf gehofft, vor Freiburg noch
einmal in ihre Wohnung nach Kaiserslautern zurückkehren zu können, doch
schätzt die 33-Jährige, dass daraus nichts wird. Das Blut ihres Sohnes,
der in der vergangenen Woche seinen neunten Geburtstag feierte, erhole
sich nur langsam von der Chemotherapie: ¸¸Wir warten tagtäglich darauf,
dass das Blutbild besser wird." Die Leukozyten seien noch immer sehr
niedrig. Unterdessen lassen sich im Institut für Immunologie und Genetik
im Westpfalz-Klinikum weitere Menschen typisieren. Auch in der
onkologisch-hämatologischen Praxis von Richard Hansen am Stiftsplatz wird
noch Blut zur Untersuchung abgenommen. Das Spendengeld - ungefähr
170.000 Euro - reicht für weitere kostenlose Typisierungen aus.
Wie Institutsmitarbeiterin Bärbel Cardeneo gestern sagte, seien in dem
Labor bisher zwischen 900 und 1000 Typisierungen zusätzlich zu der Aktion
im Fritz-Walter-Stadion gemacht worden. Weitere 150 wurden bei Hansen
gezählt. Einige Betriebstypisierungen stehen in der kommenden Woche an. (ita)
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.46
Datum: Dienstag, den 24. Februar 2004
Seite: Nr.13
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Rheinpfalz - 24.02.2004 : Mut und Herz
bewiesen
Mut und Herz bewiesen
Über unsere
Berichterstattung zur Hilfe für den leukämiekranken Simon Wenz und den
Artikel ¸¸Tief bewegt von Hilfsbereitschaft" in der Ausgabe vom 16.
Februar. Wir berichteten über die Typisierungsaktion im
Fritz-Walter-Stadion.
¸¸Ich war ein
Schreiber..." und eigentlich klingt das ein bisschen wie zu Luthers
Zeiten, aber wir schreiben das Jahr 2004, genauer gesagt, den Februar des
Jahres 2004:
Ich saß wie
etwa weitere 40 Helfer an einer Biertischgarnitur in einer zugigen
Stadionhalle und notierte Daten von Menschen, die zwischen 18 und 55 Jahre
alt waren, mindestens 50 höchstens 130 Kilo wogen, die gesund waren - ja,
ich hatte gut aufgepasst bei der Einführung im Presseraum des 1. FCK - und
bereit waren, für einen an Leukämie erkrankten Menschen Leben zu spenden.
Anlass dieses
Mal ... ein kleiner Junge namens Simon. Ich kannte ihn nicht, wusste von
ihm nur aus der Zeitung. So ging es vermutlich vielen um mich herum, aber
das war egal. Hier waren die verschiedensten Menschen mit Freude am
Schreiben, am ¸¸Stechen", am Kochen, am Ordnen, am Informieren und vieles
mehr.
Einer Broschüre
der DKMS, die ich letztes Jahr bei einer Typisierungsaktion erhalten
hatte, entnehme ich, dass man nicht mehr braucht als etwas Mut und Herz
... und gerade letzteres hatten an diesem 14. Februar 2004 und auch schon
Tage davor eine ganze Menge Menschen.
Um in die Zeit
der Schreiber zurückzukehren, erinnern wir uns vielleicht an den Slogan
der Musketiere: ¸¸Einer für alle, alle für einen!" In diesem Sinne...
Anja Tillmanns,
Wiesbaden
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.46
Datum: Dienstag, den 24. Februar 2004
Seite: Nr.19
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Kaiserslauterer Internetzeitung -
20.02.2004: FCK-Aktion im Drogeriemarkt: 2.600 Euro für Leukämiekranke
FCK-Aktion im
Drogeriemarkt: 2.600 Euro für Leukämiekranke
Kurz vor ihrem Training am
Donnerstag Nachmittag haben sich drei FCK-Fußballer für eine gute Sache
engagiert. Zugunsten der Aktion "Hilfe für Simon und andere" haben Torwart
Thomas Ernst, der neue Abwehrspieler Timo Wenzel und Mittelfeld-Talent
Michael Lehmann bewiesen, dass sie nicht nur mit einem Ball, sondern auch
mit einer Kasse umgehen können. Mehr als eine Halbzeit lang haben die
FCK-Spieler den Mitarbeitern des Drogeriemarktes "dm" in der Königstraße
die Arbeit abgenommen. Der Kassensturz ergab die stolze Summe von 1.897
Euro, die das dm-Team auf den vollen Betrag aufgerundet hat. Zusammen mit
600 Euro, die im dm-Markt in der Eisenbahnstraße von Kunden und
Mitarbeitern gespendet wurden, überweist dm-drogerie markt insgesamt 2.600
Euro an die "Hilfe für Simon und andere".
"Die drei haben ihre Sache sehr gut gemacht", lobt Filialleiterin Corinna
Burton die Profifußballer. Auch
die Abwicklung mit EC- und Payback-Karte lief flott von der Hand. "Sie
können jederzeit bei uns anfangen, wenn sie wollen", scherzt die
Drogerieexpertin, die die Idee zu der Aktion hatte. Das Fußballer-Trio war
mit Begeisterung bei der Sache und formulierte am Schluss übereinstimmend:
"Das hat riesigen Spaß gemacht. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass
wir für eine so wichtige Aktion einen kleinen Beitrag leisten."
Kaiserslauterer Internetzeitung, 20.02.2004
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Kaiserslauterer Internetzeitung -
19.02.2004: Flohmarkt der Theodor-Heuss-Schule bringt 1.330 Euro für
Leukämiekranke
Flohmarkt der
Theodor-Heuss-Schule bringt 1.330 Euro für Leukämiekranke
Der Flohmarkt, den die
Theodor-Heuss-Schule am Valentinstag zu Gunsten des leukämiekranken Simon
Wenz veranstaltete, erbrachte 1330 Euro. Die Organisatoren zählten mehrere
hundert Besucher. Der Mindestpreis für jedes verkaufte Stück betrug einen
Euro. Aber viele Käufer gaben freiwillig weitaus mehr, um dem krebskranken
Jungen zu helfen. Schulleiter Ernst Jürgen Degen bedankt sich bei allen
Spendern, Helfern und Käufern. "Beispielhaft engagierten sich auch die
Kinder Jens Christian, Leonie Felder, Isabell und Nadja Littek, Anne
Löwenstein, Marie-Louise Schatzmann, Eileen Scherbaum und Jule Schmiedel
aus den Klassen drei und vier", lobt er ihren Einsatz an den
Verkaufsständen. Degen weist darauf hin, dass die Aktion nicht nur
materiellen Gewinn für eine gute Sache erbrachte, sondern bei den Schülern
auch Verständnis und Mitgefühl förderte.
Die Spenden, die bei dem Flohmarkt verkauft wurden, sammelte die Lehrerin
Gudrun Oeckinghaus in ganz Kaiserslautern ein. Dank der Berichterstattung
in der Presse hatten sich zahlreiche Bürger bereit erklärt, unter anderem
Kleidung, Geschirr, Spielsachen, Bücher, CDs, Ranzen, Fahrräder und Schuhe
abzugeben. Außerdem wurden bei dem Flohmarkt Kaffee und Kuchen verkauft.
Als verkaufsträchtiger Renner entpuppte sich ein 1,20 Meter hoher
Plüschbär, der auf den Namen "Umi" hört. Bürgermeister Arne Oeckinghaus
kaufte ihn und spendete ihn anschließend der Schule. Nun heißt das
knuddelige Tier die Schüler im Eingangsbereich willkommen und wartet auf
seinen Einsatz in den Klassen. Als "Lesebär" will er den Kindern beim
Lernen helfen und ihnen Spaß an spannenden Geschichten vermitteln.
Kaiserslauterer Internetzeitung, 19.02.2004
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Rheinpfalz - 16.02.2004 : Tief bewegt von
Hilfsbereitschaft
Tief bewegt von Hilfsbereitschaft
2550 Menschen spenden auf dem Betzenberg Blut
- Typisierungsaktion für Leukämie-kranken Simon
¸¸Ich spende
alles, wenn ich damit ein Leben retten kann": die Worte einer Frau, die am
Samstag zu der großen Typisierungsaktion in die Nordtribüne des
Fritz-Walter-Stadions kam. So ähnlich denken wohl alle, die kommen, um
Blut zu spenden und sich so auch damit einverstanden erklären, als
Knochenmarkspender gerufen zu werden, wenn ein passender Patient auf sie
wartet. Der achtjährige Simon Wenz war Anlass für die Typisierung, denn
der Junge ist an Leukämie erkrankt. Ihm kann nur eine
Stammzelltransplantation helfen, da die Chemotherapien bisher nicht
angeschlagen haben. Die Krebszellen nehmen immer wieder überhand (wir
berichteten).
Schon vor 10
Uhr, noch bevor die Tore im Fritz-Walter-Stadion geöffnet sind, begehren
die Ersten Einlass. Birgit Platz, Mitorganisatorin von der
Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern, sagt kurz nach 10:
¸¸Wir mussten anfangen, wir konnten nicht mehr warten." Bis mittags haben
die Mitarbeiter von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), bei der
alle Spender anonym registriert werden, schon um die 1000 Leute gezählt.
Alessandro Hämmerles Eindruck nach den ersten zwei Stunden, dass es ¸¸eine
sehr gute Aktion zu werden verspricht", bestätigt sich am Abend, als gegen
halb sieben die letzten Blutröhrchen eingepackt werden. 2550 Leute
haben mitgemacht und stehen künftig für andere Menschen mit Leukämie als
Lebensretter parat. Hämmerle weist darauf
hin, dass sich auch weiterhin Menschen typisieren lassen können, so lange
das Geld reicht. Am Freitag Nachmittag standen 173.000 Euro auf den
Sonderkonten für Simon.
Bereits auf dem
Parkplatz vor der Nordtribüne geht es organisationsmäßig sehr ordentlich
zur Sache: Feuerwehr und FCK-Ordner weisen die Autofahrer ein. Kurz vor
der Hallentür hat sich Harry Jung mit seinen Mannen von der Feuerwehr
aufgebaut. Im Zelt die Gulaschkanone, mit dabei auch die Tagesverpflegung
für die Helfer. Alles Spenden. Unter anderem etwa 110 Liter Erbsensuppe
mit Würstchen.
In der Halle
werden die Spendenwilligen dann von den Organisatoren und den
Ehrenamtlichen in Empfang genommen. Ärzte - sowohl Niedergelassene wie der
Onkologe Richard Hansen als auch Mediziner vom Westpfalz-Klinikum wie
Professor Hartmut Link - stehen für alle medizinischen Fragen Gewehr bei
Fuß. Darf ich spenden?, lautet die meist gestellte Frage, die sich im
Zusammenhang mit Vorerkrankungen der Blutspender ergibt.
Die
Freiwilligen sind eingeteilt in ¸¸Schreiber" und ¸¸Stecher". Die Schreiber
helfen beim Ausfüllen der Einverständniserklärung, die Stecher pieksen mit
der Spritzennadel. Alles läuft wie am Schnürchen, wie mehrfach geprobt.
Auffallend viele komplette Familien kommen zu dem Spendetermin. Die Eltern
lassen sich Blut abnehmen - die Kinder schauen weg oder halten sich die
Augen zu. Dominik Osterholzer und Jeannette Aufschneider mit ihren drei
Kindern (zwei, vier und sieben Jahre alt) sind aus Weitersweiler bei
Rockenhausen ¸¸angereist". ¸¸Als ich das vom Simon gelesen habe, war klar:
Da müssen wir hin", konstatiert die junge Mutter. Vom Wochenmarkt sind
Michel Carmine und Frau auf den Betzenberg gekommen: ¸¸Wir haben selbst
drei Kinder", so die lapidare Begründung für ihr Engagement. Gabriele
Habicht, die als Schreiberin mithilft: ¸¸Ich habe mein Auto voll mit
Frauen geladen und bin hierher gefahren."
Am
¸¸Stechtisch" von Peter Ellermann schon gleich von Beginn an gute
Stimmung: ¸¸Kommen Sie zu uns. Hier schaffen keine Beamten, da geht es
schneller", lockt sein DRK-Kollege die ¸¸Kundschaft" an. Ein anderer
Helfer verspricht: ¸¸Schon beim ersten Stich ein Treffer." Die ¸¸Abzapfer"
signalisieren mit Winken, dass sie für den nächsten Stich frei sind.
Überall wird konzentriert, aber doch unkompliziert und locker gearbeitet.
In vorderster
Reihe auch Bernhard Thiele mit dem Großteil seines Laborteams. Der Leiter
des Instituts für Immunologie und Genetik im Westpfalz-Klinikum, der
bereits im Vorfeld des Aktionstags einige hundert Menschen ¸¸zur Ader
gelassen hat", löst sich mit seiner Mitarbeiterin Bärbel Cardeneo den
ganzen Tag über ab. Immer wieder setzen sie die Nadel an, nehmen die
nötigen fünf Milliliter Blut ab. Auch Thiele weist darauf hin, dass über
den Samstag hinaus noch typisiert wird. Beipielsweise in Betrieben.
Ähnliches hat der Lehrer Rainer Bungert vor. Er holt sich Infomaterial für
eine Blutspendeaktion an der IGS in Rockenhausen. Dabei sollen die Spender
zu ¸¸einem zweiten Röhrchen für die DKMS" motiviert werden.
Am Tisch neben
Thiele die Bundeswehr: Zwei Stabsärztinnen, eine von der Marine, die
andere vom Heer, fahren auf dem Betzenberg eine Sonderschicht. Eine
Blutspenderin, Birgit Neger aus Mehlbach, legt sich vorm Pieksen
freiwillig auf die Liege: ¸¸Ich reg" mich immer so auf, dann sackt mein
Kreislauf ab. Da leg" ich mich lieber gleich hin." Sie ist mit ihrem Mann
da, weil sie sich schon lange vorgenommen haben: ¸¸Wenn so etwas mal bei
uns ist, gehen wir hin."
Matthias
Schäffler aus Kusel hat seine Frau mitgebracht. Er selbst ist registriert
und hat vor einigen Jahren schon Stammzellen gespendet. Für eine Frau, die
dann aber doch gestorben ist. ¸¸Da macht man sich schon Gedanken, das war
ja mein genetischer Zwilling." Helmut und Heide Marschall aus Schopp haben
den Betzenberg erklommen, um in die zweite Schreiberschicht einzusteigen,
die um 13 Uhr eingewiesen wird. ¸¸Ich war vor zwölf Jahren selbst schwer
an Krebs erkrankt, deshalb darf ich nicht Blut spenden", weiß er. Doch ihm
und seiner Frau sei es gerade deshalb ein Bedürfnis gewesen zu helfen.
Gegen Mittag
kommt auch Simons Mutter Corinna Wenz und bleibt wie Simons Oma und seine
Tante fast bis zum Schluss dabei. Die 33-Jährige steht in der Halle und
ist tief bewegt von der Hilfsbereitschaft: ¸¸Das ist ganz, ganz klasse. Im
Namen von Simon und allen, allen anderen Kindern, die auf einen Spender
warten, sage ich Danke." Einwurf
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.39
Datum: Montag, den 16. Februar 2004
Seite: Nr.15
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Rheinpfalz - 16.02.2004 : Alle Achtung!
Alle Achtung!
Hut ab! Das war
ein richtig dickes Ding. 2550 Menschen haben am Samstag Blut gespendet,
haben sich bereit erklärt, künftige Knochenmarkspender zu sein. Den ganzen
Tag über riss der Strom der Spendenwilligen nicht ab. Schwer beeindruckt
vom Andrang zeigte sich auch Beigeordneter Günter Remler, der Schlag 10
den Aktionstag am Valentinstag für eröffnet erklärte. Er wünschte Simon,
dass er noch viele Valentinstage feiern kann. Und dann lief"s.
Wer nur noch
Egoisten in der Gesellschaft sieht, wurde am Samstag vom Gegenteil
überzeugt. Auf dem Betzenberg eine Gesellschaft von Altruisten, von
hilfsbereiten Menschen mit Mitgefühl. Damit sind die Spender gemeint, aber
genauso die rund 200 Freiwilligen, die sich ja auch einen schönen Samstag
hätten machen können. Statt dessen haben alle zusammen einen Aktionstag
auf die Beine gestellt, der nichts zu wünschen übrig ließ. Hut ab! Und
noch ein Extra-Chapeau für die Organisation: Alle Achtung!
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.39
Datum: Montag, den 16. Februar 2004
Seite: Nr.15
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Sonntag Aktuell - 15.02.04 : 2550 Menschen
wollen Simon helfen
2550 Menschen wollen Simon helfen
Typisierungsaktion für leukämiekranken
Achtjährigen in Kaiserslautern
Kaiserslautern.
Den größten Ansturm gab es morgens. Doch auch über den ganzen Tag ließ die
Hilfsbereitschaft für den leukämiekranken Simon Wenz nicht nach. Am
Schluss waren es 2550 Blutspender, die sich
gestern in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions in Kaiserslautern an
der großen Typisierungsaktion unter dem Titel ¸¸Hilfe für Simon und
andere" beteiligten.
Die Aktion war
von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und der Krebsgesellschaft
Rheinland-Pfalz initiiert worden, weil der achtjährige Simon dringend eine
Knochenmark- beziehungsweise Stammzellspende benötigt. Zwei Wochen lang
liefen die Vorbereitungen für den großen Tag gestern, wobei die Zeit
eilte, denn Simon hat bereits fünf erfolglose Chemotherapien hinter sich.
Ursprünglich sollte die Typisierung erst Anfang März erfolgen, um mehr
Menschen zu erreichen. Dann überschlugen sich die Ereignisse, denn es
stellte sich heraus, dass der Junge gesundheitlich nicht so lange
durchhält, die Transplantation dringend früher benötigt. So wurde der
Blutspende-Termin auf gestern vorverlegt.
Inzwischen
wurde von der DKMS ein potenzieller Spender für Simon gefunden. Doch die
Dramatik ist deswegen nicht kleiner geworden: Zwar war die Transplantation
auf die nächste Woche terminiert und Simon fuhr mit seiner Mutter Corinna
Wenz zur Voruntersuchung nach Freiburg in die Kinder-Uniklinik, wo er auch
transplantiert werden soll. Doch stellten die Mediziner dort fest, dass
der Achtjährige momentan nicht transplantiert werden kann, weil sich auch
nach der fünften Chemotherapie wieder zu viele Krebszellen in seinem Blut
gebildet haben. Wenn das der Fall ist, stehen die Chancen für eine
Übertragung der Stammzellen zu schlecht. Inzwischen hat der kleine Patient
den sechsten Chemoblock hinter sich.
¸¸Es geht ihm
gut", sagte gestern seine Mutter, die die ganze Woche bei ihrem Sohn
blieb. Seit der Diagnose Leukämie im August 2003 wird der Junge fast ohne
Unterbrechung im Ludwigshafener St. Annastift behandelt. Seine 33-jährige
Mutter hofft, dass sich die Chancen für ihren Sohn nach der neuerlichen
Chemotherapie verbessern, die Krebszellen weniger werden. Mitte der
kommenden Woche sei nun eine Knochenmarkpunktion geplant. Danach stelle
sich heraus, wie es weitergeht.
Von der
Hilfsbereitschaft der Menschen, die sich gestern mit ihrer Blutspende
einverstanden erklärten, in die Knochenmarkspenderdatei aufgenommen zu
werden, war Corinna Wenz begeistert. Rund 200 Helfer sorgten für den
reibungslosen Ablauf: von der Feuerwehr über das Rote Kreuz bis hin zu den
FCK-Ordnungskräften. Im Vorfeld waren 170.000 Euro gespendet
worden. Jede Blutuntersuchung kostet 50 Euro.( ita)
Marita Gies, SCHAEFJ / SCHAEFJ
Quelle:
Verlag: Sonntag Aktuell
Publikation: Westpfalz
Ausgabe: Nr.7
Datum: Sonntag, den 15. Februar 2004
Seite: Nr.4
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Aktionstag "Hilfe für Simon und andere" am 14.02.2004 im
Fritz-Walter-Stadion von 10.00 - 18.00 Uhr
Die Beratungsstelle Kaiserslautern der
Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. und die DKMS veranstalten am
Samstag, den 14. Februar in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions den
Aktionstag zur Typisierung. Von 10.00 - 18.00 Uhr können alle kommen, die
sich Blut (5 Milliliter) abnehmen lassen wollen und damit als potentielle
Stammzellspender für Simon und andere an Leukämie erkrankte Menschen bei
der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) in die Datei aufgenommen
werden. Da die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger nahezu vollständig
übereinstimmen müssen, ist es notwendig, dass sich möglichst viele
Menschen registrieren lassen. Jeder vierte Leukämiepatient, der eine
Transplantation benötigt, wartet vergeblich auf einen passenden Spender,
so dass von dieser Aktion hoffentlich nicht nur Simon, sondern auch andere
Patienten profitieren werden. Erfahrungsgemäß finden sich bei solch einer
Aktion auf Anhieb einige Spender für Betroffene, die auf eine
Transplantation warten.
Die Ersttypisierung kostet 50,- Euro, da die
Kosten aufgrund des Sozialgesetzbuches nicht von den Krankenkassen
übernommen werden dürfen. Für den Aktionstag wurden jedoch Spendenkonten
eingerichtet, damit sich alle Interessierte ohne Kosten registrieren
lassen können. Doch wer seine Ersttypisierung selbst bezahlen möchte, kann
dies auch direkt am Aktionstag bar oder mit EC-Karte tun.
Alle, die als potentieller Stammzellspender
zur Verfügung stehen möchten, müssen zwischen 18 und 55 Jahre alt sein und
dürfen nicht an einer chronischen Erkrankung leiden. Sollte er oder sie
dann tatsächlich als Knochenmarkspender infrage kommen, ist die ganze
Prozedur mit nur wenigen Unannehmlichkeiten und sehr geringem Risiko
verbunden. Für einen möglichen Verdienstausfall, Fahrtkosten, usw. kommt
die Krankenkasse des Spendenempfängers auf. Der Spender muss maximal mit
einem dreitägigen Krankenhausaufenthalt rechnen.
Wem es nicht möglich ist, am Aktionstag zu
kommen, der kann sich an folgenden Stellen Blut für die Ersttypisierung
abnehmen lassen: Praxis Dr. Burkhardt in Kaiserslautern, Stiftsplatz 5
(Tel. 0631/ 4145284) und Labor Dr. Thiele, im Westpfalzklinikum
Kaiserslautern (Tel .0631/ 316700). Allerdings müssen die Kosten
selbst getragen werden, da die Spendengelder zuerst einmal nur für den
Aktionstag verwendet werden dürfen.
Aktuelle Informationen können unter
www.hilfe-fuer-simon.de
nachgelesen werden.
Seit dem Beginn der Aktion "Hilfe für Simon
und andere" vor 3 Wochen hat sich eine überwältigend große
Hilfsbereitschaft in und um Kaiserslautern entwickelt. Zahlreiche
Geldspender tragen dazu bei, dass die Typisierungsaktion durch
Spendengelder abgesichert wird. Viele Vereine oder Gruppen organisieren
Aktionen, Konzerte und Veranstaltungen, deren Reinerlös ebenfalls auf die
Spendenkonten fließen. Und eine hohe Zahl von Betrieben haben interne
Typisierungen durchgeführt oder wollen diese noch durchführen lassen, bei
denen die Kosten von den Betrieben selbst übernommen werden.
Es bleibt zu hoffen, dass sich nun möglichst
viele Menschen für eine Ersttypisierung bereit erklären und zum Aktionstag
am 14.02.2004 auf den Betzenberg kommen. So besteht die Chance, für Simon
einen optimalen Spender zu finden, aber auch für viele andere Menschen,
deren Leben von einer baldigen Stammzelltransplantation abhängt.
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Rheinpfalz - 13.02.2004 : Simon muss in der Klinik bleiben
Simon muss in der Klinik bleiben
Für die Typisierungsaktion am Samstag steht
alles bereit - Knapp 200 Helfer - Pendelbus ab Rathaus
Knapp 200
Helfer stehen bereit, damit die große Typisierungsaktion morgen
reibungslos ablaufen kann. Zwischen 10 und 18 Uhr wird in der Nordtribüne
des Fritz-Walter-Stadions an 15 bis 20 Plätzen Blut abgenommen. Anlass der
Aktion ist der achtjährige Simon Wenz, der im vergangenen Sommer an
Leukämie erkrankte und dringend einen Knochenmarkspender benötigt. Zwar
steht ein potenzieller Spender bereit, doch Simons Zustand ist momentan zu
schlecht für eine Transplantation. Nach einem Erholungstag am Mittwoch ist
der Junge seit gestern wieder im Ludwigshafener St. Annastift.
Simon und seine
Mutter Corinna Wenz mussten sich gestern Morgen wieder in der
Ludwigshafener Kinder-Onkologie einfinden. Ihre Hoffnungen, am Abend
wieder zusammen nach Kaiserslautern zurückfahren zu können, wurden
enttäuscht. Corinna Wenz hatte sich gewünscht, dass die weiteren
Blutuntersuchungen bei ihrem Sohn ambulant erfolgen könnten. Doch Simon
musste in der Klinik bleiben. Seine Mutter kam gestern Nachmittag kurz in
die Wohnung zurück, um Kleider und andere Dinge zu packen, die für den
stationären Aufenthalt gebraucht werden. Nach der Extra-Chemo, die am
Dienstag zu Ende ging, sind Simons weiße Blutkörperchen wieder zu niedrig,
was höchste Ansteckungsgefahr für ihn bedeutet.
Für die nächste
Woche haben die Ärzte eine weitere Knochenmarkpunktion bei Simon geplant,
um zu sehen, ob die Krebszellen in seinem Blut zurückgehen. Erst dann kann
transplantiert werden. Auf jeden Fall will die 33-Jährige bis heute Abend
bei ihrem Sohn im Krankenhaus bleiben, dann wird sie von Simons Vater,
ihrem geschiedenen Mann, abgelöst. Am Samstag möchte Corinna Wenz
unbedingt in die Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions gehen, um bei der
Typisierungsaktion dabei zu sein.
Die
Organisatoren der Blutuntersuchungsaktion für Simon und andere
leukämiekranke Menschen weisen darauf hin, dass aufgrund der Spenden
ungefähr 3000 Menschen kostenlos typisiert und damit in die Deutsche
Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufgenommen werden können. Wer will, kann
die 50 Euro, die die Untersuchung kostet, auch selbst bar oder per
EC-Karte bezahlen. Gestern bereits stellte sich der FCK-Profi Ciriaco
Sforza in den Dienst der guten Sache. Bernhard Thiele, Leiter des
Instituts für Immunologie und Genetik im Westpfalz-Klinikum, nahm ihm im
Stadion etwa fünf Milliliter Blut ab. Sforza appellierte bei der
Gelegenheit an die Menschen, sich typisieren zu lassen. Er sagte, für ihn
als Vater zweier Kinder bedürfe es keiner Überlegung, dass er sich als
möglicher Knochenmarkspender registrieren lasse.
Das Material,
das für Samstag benötigt wird, bringt nach den Worten Thieles die DKMS
mit. Dazu gehören neben Infoblättern und Einverständniserklärungen, die
jeder Spendenwillige unterschreiben muss, Spritzen, Tupfer,
Desinfektionsmittel, Stauschläuche sowie Abfallbehälter für die Spritzen.
¸¸Für Leute mit weichen Knien stellt das Rote Kreuz Liegen auf", sagte der
Mediziner.
Auftakt am
Samstag ist um 10 Uhr, dann eröffnet der Schirmherr und Beigeordnete der
Stadt, Günter Remler, den Aktionstag. Die Helfer arbeiten in zwei
Schichten. Pro Schicht stehen etwa 80 bis 100 Freiwillige bereit. Birgit
Platz von der Krebsgesellschaft schätzt, dass das DRK mit etwa 35 Leuten
zum Blutabnehmen kommt, ungefähr 20 Ärzte aus dem Westpfalz-Klinikum und
niedergelassene Mediziner haben sich gemeldet sowie etwa 20
Arzthelferinnen. Etwa genauso viele Freiwillige übernehmen
Schreibarbeiten. Zwischen 12 und 18 Uhr wird die Medizinische Klinik I des
Westpfalz-Klinikums für Fragen der Blutspender zur Verfügung stehen.
Chefarzt Hartmut Link sowie die Oberärzte Gerdt Hübner und Franz-Geert
Hagmann beantworten Fragen zu Indikation, Technik und Ergebnis der
Knochenmark- oder Stammzelltransplantation.
Der Verein
¸¸Lichtblick 2000" hat sich um Lebensmittelspenden gekümmert. Die
Feuerwehr kocht Erbsensuppe und kümmert sich generell um die Versorgung
für die Helfer. Außerdem besorgen die 40 Männer den Auf- und Abbau. Für
die Spender werden die Imbissbuden in der Nordtribüne öffnen. Der FCK
stellt nicht nur die Nordtribüne zur Verfügung, auch Ordner kümmern sich
um einen reibungslosen Ablauf. Die Technischen Werke setzen einen
kostenlosen Pendelbus zum Stadion ein. Er fährt zwischen 11 und 17 Uhr zu
jeder vollen und halben Stunde zwischen der Haltestelle ¸¸Rathaus C" über
den Hauptbahnhof zur Nordtribüne. Von der Nordtribüne zur Stadtmitte fährt
der Bus jeweils zur Minute 15 und 45 über den Bahnhof zur Innenstadt. Der
letzte Bus geht um 17.15 Uhr am Stadion ab. (ita)
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.37
Datum: Freitag, den 13. Februar 2004
Seite: Nr.15
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Rheinpfalz - 13.02.2004 : ¸¸Genetische
Zwillinge" gesucht
¸¸Genetische Zwillinge" gesucht
Hilfe für leukämiekranken Simon - Morgen große
Typisierungsaktion
KAISERSLAUTERN
(ita). Ihren Höhepunkt erlebt die Hilfsbereitschaft für den
leukämiekranken Simon Wenz aus Kaiserslautern am morgigen Samstag: Mehrere
tausend Menschen, hoffen die Organisatoren, werden sich von 10 bis 18 Uhr
im Fritz-Walter-Stadion je fünf Milliliter Blut abzapfen lassen.
Diese große
Typisierungsaktion wurde für den Achtjährigen organisiert, um einen
Knochenmarkspender zu finden. Denn nur die Übertragung von Stammzellen
kann dem Jungen helfen, den Blutkrebs zu besiegen. Inzwischen wurde zwar
für Simon in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ein potenzieller
Spender gefunden, doch mit der Typisierung so vieler Menschen könnte sich
zum einen ein Ersatz-Spender finden lassen, zum anderen warten in
Deutschland mehrere hundert Patienten auf einen ¸¸genetischen Zwilling".
Für die
Typisierung wurden von der Bevölkerung über 150.000 Euro gespendet. Jede
Blutuntersuchung kostet 50 Euro, die die Kassen nicht bezahlen.
Umgerechnet bedeutet das, dass sich morgen mindestens 3000 Menschen
kostenlos typisieren lassen können. Knapp 200 Helfer hat die
Rheinland-Pfälzische Krebsgesellschaft Kaiserslautern für diese Aktion
organisiert.
Simon ist im
Sommer an Leukämie erkrankt. Am Dienstag hatte er den sechsten Chemoblock
hinter sich gebracht, für März ist die Transplantation in Freiburg
geplant.
SCHWARB / SCHWARB
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.37
Datum: Freitag, den 13. Februar 2004
Seite: Nr.1
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Rheinpfalz - 12.02.2004 : Für Typisierung Helfer gesucht
Für Typisierung Helfer gesucht
Helfer gesucht:
Für die große Typisierungsaktion ¸¸Hilfe für Simon", die am Samstag von 10
bis 18 Uhr im Stadion läuft, benötigt die Krebsgesellschaft noch etwa 40
Freiwillige, die Schreibarbeiten übernehmen. Mitarbeiterin Birgit Platz
sagte gestern, dringend gebraucht würden Leute, die vor dem Blutabnehmen
bei den Einwilligungserklärungen behilflich seien. Es werde in zwei
Schichten gearbeitet: von 9 bis 14 und von 13 bis 18 Uhr, sagte Platz,
eingerechnet sei eine Einweisungsstunde. Wer am Samstag Zeit hat, kann
sich heute von 9 bis 11 Uhr bei der Krebsgesellschaft unter Telefon
0631/3110830 melden. (ita)
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.36
Datum: Donnerstag, den 12. Februar 2004
Seite: Nr.15
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Rheinpfalz - 12.02.2004 : Ein Kinobesuch
und ein Klose-Trikot
Ein Kinobesuch und ein Klose-Trikot
Simon Wenz aus Kinder-Uniklinik Freiburg
zurück - Am Mittwoch feiert er seinen neunten Geburtstag
So richtig Lust
zum Reden hat er nicht. Simon Wenz sitzt auf der Couch neben seiner Mutter
Corinna und guckt Fernsehen. ¸¸Beyblade" hat es ihm angetan. Eine
Zeichentrickserie, in der es um ein Kreiselspiel und Wettkämpfe geht. Bis
er den Fernseher einschalten darf, schaut er sich die Bilder und den Brief
an, den die Erstklässler der Wendelinusschule in Ramstein an die
RHEINPFALZ zum Weiterleiten an den leukämiekranken Jungen geschickt haben.
Zusammen mit seiner Mutter staunte er gestern Nachmittag, wie viele
Gleichaltrige an ihn gedacht und ihm ein Bild mit ihren besten Wünschen
zum Gesundwerden geschickt haben.
Der Achtjährige
und seine Mutter sind seit Dienstagabend aus der Kinder-Uniklinik in
Freiburg zurück in ihrer Wohnung in Kaiserslautern. Am dortigen
Transplantationszentrum soll auch die Knochenmarktransplantation gemacht
werden. Deshalb musste Corinna Wenz mit ihm in den Breisgau fahren, weil
die Ärzte dort bereits die Voruntersuchungen für den großen Tag gemacht
haben. ¸¸So viel ist noch nie untersucht worden", sagt die 33-Jährige.
Zusammen mit Simon zählt sie auf: Computertomografie der Lunge,
Ultraschall, Knochenmarkpunktionen, EEG, Magnetresonanztherapie vom Kopf,
Lumbalpunkturen. ¸¸Sogar seine Hand wurde geröntgt, ob alles richtig
gewachsen ist." Außerdem musste ein zusätzlicher Chemoblock infundiert
werden, weil seine Blutwerte so schlecht waren. Die Ärzte haben selbst den
Kopf geschüttelt, als sie die Ergebnisse der Blutuntersuchung sahen,
erinnert sich Corinna Wenz.
Heute müssen
die Beiden wieder ins St. Annastift nach Ludwigshafen, wo Simon seit
August vergangenen Jahres behandelt wird. Auf der kinderonkologischen
Station kann Simon wieder am
Laptop surfen und E-Mails von Freunden abrufen. ¸¸Das Tolle" an Freiburg
dagegen ist, dass die Station drei Kickbords hat, mit denen der
Achtjährige über den Flur brettern konnte. Ab heute soll in Ludwigshafen
das Blut engmaschiger kontrolliert werden, erläutert die Bürokauffrau, die
aber hofft, dass sie mit Simon immer nur einen Tag dort bleiben muss und
am Abend wieder nach Hause fahren kann, wenn alles gut geht.
Von dem
potenziellen Spender für Simon weiß sie gar nichts. Der bleibe immer für
ein oder zwei Jahre anonym, erst danach könne man sich kennen lernen, wenn
das beide Seiten wollen. Aber noch steht auch der Zeitplan nicht richtig.
Es müsse jetzt wohl abgewartet werden, wie der sechste Chemotherapie-Block
anschlägt. Erst wenn die Blutwerte besser sind, kann dann die
Transplantation folgen.
Simon macht
einen fitten Eindruck. Mutter und Sohn lassen den Kopf nicht hängen. Für
nächsten Mittwoch, Simons neunter Geburtstag, machen sie schon Pläne. Am
liebsten würde er ins Kino gehen, doch das darf er nicht. Die
Ansteckungsgefahr an Orten mit vielen Menschen ist zu groß, denn Simons
Immunsystem ist total geschwächt. Deshalb kann er keine reguläre
Vorstellung besuchen. Doch wenn ein kleineres Kino an dem Nachmittag eine
Simon-Sondervorstellung fahren würde, überlegt Corinna Wenz laut. Am
liebsten mit ¸¸School of Rock", meint Simon nach einigem Überlegen, wobei
er den dritten ¸¸Harry Potter"-Film auch noch nicht gesehen hat. Und dann
wünscht er sich noch ein Trikot von Miroslav Klose mit den Unterschriften
der anderen Spieler, sagt er und wendet sich wieder den Kreiselspielern
von ¸¸Beyblade" zu. So richtig Lust zum Reden hat er eben nicht.
von Marita Gies,
DUERNBG / DUERNBG
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.36
Datum: Donnerstag, den 12. Februar 2004
Seite: Nr.15
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Rheinpfalz -11.02.2004 : Spenden reichen für 3000
Typisierungen
Spenden reichen für 3000 Typisierungen
150 000 Euro für Aktion ¸¸Hilfe für Simon"
Für 3000
Untersuchungen reicht das Geld, wenn am Samstag in der Nordtribüne des
Fritz-Walter-Stadions die große Typisierungsaktion für den leukämiekranken
Simon veranstaltet wird. Denn auf den Sonderkonten stehen mittlerweile
150.000 Euro. Zudem haben inzwischen etliche Sonder-Typisierungen für die
Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) stattgefunden.
So haben sich
23 Eltern beim Tag der offenen Tür der Waldorfschule Otterberg spontan zur
Blutabnahme bereit erklärt. Der Otterbacher Arzt Andreas Roche hat das
Blut vor Ort abgezapft, Schüler und Eltern spendeten die für die
Typisierung nötigen 1150 Euro. 30 Mitarbeiter haben sich bei Karstadt für
eine Sonder-Typisierung eingetragen. Die Sektbar am Samstag brachte 1170
Euro zusammen. Mitarbeiter spendeten zudem 250 Euro. Beide Beträge wurden
von der Geschäftsleitung auf 2000 Euro erhöht.
1307 Euro hat
die Fachhochschule für die Typisierungsaktion am Samstag gesammelt. Ins
Zeug gelegt hat sich auch die Karnevalsgesellschaft ¸¸Narrensänger", bei
deren Prunksitzung am Samstag 500 Euro gespendet wurden. Dieselbe Summe
hat die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Otterberg
aus dem Reinerlös ihres Hobbykünstlermarkts gespendet.
Mitarbeiter und
Geschäftsleitung des Real-Marktes in der Merkurstraße unterstützen die
¸¸Hilfe für Simon und andere" mit
einer Tombola, Glücksraddrehen und einem Sektausschank am Samstag, 14.
Februar. Die Showband ¸¸Live" ist ebenfalls mit dabei. Eine Wochenendreise
ist zu gewinnen. (ita)
DUERNBG /
DUERNBG
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.35
Datum: Mittwoch, den 11. Februar 2004
Seite: Nr.14
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Rheinpfalz - 09.02.2004 : Bisschen Blut kann sein Leben
retten
¸¸Bisschen Blut kann sein Leben retten"
Große Resonanz bei der Typisierungsaktion in
der Kottenschule für den leukämiekranken Simon Wenz
Die Schüler der
Kottenschule hatten vorher bei Freunden und Verwandten das Geld für die
Blutuntersuchungen gesammelt, beim Elternsprechtag am Samstagmorgen
verkaufte der Förderverein dafür Kaffee und Kuchen, gleichzeitig standen
in der Schulbibliothek schon Schülereltern Schlange, um sich Blut abnehmen
zu lassen für die Typisierung zugunsten des leukämiekranken Simon Wenz,
einem Schüler der Kottenschule.
¸¸Es läuft
unheimlich toll", freute sich Schulleiterin Gudrun Bechberger über 45
Spender nach nur zwei Stunden. 30 Eltern hatten sich vorher für die Aktion
angemeldet, Bärbel Cardeneo vom Institut für Immunologie und Genetik am
Westpfalz-Klinikum hatte aber vorsichtshalber Material für maximal 150
Spenden mitgebracht. Am Ende kamen 130 Blutspenden für die Typisierung
zusammen.
Das ganze
Schulgelände stand im Zeichen der Aktion. Am Zaun um den Schulhof und im
Schulhaus hingen zahllose selbst gemalte Plakate. ¸¸Helft unserem
Schulkameraden" war darauf beispielsweise zu lesen und ¸¸Ein bisschen Blut
kann Simons Leben retten". Die Schule habe im vergangenen Halbjahr einen
Schüler wegen Krebs verloren, schilderte die Schulleiterin: ¸¸Die Schüler
waren sensibilisiert; sie haben von selbst gefragt, wie sie helfen
können."
Simons
Grundschule hatte auch andere Schulen und an Karstadt Briefe mit der Bitte
um Mithilfe geschickt. Dadurch zog die Aktion weite Kreise. ¸¸Ich habe
durch meine Eltern von der Sache gehört", sagte Michael Stay (37) aus
Schmittweiler. Der werdende Vater von Zwillingen kam in die Kottenschule,
weil er gehört hatte, dass es Simon Wenz nicht so gut geht und er mit
seiner Blutspende deshalb nicht bis zur Typisierungsaktion am 14. Februar
im Fritz-Walter-Stadion warten wollte. ¸¸Ich habe selbst drei Kinder; ich
darf mir gar nicht vorstellen, wenn einem von denen so etwas passierte",
äußerte Petra Schneider (37). In dieser Situation zu helfen, sei doch eine
Selbstverständlichkeit. Mürvet Homer (25), Mutter eines künftigen
Schulanfängers, wartete ebenfalls geduldig, bis sie und ihr Mann an die
Reihe kamen. Keine Frage auch für die junge Frau, dass sie bei der
Typisierungsaktion mitmacht: ¸¸Wenn meinem Kind etwas passierte, wäre ich
auch froh über Menschen, die helfen."
Viele
potenzielle Spender von außerhalb mussten Bärbel Cardeneo und ihre
Helferinnen zunächst wieder wegschicken und auf den Termin im Stadion
verweisen. Die rund 4000 Euro, die die Schüler gesammelt hatten, dürften
ausschließlich für die Blutspenden von Leuten eingesetzt werden, die zur
Schule gehörten, erläuterte sie. In dieser Situation erwies sich das
Schulcafé, in dem Förderverein und Elternbeirat Kaffee, Kuchen und Salate
verkauften, als starke Hilfe. Ein einzelnes Kind dürfe der Förderverein
nicht unterstützen, sagte die Vorsitzende Karin Fürst-Steiner; deshalb der
Verkauf. ¸¸Wir rechnen hier nicht in Portionen, sondern in Spendern",
berichtete Gabi Rahm. Sobald das Café 50 Euro zusammen habe, gehe das Geld
zu Bärbel Cardeneo, die damit einen Spender von außerhalb annehmen könne:
¸¸Acht Spender haben wir schon hoch gegeben."
Eine gute
Stunde vor Ende der Aktion brachte Hausmeister Werner Scheibe
Kaffeestückchen von der nahen Bäckerei Übel und berichtete, dass diese
auch den Reinerlös aus allen im Geschäft verkauften Kaffeestückchen für
die Typisierung spende. Damit war sichergestellt, dass Bärbel Cardeneo
keinen Blutspender mehr wegschicken musste, zumal manche auch selbst für
die Typisierung bezahlten oder einen Geldbetrag spendeten. Einwurf
Heidelore Kruse, DUERNBG / DUERNBG
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.33
Datum: Montag, den 09. Februar 2004
Seite: Nr.17
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
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Rheinpfalz - 09.02.2004 : Stadtteil sensibilisiert
Stadtteil sensibilisiert
Die Welle der
Hilfsbereitschaft für den an Leukämie erkrankten
Simon Wenz reißt nicht ab. Jetzt
haben sich seine Lehrer und Mitschüler in der Kottenschule und auch deren
Eltern mächtig für den Achtjährigen ins Zeug gelegt. Die Schule
organisierte eine Art von ¸¸Betriebstypisierung" am Samstag, brachte durch
gemeinsames Engagement das dafür nötige Geld auf und mobilisierte
Blutspender. Mit den Schülern, die das Schicksal eines der ihren in die
Familien trugen, wurde fast ein ganzer Stadtteil sensibilisiert. Selbst
die Meldung, dass es dem Jungen wieder schlecht geht, hatte potenzielle
Blutspender nicht - wie befürchtet - zurückgehalten, sondern die Aktion
für sie nur noch dringender gemacht.
Heidelore Kruse, DUERNBG / DUERNBG
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.33
Datum: Montag, den 09. Februar 2004
Seite: Nr.17
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Rheinpfalz - 07.02.2004 : Spender gefunden,
aber: Simon geht es zu schlecht
Spender gefunden, aber: Simon geht es zu schlecht
Transplantation unmöglich: Viele bösartige
Zellen - Typisierung läuft weiter
Es gibt eine
gute Nachricht und eine schlechte: Für den leukämiekranken Simon Wenz wurde ein potenzieller
Knochenmarkspender gefunden. Doch kann die Transplantation nicht
stattfinden, denn dem Achtjährigen geht es zu schlecht. Erst für März kann
eine Übertragung ins Auge gefasst werden. Nichtsdestotrotz läuft die große
Typisierungsaktion am 14. Februar im Stadion, denn bis März könne noch
viel passieren. Auch Corinna Wenz, Simons
Mutter, appelliert an die Menschen, sich typisieren zu lassen, denn nach
wie vor seien zu wenig Spender in der Datei erfasst.
¸¸Nein", sagte
Corinna Wenz, ¸¸die Nachrichten sind nicht so gut. Aber Simon ist ein Kämpfer." Alles sei
schon auf einen Transplantationstermin noch im Februar hingelaufen. Doch
seit Donnerstagabend stehe fest, dass Simon
nicht transplantiert werden könne. Sein Knochenmark habe sich noch einmal
verschlechtert. Zum Transplantieren seien zu viele Leukämiezellen
vorhanden. Erfahrungsgemäß seien die Ergebnisse der Übertragung
schlechter, weshalb die Ärzte sich gegen den Februar-Termin entschieden
hätten. Seit Dienstag wird Simon
in der Freiburger Uni-Kinderklinik behandelt, dort findet auch die
Transplantation statt.
Aus diesem
Grund wurde gestern mit einer weiteren Chemotherapie begonnen, berichtete
die Mutter am Telefon weiter. Sie sei anders als die bisherigen fünf
Chemoblöcke zusammengesetzt und solle die bösartigen Zellen abtöten. Nach
der fünftägigen Infusion gehe Simon
in eine dreiwöchige Erholungsphase, danach erst könne mit der
vorbereitenden Chemo für die Transplantation begonnen werden.
Seit Dienstag
¸¸haben wir volles Programm", schilderte Corinna Wenz den Klinikaufenthalt
in Freiburg. Simon werde von Kopf
bis Fuß untersucht. Als Beispiele nannte sie: EEG, Ultraschall vom Bauch,
Limbalpunktur, bei der Gehirnwasser gezogen wird, Tuberkulosetest,
Computertomografie der Lunge. Das meiste kenne Simon schon. Sie habe ihm die
momentane Situation erklärt, warum er noch nicht transplantiert werden
könne und er habe mit ¸¸Ist in Ordnung" reagiert.
Die 33-Jährige
freut sich darüber, dass in Kaiserslautern so viel getan wird, um Simon zu helfen. Auch wenn jetzt
wohl ein Spender für Simon
gefunden sei, müsse die Typisierungsaktion weiterlaufen. ¸¸Andere Kinder
haben vielleicht nicht das Glück und sterben an Leukämie", denn die
Krankheit könne jeden treffen.
Auch Bernhard
Thiele, Leiter des Instituts für Immunologie und Genetik, und Eva
Estornell-Borrull, Leiterin der Krebsgesellschaft in Kaiserslautern,
betonen: Solange die Transplantation nicht gelaufen sei, könne immer noch
etwas passieren. Bis März sei noch eine lange Zeit. Thiele: ¸¸Wir freuen
uns alle riesig, dass sich für Simon
eine Chance auftut. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben." Er
hält es für wichtig, einen guten Reservespender bereitzustellen, ¸¸denn
wenn die Zellen nicht anwachsen, sind wir da, wo wir jetzt stehen".
Estornell-Borull ergänzte, dass in der Region, eine größere Chance
bestehe, einen besseren Spender zu finden. (ita)
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.32
Datum: Samstag, den 07. Februar 2004
Seite: Nr.15
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Rheinpfalz - 07.02.2004 : Hilfen für Simon
Hilfen für Simon
Die
Kottenschule, in der der leukämiekranke Simon Wenz die zweite Klasse
besucht, veranstaltet heute von 8 bis 12 Uhr bei ihrem Elternsprechtag
auch einen Kuchenbasar. Der Erlös geht auf das Sonderkonto der Deutschen
Knochenmarkspenderdatei. Ebenfalls für den kranken Jungen ist der Erlös
des Spielfestes gedacht, das heute von 14 bis 17 Uhr in der Sporthalle des
TuS 04 Dansenberg stattfindet. Alle
Kinder zwischen vier und zwölf Jahren sind, auch wenn sie nicht Mitglied
im Verein sein, eingeladen. Während des FCK-Spiels heute gegen den 1. FC
Köln sind Mitglieder des FCK-Fanbeirats
mit Sammelbüchsen im Stadion unterwegs, um Geld für die Typisierungsaktion
zu erbitten. Die Theodor-Heuss-Grundschule
sucht noch Sachspenden und Helfer für einen Flohmarkt zugunsten von Simon. Er soll am 14. Februar
stattfinden. Kontakt: Gudrun Oeckinghaus, Telefon 0631/3606440 oder 69229.
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.32
Datum: Samstag, den 07. Februar 2004
Seite: Nr.16
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Rheinpfalz - 06.02.2004 : Hilfsbereitschaft
reißt nicht ab
Hilfsbereitschaft reißt nicht ab
Bereits etliche
Betriebstypisierungen im Vorfeld des Aktionstags für Simon Wenz gelaufen
Die
Hilfsbereitschaft für den leukämiekranken Simon Wenz reißt nicht ab: Viele
wollen einen Beitrag zur Behandlung des Jungen leisten. Etwa 100
Typisierungen hat das Institut für Immunologie und Genetik im
Westpfalz-Klinikum bereits vor dem großen Typisierungstag am 14. Februar
im Fritz-Walter-Stadion gemacht.
Alle diese
Betriebstypisierungen seien entweder von den Beschäftigten oder den
Geschäftsleitungen vorfinanziert gewesen, betonte gestern der Leiter des
Instituts, Bernhard Thiele. Er hat den Terminkalender auch in der nächsten
Woche noch voll mit Firmen, deren Mitarbeiter nicht nur Blut, sondern auch
das Geld für die Untersuchung spenden. So hat er am Mittwoch 28
Mitarbeitern des St.-Hedwig-Altenheims
mit ihrem Chef Volker Werle Blut abgenommen. Bei der Firma K.O.
Braun in Wolfstein ließen sich über 20
Personen Blut abnehmen.
Mit im Boot ist
die hämatologische und onkologische Praxis Richard Hansen, die ¸¸nebenbei"
in Betriebe geht, aber auch während der Sprechstunde Blut abnimmt.
Beispielsweise bei über 30 Mitarbeitern der Gasanstalt
oder dem Sanitätshaus Ank mit rund
40 Leuten. Die Volksbank hat mit
ihren Beschäftigten ebenfalls einen Extra-Typisierungstermin vereinbart.
Auch die Bank übernimmt die 50 Euro, die pro Blutabnahme gebraucht werden.
¸¸Vielleicht ist jemand von uns wirklich die Stecknadel im Heuhaufen",
sagte Vorstandsmitglied Karl-Heinz Reidenbach.
Daneben laufen
weiterhin Aktivitäten, um Geld für die Typisierungsaktion am 14. Februar
in der Nordtribüne des Stadions bereitzustellen. So baut C&A
am Samstag in seinem Haus in der Eisenbahnstraße eine Sektbar auf, die von
10 bis 18 Uhr offen ist. Der Erlös fließt ebenfalls auf die Sonderkonten
¸¸Hilfe für Simon und andere" der Deutschen Knochenmarkspenderdatei
(DKMS). 1500 Euro haben Mitarbeiter und Geschäftsleitung der Firma
Fuchs Lubritech in Weilerbach gespendet.
Die
Theodor-Heuss-Grundschule möchte ebenfalls
mithelfen und veranstaltet einen Flohmarkt am Samstag, 14. Februar, von 10
bis 12 Uhr. Dafür werden noch Spenden gesucht, die im Elternsprechzimmer
abgegeben werden können. Helfer werden ebenfalls noch benötigt, die am Tag
vorher von 12 bis 13 Uhr und am 14. Februar ab 8 Uhr mitorganisieren. (ita)
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.31
Datum: Freitag, den 06. Februar 2004
Seite: Nr.13
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Rheinpfalz - 05.02.2004
: Die Aktion wird einige Menschenleben retten
¸¸Die Aktion wird einige Menschenleben retten"
Der Immunologe
Bernhard Thiele über die geplante Typisierungsaktion für Simon und wie es danach
weitergeht
Die Zeit für
den leukämiekranken Simon Wenz
drängt. In internationalen Dateien wird nach einem Stammzellspender für
den Achtjährigen gesucht. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die
große Typisierungsaktion bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz in
Kaiserslautern und bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Die
Typisierungsaktion soll am 14. Februar von 10 bis 18 Uhr in der
Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions stattfinden. Federführend bei der
Blutuntersuchung ist das Institut für Immunologie und Genetik im
Westpfalz-Klinikum, das jede zehnte Blutprobe kostenlos untersucht und
damit ohne Gewinn arbeitet. Unsere Redakteurin Marita Gies sprach mit dem
Leiter des Instituts, Bernhard Thiele (48), einem promovierten Mediziner.
Zuerst die Frage aller Fragen: Wer kann sich typisieren lassen?
Jeder, der
gesund, älter als 18 und jünger als 55 Jahre ist und der an keinen
chronischen Krankheiten wie schwerem Rheuma oder chronischer Hepatitis
oder Krebs leidet. Kurzfristige Erkrankungen wie eine Erkältung spielen
keine Rolle. Übrigens muss niemand nüchtern kommen an dem Tag. Man darf
vorher essen.
Was muss ein möglicher Stammzellspender - denn
der wird ja bei einer solchen Typisierungsaktion gesucht - vorher
bedenken?
Er sollte sich
bewusst machen, dass zwar der kranke Simon
der Anlass für sein Engagement ist, er danach aber in der
Knochenmarkspenderdatei registriert ist und als Stammzellspender auch für
einen anderen Kranken infrage kommt. Der Spender muss bereit sein, sich
der Prozedur der Knochenmarktransplantation zu unterziehen. Nichts ist
schlimmer, als wenn bei dem Patienten Hoffnung aufkeimt, weil sich ein
passender Spender in der Datei befindet, und der springt dann im
entscheidenden Moment ab.
Was passiert mit den fünf Millilitern Blut,
die abgezapft werden?
Das Blut wird
mit speziellen molekularbiologischen Methoden untersucht. Wir suchen die
Muster der Gene so lange ab, bis wir erst einmal im Groben wissen, wie
viele so genannte HLA-Merkmale übereinstimmen.
Sie fahnden also nach dem ¸¸genetischen
Zwilling". Warum ist das so schwierig?
Wir haben 1200
verschiedene HLA-Merkmale in der Bevölkerung, sechs bei jeder Person. Das
ergibt etwa eine Milliarde Merkmalskombinationen. Das ist vergleichbar mit
einem Treffer im Lotto. Deshalb brauchen wir so viele Menschen, die sich
typisieren lassen. Jede Typisierung erhöht die Chance, einen Treffer zu
landen. Erfahrungsgemäß sind in der Region, in der der Patient
aufgewachsen ist, die Chancen deutlich größer.
Alle
Suchmaschinerien für Simon laufen
schon. Der Junge wird ja bereits für eine Transplantation vorbereitet.
Wenn jetzt vor der Typisierungsaktion jemand gefunden wird, der passt, was
passiert dann?
Wir sind dem
Patienten gegenüber verpflichtet, alle Suchstrategien auszuschöpfen. Auch
wenn vor dem 14. Februar ein Spender gefunden wird, müssen bei ihm noch
einmal alle Merkmale auf Übereinstimmung abgecheckt werden. Das braucht
Zeit.
Dann kann man die Kaiserslauterer
Typisierungsaktion nicht einfach abblasen?
Auf keinen
Fall. Wir wissen ja nicht, ob es überhaupt zur Transplantation kommt. Bis
dahin kann noch viel passieren. Es gibt medizinische Gründe, die den
potenziellen Spender momentan oder auf Dauer ausfallen lassen. Das
passiert immer wieder. Außerdem warten ja ganz viele andere auf eine
Knochenmarktransplantation. Diese Aktion in Kaiserslautern wird mit
Sicherheit einige Menschenleben retten. Allein in Deutschland gibt es
einige hundert Menschen, die warten.
Wie wird Simon
auf die Knochenmarktransplantation vorbereitet?
Er muss
natürlich psychologisch darauf eingestellt werden. Zudem werden vor der
Transplantation alle Blut bildenden Zellen abgetötet. Mit einer
Chemotherapie oder per Bestrahlung. Das ist eine tödliche Behandlung, wenn
danach nichts mehr passiert. Etwa, wenn der Spender seine Einwilligung
zurückzieht. Dann muss man ganz schnell einen anderen finden.
Gesetzt den Fall, es läuft alles gut mit der
Transplantation - was spielt sich danach in Simons Körper ab?
Zu dem
Zeitpunkt sind die bösartigen Zellen abgetötet, aber auch die eigenen Blut
bildenden Zellen sind zerstört. Jetzt muss man darauf hoffen, dass die
Saat der neuen Zellen aufgeht. Sie finden von alleine ihren Platz ins
Knochenmark und besiedeln es neu. Dann müssen sie anwachsen. Ein neues
Blut bildendes System und damit ein neues Immunsystem wachsen heran. Beide
sind überlebenswichtig. Bis dahin ist das Kind fast schutzlos jeder
Infektion ausgeliefert.
Was kann nach der Knochenmarktransplantation
noch schief gehen?
Das
nachwachsende Immunsystem kann gegen den Patienten reagieren. Das macht es
besonders dann, wenn die Gewebemerkmale nicht genau übereinstimmen. So
eine Reaktion kann für einen Patienten tödlich sein.
Wenn auch das gut geht: Wann weiß ich, dass
jetzt wirklich alles geklappt hat, dass der Patient eine Chance hat?
Die Chance
einer Transplantation ist besonders bei jungen Menschen hoch. Sie
überstehen erstaunlich gut eine solche physische und psychische
Extremsituation. Es gibt Etappen nach der Stammzelltransplantation, an
denen sich der Erfolg messen lässt. Nach einigen Tagen kann man
feststellen, ob im Blut neue Zellen auftreten. Man sieht quasi den Sproß
aus der Erde kommen. Ein Bäumchen wird"s erst nach einigen Wochen, wenn
die Spender-Zellen immer mehr werden und keine bösartigen Zellen
wiederkehren.
Letzte Frage: Was passiert mit den Blutproben
der Typisierungsaktion?
Am Anfang
machen wir nur Gewebetypisierungen, keinen HIV-Test, keine
Blutgruppenbestimmung oder anderes. Erst wenn jemand in die Auswahl kommt,
geht es in die Details. Von allen anderen behält man anonymisierte
Rückstellproben, um sie nachzuuntersuchen, für den Fall, dass sie für
einen anderen Patienten passen.
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.30
Datum: Donnerstag, den 05. Februar 2004
Seite: Nr.13
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Kaiserslauterer Internetzeitung - 04.02.2004 : Knochenmarkspender-Suche:
Typisierung am 14. Februar in der Nordtribüne
Knochenmarkspender-Suche:
Typisierung am 14. Februar in der Nordtribüne
Die groß angelegte
Knochenmark-Spendersuche für den leukämiekranken Simon Wenz findet am 14.
Februar von 10 bis 18 Uhr in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions
statt. Jeder Kaiserslauterer zwischen 18 und 55 Jahren, der frei von
chronischen Krankheiten ist, kann zu einer Einwilligung in die
Knochenmarkspende und zu einer kleinen Blutentnahme kommen. Die
Typisierung ist kostenlos. Allerdings kann man auch die Kosten von 50 Euro
für die Blutgewebsuntersuchung übernehmen, um die Aktion finanziell zu
unterstützen.
Rund 120 Helferinnen und
Helfer werden bereitstehen, um einen erwarteten Andrang von ein bis zwei
tausend Freiwilligen abzuwickeln. Die Teilnehmer werden zunächst
aufgeklärt und müssen in eine Knochenmark-Spende einwilligen, die auf sie
zukommen kann, wenn sie ein passender Spender sind. Birgit Platz von der
Krebsberatungsstelle hofft, dass an diesem Tag ein passender Spender für
Simon Wenz gefunden wird. In jedem Fall würden bei Aktionen dieser
Größenordnung immer drei bis fünf passende Spender für einen suchenden
Leukämiekranken gefunden, meint Frau Platz. Auch für die Zukunft sind die
Blutdaten gespeichert, so dass jeder Teilnehmer vielleicht einmal in der
Zukunft angeschrieben wird, wenn eine Knochenmarkspende benötigt wird.
Die Blutuntersuchung
bezieht sich zunächst auf ein grobes Raster von vier Gewebsmerkmalen.
Stimmen diese mit dem Blut von Simon überein, wird das Spenderblut genauer
untersucht. Um möglichst keine Abstoßung hervorzurufen, muss das
Spenderblut möglichst genau die selben Eigenschaften wie die des
Leukämiekranken haben. Nach der großen Typisierungsaktion werden die
Blutspenden auf verschiedene Labors verteilt, die unter Hochdruck die
Bluteigenschaften ermitteln. Denn für eine Transplantation bleibt bei
Simon Wenz nicht mehr viel Zeit.
Kaiserslauterer Internetzeitung, 04.02.2004
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Der Termin steht
Die Typisierungsaktion für den
Leukämie-kranken Simon wurde auf Samstag, 14. Februar, terminiert.
Von 10 bis 18 Uhr soll die Blutabnahme in der
Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions laufen. Der Termin wurde von der
Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in Tübingen und der
Krebsgesellschaft Kaiserslautern vorgezogen, nachdem klar wurde, dass das
ursprünglich geplante Datum Anfang März für Simon zu spät kommt.
Parallel dazu läuft die Suche nach einem möglichen
Knochenmarkspender für den Achtjährigen auf Hochdruck weiter. Simon ist
seit gestern wieder in der Transplantationszentrale in Freiburg, wo
bereits alle Voruntersuchungen für die Übertragung der Stammzellen laufen.
Für heute wurde beim Autohaus Rittersbacher eine
Betriebstypisierung anberaumt. Auch andere wollen helfen: So baut der
Karstadt- Betriebsrat am Samstag von 10 bis 16 Uhr eine Sektbar auf, deren
Erlös für die Aktion gedacht ist.(ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.29
Datum: Dienstag, den 04. Februar 2004
Seite: 01_LKAI
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Kaiserslauterer Internetzeitung - 03.02.2004
: Knochenmarkspender für Simon gesucht: Typisierungsaktion läuft an
Knochenmarkspender für
Simon gesucht: Typisierungsaktion läuft an
Gestern haben die ersten
Freiwilligen einer Kaiserslauterer Firma Blut gespendet für die
Typisierungsaktion, mit der ein passender Knochenmarkspender für den
leukämiekranken Simon Wenz gefunden werden soll. (Siehe unser Bericht am
27. Januar) Dem achtjährigen Patienten geht es nach mehreren
Krebsbehandlungen überraschend schlechter als gewünscht. Die
Typisierungsaktion wird daher von Anfang März auf Februar vorverlegt. Die
Knochenmarktransplantation kann nicht mehr lange warten.
Es gibt aber auch eine gute
Nachricht. Innerhalb nur weniger Tage kamen beachtliche 50.000 Euro an
Spenden zusammen, mit denen zunächst 1.000 Blutuntersuchungen und
Aufnahmen in die Spenderkartei bezahlt werden können. Je mehr Geld
zusammen kommt und je mehr Kaiserslauterer sich an der Typisierungsaktion
beteiligen, desto größer die Chance, einen passenden Knochenmarkspender zu
finden und das Leben von Simon zu retten. Die Beteiligung an der
Hilfsaktion für Simon ist groß und eint fast die ganze Stadt:
Stadtverwaltung und FCK, Vereine und Private spenden oder und stellen sich
als mögliche Knochenmarkspender zur Verfügung. Neue Geldspenden kommen von
Flohmärkten oder Benefizkonzerten. Der Aufruf zur Typisierungsaktion hängt
an den Türen von Geschäften und Kneipen in der Innenstadt. Halten Sie sich
durch die Rheinpfalz, die Website www.Hilfe-fuer-Simon.de oder unsere
Zeitung über den Termin der Typisierungsaktion auf dem Laufenden.
Spendenkonten: Konto 2709
Kreissparkasse BLZ 540 502 20,
Konto 333 344 Stadtsparkasse BLZ 540 501 10
Kaiserslauterer Internetzeitung, 03.02.2004
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Rheinpfalz - 03.02.2004 : Die ersten elf Blutspender für Simon
Die ersten elf Blutspender für Simon
Betriebstypisierung in Waldleiningen -
Krebsgesellschaft: Mit voller Kraft weitermachen
¸¸Wir hoffen,
dass schnell jemand für Simon gefunden wird", sagte gestern Heiko Moser
aus Waldleiningen. Der 35-jährige Chef des Geotechnischen Büros Moser war
mit elf Leuten der Erste, der in seinem Betrieb eine Typisierung machen
ließ und auch gleich die Kosten dafür übernahm. Unterdessen machte die
Krebsgesellschaft gestern klar, dass sie weiterhin zu Geld- und
Blutspenden motivieren will.
Bernhard
Thiele, Leiter des Instituts für Immunologie und Genetik am Klinikum, der
sich mit seinem Labor für die Typisierungsaktion zur Verfügung gestellt
hatte, fuhr zu dem Büro hin. In knapp einer Stunde war alles über die
Bühne, berichtete Moser, zu dessen eigenen acht Mitarbeitern sich noch
drei einer befreundeten Firma einfanden. Für alle elf Blutspender, denen
je fünf Milliliter Blut abgezapft wurde, übernahm Moser die Kosten von 550
Euro.
Von den 50.000
Euro, die bisher auf den beiden Spendenkonten eingegangen sind, können
1000 Leute typisiert werden. Doch: Jeder vierte Leukämie-Kranke findet
keinen passenden Spender, erklärte gestern Birgit Platz von der
Krebsgesellschaft Kaiserslautern. Ganz wichtig sei es deshalb, die Aktion
mit voller Kraft weiterzuführen. Das sei nicht nur im Sinne von Simon
Wenz, dem achtjährigen Kaiserslauterer, für den die Aktion angekurbelt
wurde, sondern im Sinne jedes Blutkrebs-Kranken.
Klar ist
mittlerweile, dass die große Typisierungsaktion vorgezogen werden muss,
weil der ursprünglich ins Auge gefasste Termin Anfang März zu spät für
Simon ist. Wie berichtet haben sich die Blutwerte des Jungen so
verschlechtert, dass die Aktion vorgezogen werden muss. Heute sollen Datum
und Raum dafür feststehen. (ita)
HIlfe für Simon
Spendenkonten
der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS): Kreissparkasse
Kaiserslautern, Konto 2709, BLZ 540 502 20; Stadtsparkasse Kaiserslautern,
Konto 333 344, BLZ 540 501 10.
MUELLEH /
MUELLEH
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.28
Datum: Dienstag, den 03. Februar 2004
Seite: Nr.13
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Rheinpfalz - 03.02.2004 : Genug gibt's nicht
¸¸Genug" gibt"s nicht
Noch kann es keine Entwarnung geben.
Zwar ist
sicher, dass 50.000 Euro ausreichen, um bei 1000 Leuten das Blut zu testen
und zu untersuchen, ob ein Knochenmarkspender für den achtjährigen Simon
dabei ist. Sicher ist aber auch: Je mehr Leute kommen und sich fünf
Milliliter von ihrem Blut nehmen lassen, desto mehr Geld wird benötigt,
desto größer sind andererseits aber auch die Chancen, dass ein Spender für
Simon und andere Menschen, die an Leukämie leiden, dabei ist.
Eine Million
potenzielle Knochenmarkspender stehen auf der Liste der Deutschen
Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in Tübingen. Trotzdem findet jeder vierte
Kranke keinen passenden Spender. Denn es ist unglaublich schwer, einen
¸¸genetischen Zwilling" zu eruieren. Das kann nur bedeuten: Je mehr Geld,
je mehr Spender, desto besser. Nicht nur für Simon.
Ein ¸¸Genug"
gibt es nicht.
Von Marita Gies,
MUELLEH / MUELLEH
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.28
Datum: Dienstag, den 03. Februar 2004
Seite: Nr.13
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Rheinpfalz - 03.02.2004 : Benefiz-Aktionen im Kreis
Hilfe für den kranken Simon
Benefiz-Aktionen im Kreis
KAISERSLAUTERN.
Die Hilfsbereitschaft für den an Blutkrebs erkrankten achtjährigen Simon
Wenz aus Kaiserslautern schlägt sich auch im Landkreis nieder.
In Otterbach
findet am kommenden Sonntag, 8. Februar, beim ¸¸Zen-Bogyo-Do"-Verein ein
Flohmarkt statt. Von 14 bis 17 Uhr werden gebrauchte Dinge zum Verkauf
angeboten. Verkauft werden kann alles von Spielsachen und Kleidung über
Kassetten und Bücher bis hin zu Geschirr und Hausrat. Der Basar findet im
Vereinsheim in der Ziegelhütter Straße statt. Der gesamte Erlös kommt
Simon zugute. Infos unter Telefon 06301/37118.
Die ¸¸Gospel
Friends" in Reichenbach-Steegen veranstalten am 8. Februar, 15 Uhr, einen
Benefiznachmittag zugunsten des an Leukämie erkrankten Kindes. Im
Maximilian-Kolbe-Haus treten der Kinder- und Jugendchor, der
Männergesangverein Reichenbach und die ¸¸Gospel Friends" auf. Außerdem
werden Gegenstände versteigert, die von Privatpersonen und Firmen zur
Verfügung gestellt werden. Der gesamte Erlös geht an die Familie von Simon
und dient der anstehenden Typisierungsaktion. (red)
DICKR / DICKR
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.28
Datum: Dienstag, den 03. Februar 2004
Seite: Nr.18
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Rheinpfalz - 31.01.2004 : Simon:
Höchste Eisenbahn für Transplantation
Simon: Typisierungsaktion wird vorverlegt
¸¸Unsere
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, damit wir die Typisierungsaktion
vorverlegen können." Für Birgit Platz von der Krebsgesellschaft
Kaiserslautern kam die Nachricht überraschend, dass der achtjährige Simon Wenz nicht mehr bis Anfang
März warten kann (wir berichteten am Samstag). Seine Mutter Corinna Wenz
hatte die RHEINPFALZ darüber informiert, dass ihr Leukämie-kranker Sohn
die Knochenmarktransplantation früher benötigt, weil sich seit der letzten
Chemotherapie wieder zu viele bösartige Zellen gebildet haben. Morgen muss
die 33-Jährige mit Simon wieder
ins Transplantationszentrum nach Freiburg, dort werden weitere
Voruntersuchungen für die Knochenmarktransplantation gemacht. Birgit Platz
will heute mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) sprechen,
damit die Typisierung früher laufen kann. ¸¸Das Geld dafür ist da", teilt
sie dann noch eine gute Nachricht mit. Denn: Auf dem DKMS-Spendenkonto
sind bereits 50.000 Euro eingegangen. Das ist ¸¸ganz toll" und reicht für
die Typisierung von 1000 Menschen, sagte Platz. Die Spendenkonten für die
Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS): ¸¸Hilfe
für Simon", Kreissparkasse
Kaiserslautern, Konto 2709, BLZ 540 502 20; Stadtsparkasse Kaiserslautern,
Konto 333 344, BLZ 540 501 10. (ita)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.27
Datum: Montag, den 02. Februar 2004
Seite: Nr.15
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Kommentar:
Die
Formulierung "Das Geld dafür ist da." wurde vereinzelt hinterfragt. Es
soll keinesfalls bedeuten, dass genug Geld da ist. Es ist nie genug
Geld für alle Typisierungen da! Lediglich das erste Etappenziel von
50.000 € für die ersten 1000 Typisierungen ist beisammen.
Bereits die Erreichung dieses Etappenzieles ist ein großartiger Erfolg für
den wir allen Beteiligten danken.
Dennoch gilt weiterhin, dass für Simon und jeden weiteren, an Leukämie
erkrankten Menschen jede weitere Spende und jeder weitere, zur Typisierung
bereite Mensch ein weiteres Stückchen Hoffnung bedeutet.
Hierbei zählt auch die Zeit, denn die Planung der Typisierungen setzt die
Kenntnis über das zur Verfügung stehende Budget voraus. Spenden Sie
bitte jetzt, statt eine Spende für später zu planen.
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Rheinpfalz - 31.01.2004 : Simon:
Höchste Eisenbahn für Transplantation
Simon: Höchste Eisenbahn für Transplantation
¸¸Es ist
höchste Eisenbahn für die Knochenmarktransplantation": Corinna Wenz hatte
gestern keine guten Nachrichten. Am Telefon erklärte sie, dass sie
zusammen mit ihrem achtjährigen Sohn Simon
nach Freiburg gebracht wurde. Dort befindet sich ein
Transplantationszentrum, in dem Mutter und Sohn gestern ein Vorgespräch
für die Operation hatten. Am Donnerstag sei im St. Annastift in
Ludwigshafen, wo Simon seit
August letzten Jahres auf der Kinderkrebsstation behandelt wird, eine
weitere Rückenmarkspunktion gemacht worden. Dabei hat sich nach den Worten
von Corinna Wenz herausgestellt, dass ¸¸das Knochenmark von Simon so schlecht" ist, dass eine
schnellstmögliche Transplantation erfolgen müsse. Seit der letzten
Chemotherapie hätten sich mehr bösartige Zellen gebildet als in dieser
Zeit tolerabel seien. In der nächsten Woche, so berichtet die 33-Jährige
weiter, müssen sie erneut nach Freiburg. Dann stünden weitere
Voruntersuchungen von Simon an.
Die Spendenkonten für die Typisierungsaktion der Deutschen
Knochenmarkspenderdatei (DKMS): ¸¸Hilfe für Simon", Kreissparkasse
Kaiserslautern, Konto 2709, BLZ 540 502 20; Stadtsparkasse Kaiserslautern,
Konto 333 344, BLZ 540 501 10. (ita)
GIESM /
GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.26
Datum: Samstag, den 31. Januar 2004
Seite: Nr.17
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Rheinpfalz - 31.01.2004 : Immer mehr kündigen Hilfsbereitschaft an
Immer mehr kündigen Hilfsbereitschaft an
Voll
eingeschlagen hat indes der Aufruf, dem achtjährigen Simon Wenz zu helfen,
der an Leukämie erkrankt ist und dringend eine Knochenmarktransplantation
braucht. Die Einsatzbereitschaft der Menschen ist überwältigend. Viele
Privatpersonen, Firmen und Vereine haben sich spontan bereit erklärt,
mitzumachen und sich Blut abzapfen zu lassen - und es werden immer mehr.
Das ist klasse! Denn mit der Zahl der Helfer steigt die
Wahrscheinlichkeit, dass Simon überleben kann.
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.26
Datum: Samstag, den 31. Januar 2004
Seite: Nr.18
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Rheinpfalz - 30.01.2004 : Homepage eingerichtet: www.hilfe-fuer-simon.de
Homepage eingerichtet:
www.hilfe-fuer-simon.de
¸¸Es ist ganz
unglaublich, was sich bewegt, was die Leute alles auf die Beine stellen":
Birgit Platz von der Beratungsstelle Kaiserslautern der Krebsgesellschaft
Rheinland-Pfalz, die die Organisation für die Typisierungsaktion für den
Leukämie-kranken Simon Wenz
übernommen hat, ist völlig von den Socken. Ihre Organisation versinke fast
in Angeboten von einzelnen Menschen, Firmen und Vereinen, die dem
Achtjährigen helfen wollen. Birgit Platz weist allerdings darauf hin, dass
Betriebe, die sich mit ihren Mitarbeitern für eine Blutuntersuchung zur
Verfügung stellen wollen, erst das Geld dafür sammeln müssen. Spontan hat
Jürgen Reincke mit seinem Computerbüro eine Homepage in Nachtarbeit
erstellt. Seit gestern ist sie unter
www.hilfe-fuer-simon.de
geschaltet. Die Motivation des Erzhütterers: ¸¸Wir haben selbst zwei
Kinder. Unser Sohn wird demnächst auch acht Jahre alt. Wenn man überlegt,
so etwas könnte einen aus heiterem Himmel selbst treffen..." Die
Internetseite enthält die RHEINPFALZ-Artikel über Simon, Wissenswertes über die
Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), über Leukämie, Kontaktadressen
und die Spendenkonten für die Typisierung. Reincke hat sich bereit
erklärt, die Seite immer wieder zu aktualisieren. Info gibt es außerdem
bei der Krebsgesellschaft im Westpfalz-Klinikum unter Telefon
0631/3110830. Die Spendenkonten lauten: Kreissparkasse Kaiserslautern, BLZ
540 502 20, Konto 2709; Stadtsparkasse Kaiserslautern, BLZ 540 501 10,
Konto 333 344. (ita)
DUERNBG / DUERNBG
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.25
Datum: Freitag, den 30. Januar 2004
Seite: Nr.15
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Kaiserslauterer Internetzeitung -
29.01.2004 : Knochenmarkspender für Simon Wenz gesucht: Neue Website
informiertKnochenmarkspender für Simon Wenz gesucht: Neue Website informiert
Kaiserslautern sucht einen
passenden Knochenmarkspender für den achtjährigen leukämiekranken Simon
Wenz (siehe Bericht vom 27. Januar). Hierzu ist vom Computerbüro Jürgen
Reincke aus eine neue Website entstanden. Die Website
www.Hilfe-fuer-Simon.de
informiert seit heute rund um die Suche nach einer Rettung für Simon.
Quelle:
Kaiserslauterer Internetzeitung
Datum: 29.01.2004
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Rheinpfalz 28.01.2004 : Viele wollen Simon helfen
Viele wollen Simon helfen
Gestern zahlreiche Anrufe bei
Krebsgesellschaft und RHEINPFALZ
Eine erste
Welle der Hilfsbereitschaft ist angelaufen. Zahlreiche Menschen haben
sich gestern bei der RHEINPFALZ und der Krebsgesellschaft
Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern gemeldet, weil sie dem achtjährigen Simon Wenz helfen wollen. Er ist - wie berichtet - an Leukämie erkrankt
und benötigt dringend eine Knochenmarktransplantation.
Zur
Vorbereitung auf die Stammzelltransplantation ist eine große
Typisierungsaktion in Kaiserslautern
geplant. Dieser Tag, an dem sich möglichst viele Menschen fünf
Milliliter Blut abzapfen lassen sollen, wird Anfang März
stattfinden. Gleichzeitig werden Geldspenden benötigt, damit die
Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die die Aktion zusammen mit der
Krebsgesellschaft durchführt, ihre Kosten decken kann.
In der
RHEINPFALZ-Redaktion gingen gestern bereits zahlreiche Anrufe und
E-Mails ein: Vereine und Firmen wollen Geld sammeln und/oder ihre
Mitglieder und Mitarbeiter für die Bluttypisierung motivieren.
Beispielsweise plant der Zen-Bogyo-Do-Verein in Otterbach einen
Flohmarkt, Karnevalvereine wollen Geld sammeln, die Fachhochschule
Kaiserslautern hat eine Spendenaktion gestartet, auch der Tus Hohenecken
will für Simon sammeln. Das DRK
hat sich bereit erklärt, bei der Typisierungsaktion zu helfen.
Opel-Mitarbeiter wollen eine Typisierungsaktion im Betrieb organisieren.
Wer helfen
will, kann sich von Montag bis Freitag zwischen 9 und 13 Uhr mit der
Krebsgesellschaft im Westpfalz-Klinikum in Verbindung setzen: Telefon
0631/3110830. (ita)
Hilfe für Simon
Spendenkonten:
Stadtsparkasse, Konto 333 344, BLZ 540 501 10;
Kreissparkasse, Konto 2709, BLZ 540 502 20.
DUERNBG /
DUERNBG
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.23
Datum: Mittwoch, den 28. Januar 2004
Seite: Nr.13
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Rheinpfalz 27.01.2004 : Suche nach
¸¸genetischem Zwilling"
Suche nach ¸¸genetischem Zwilling"
Für den an
Leukämie erkrankten Simon Wenz wird ein Knochenmarkspender
gesucht
Die Hilfe für
Simon Wenz ist angelaufen. Der Achtjährige leidet seit August an
Leukämie (wir berichteten).
Inzwischen ist klar, dass er eine Knochenmarktransplantation benötigt,
denn die fünf Chemotherapie-Blöcke schlugen fehl. Jetzt bereiten die
Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz
und die Deutsche Knochenmark-spenderdatei (DKMS)
einen Typisierungstermin für Anfang März vor. Simons Mutter, Corinna
Wenz, baut darauf, dass sich an diesem Tag möglichst viele potenzielle
Spender Blut abnehmen lassen. Außerdem werden Geldspenden benötigt.
Bei Birgit
Platz, Mitarbeiterin der Krebsgesellschaft, laufen die Fäden für die
Typisierungsaktion zusammen. Sie stellte gestern in einer
Pressekonferenz im Westpfalz-Klinikum die weitere Vorgehensweise dar.
Corinna Wenz, die 33-jährige Mutter von Simon, schilderte den bisherigen
Verlauf der bösartigen Erkrankung von der Diagnose über den kompletten
Blutaustausch bis hin zu den Chemotherapien. ¸¸Momentan geht es Simon
körperlich gut", stellte sie fest.
Zentraler
Punkt bei dem Treffen gestern war die Typisierungsaktion. Alessandro
Hämmerle von der DKMS erläuterte, der Aktionstag solle in Kaiserslautern
veranstaltet werden, denn im genetischen Umfeld der Eltern bestehe die
größte Chance, einen passenden Knochenmarkspender zu finden. Ziel der
DKMS sei es, möglichst viele Stammzellspender in die Datei aufzunehmen.
Je mehr Menschen zum Typisieren kommen, desto größer sei die
Möglichkeit, dass für Simon oder einen anderen an
Leukämie erkrankten Menschen
ein Spender gefunden werde. Die DKMS verfügt über eine Kartei, in der
eine Million potenzielle Lebensspender aufgenommen sind. Weder hier noch
in anderen weltweiten Dateien ist bisher ein ¸¸genetischer Zwilling" von
Simon gefunden worden.
Wer sich an
dem Aktionstag beteiligen will, der voraussichtlich für Anfang März
organisiert wird, muss eine Einverständniserklärung unterzeichnen, dass
die Gewebedaten seines Blutes in die Kartei aufgenommen werden dürfen.
Hämmerle stellte klar, dass die Zustimmung widerrufen werden könne,
keinesfalls eine Verpflichtung bis ans Lebensende sei.
Für den
Anfang werden fünf Milliliter Blut benötigt. Spenden kann nach den
Worten Hämmerles jeder, der zwischen 18 und 55 Jahren alt und in guter
gesundheitlicher Verfassung ist. Die Prozedur an dem Aktionstag ist bis
auf mögliche Wartezeiten in 15 Minuten erledigt.
Zur
Registrierung der neuen Spender sind dringend auch Geldspenden
erforderlich. Registrierung und die Untersuchung des Bluts auf seine
Gewebemerkmale kosteten die DKMS 50 Euro pro Kopf. Deshalb sei
unabhängig von Blutspenden auch finanzielle Unterstützung nötig.
Hämmerle machte allerdings klar, dass nicht jeder, der Blut spenden
wolle, auch 50 Euro mitbringen müsse.
Sollte jemand
als Knochenmarkspender infrage kommen, gebe es zwei Arten der
Knochenmarktransplantation, erklärte
Hämmerle weiter: Beide seien ohne Risiko.
Einmal handele es sich dabei um die klassische Methode, bei der man
Stammzellen, die ¸¸Mutterzellen" aller Blutzellen, unter Vollnarkose aus
dem Beckenknochen gewinne. Alternativ dazu werde bei etwa 70 Prozent der
Entnahmen die periphere Stammzellentnahme praktiziert, bei der ähnlich
wie bei einer Dialyse vorgegangen werde. Während bei der ersten Methode
mit einem stationären Aufenthalt von zwei bis drei Tagen gerechnet
werden müsse, handele es sich bei der peripheren Entnahme um einen
ambulanten Eingriff. Die Entscheidung darüber treffe der Arzt.
Fatal wäre
es, wenn der Spender seine Zustimmung kurz vor dem
Transplantationstermin widerrufe. Denn der Patient werde auf dieses
Datum hin vorbereitet, was unter anderem bedeute, dass sein Immunsystem
heruntergefahren werde und gleich Null ist.
Neben der
DKMS und der Krebsgesellschaft hat auch Bernhard Thiele, Leiter des
Instituts für Immunologie und Genetik am Klinikum, seine Unterstützung
zugesagt. Mit im Boot sind bisher auch die Stadtverwaltung
Kaiserslautern, der 1. FC Kaiserslautern und der Verein ¸¸Lichtblick
2000". Sie wollen für den Typisierungstag zu Blut- und Geldspenden
motivieren. (ita) Kommentar
Hilfe für Simon
Spendenkonten:
Kreissparkasse Kaiserslautern, Konto 2709, BLZ 540 502 20
Stadtsparkasse Kaiserslautern, Konto 333 344, BLZ 540 501 10.
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.22
Datum: Dienstag, den 27. Januar 2004
Seite: Nr.15
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Kaiserslauterer Internetzeitung - 27.01.2004 : Knochenmarkspender für
Simon Wenz gesucht - Große Resonanz auf "Rheinpfalz"-Aufruf
Knochenmarkspender für Simon Wenz gesucht - Große Resonanz auf "Rheinpfalz"-Aufruf
Für den achtjährigen
leukämiekranken Simon Wenz sucht Kaiserslautern im März einen
Knochenmarkspender. Nachdem mehrere Chemotherapien fehlgeschlagen sind,
hat das Kind nur noch eine Überlebenschance, wenn ein passender
Knochenmarkspender gefunden wird. In einer Datenbank mit Millionen
potentiellen Spendern wurde kein genetisch passender Mensch gefunden.
Jetzt hoffen die Ärzte, dass im Umfeld der Eltern hier in Kaiserslautern
jemand lebt, der ähnliche Erbmerkmale hat. Ein Aufruf der heutigen Ausgabe
der "Rheinpfalz" hatte im Tagesverlauf bereits ein gewaltiges Echo.
Möglichst viele
Kaiserslauterer sollen sich an einer Bluttypisierungsaktion Anfang März
beteiligen. Dafür sammeln die Organisatoren der Aktion vor allem auch
Geld, da die Typisierung einer einzelnen Blutprobe 50 Euro kostet. Wird
ein Knochenmarkspender gefunden, kann dem leukämiekranken Simon mit einer
Knochenmarkübertragung geholfen und das Leben möglicherweise gerettet
werden.
Von einer großen Resonanz
auf den Tageszeitungsaufruf von heute morgen berichtet Birgit Platz, bei
der die Fäden für die Typisierungsaktion zusammenlaufen. Viele Gruppen und
Vereine haben bereits Geld zugesagt, so vom Kuchenverkauf oder von
Karnevalssitzungen. Benötigt wird aber auch weiterhin Geld, so dass
möglichst viele Blutproben untersucht werden können. In zwei bis drei
Wochen werden Tag und Ort der Typisierung bekannt gegeben.
Dann kann jeder ohne
Anmeldung daran teilnehmen. Die Prozedur besteht zunächst in einer
Einverständniserklärung und einer Abnahme einer geringen Menge Blutes.
Alle Teilnehmer müssen bereit sein, sich im Fall, dass sie ein genetisch
ähnliches Knochenmark wie Simon haben, sich Knochenmark oder Blut in der
Klinik entnehmen zu lassen. Das kann je nach Einschätzung der Ärzte
ambulant geschehen oder auch stationär, was drei Tage dauern kann. Nähere
Auskünfte gibt hierzu auch die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz,
Beratungsstelle Kaiserslautern, unter Telefon 0631/3110830 wochentags von
9 bis 13 Uhr.
Geldspenden für die
Knochenmarkbestimmungen können überwiesen werden auf folgende Konten:
Kreissparkasse Kaiserslautern, Konto 2709, Bankleitzahl 540 502 20 und
Stadtsparkasse Kaiserslautern, Konto 333 344, Bankleitzahl 540 501 10.
Quelle:
Kaiserslauterer Internetzeitung
Datum: 27.01.2004
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Rheinpfalz 23.01.2004 : Simon kämpft um sein
Leben
Simon kämpft um sein Leben
Achtjähriger leidet an
Leukämie -
Knochenmarktransplantation nötig: Typisierungsaktion geplant
Für Simon hat
der Wettlauf ums Leben begonnen. Der Achtjährige leidet an
Leukämie, an Blutkrebs (AML), der
zu einer lebensgefährlichen Vermehrung der weißen Blutkörperchen führt.
Seit Anfang August letzten Jahres die Krankheit des Jungen entdeckt wurde,
liegt er im Krankenhaus. Inzwischen steht fest, dass er die
Leukämie nicht aus eigener Kraft
bezwingen kann. Er braucht eine Knochenmarktransplantation. Dazu muss
vorher eine Typisierungsaktion gemacht werden, bei der sich so viele
Freiwillige wie möglich fünf Milliliter Blut abnehmen lassen. Die
Schwierigkeit liegt darin, dass die genetischen Merkmale eines
potenziellen Knochenmarkspenders und von Simon fast völlig übereinstimmen
müssen.
Zurzeit wird
Simon im St.-Annastift in Ludwigshafen behandelt. Behandelt bedeutet:
Chemotherapie. Fünf Chemos hat er bereits hinter sich. Alle schlugen fehl.
Seine Mutter Corinna Wenz, die sich seit dem Ausbruch der Krankheit bei
ihrem Sohn im Krankenhaus aufhält, erzählt, wie alles anfing: In der Nacht
vom 6. auf den 7. August 2003 brachte sie Simon in die Kinderambulanz des
Westpfalz-Klinikums. Dort wurde sofort ein großes Blutbild gemacht. Das
Ergebnis war so schlecht, dass Simon und seine Mutter direkt mit dem
Krankenwagen nach Ludwigshafen gebracht wurden. Von hier ging es gleich
weiter in die Uni-Kinderklinik Heidelberg. Dort haben die Ärzte dem
Achtjährigen, der in Kaiserslautern die Kottenschule besucht, erst einmal
das gesamte Blut ausgetauscht. Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die
für die Infektabwehr und das Immunsystem zuständig sind, hatten sich auf
unglaubliche 362.000 vermehrt. Normale Werte liegen zwischen 4000 und
10.000.
Gleichzeitig
wurde mit einer leichten Chemotherapie angefangen. Die 33-jährige Mutter
kennt sich mit der bösartigen Krankheit ihres Sohnes mittlerweile fast so
gut aus wie ein Arzt. Eine Lumbalpunktion, bei der
Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit aus dem Rückenmarkskanal gezogen wird, ging
einer Knochenmarkentnahme voraus. ¸¸Die ersten vier Wochen waren ganz
schlimm für Simon", meint Corinna Wenz rückblickend.
Mittlerweile
geht es ihrem Sohn wieder ganz gut, obwohl er Fieber hatte. Die weißen
Blutkörperchen waren auf 100 abgesackt, die Immunabwehr am Boden. ¸¸Es
braucht dann nur ein Lufthauch zu kommen und er könnte sterben", schildert
sie die Gefahr. Deshalb darf niemand ohne Mundschutz zu Simon, seine
Schulkameraden oder Freunde dürfen ihn gar nicht besuchen: ¸¸Kinder
schleppen viele Krankheiten mit sich rum", sagt die Mutter.
Simon weiß
alles über sein Leiden. ¸¸Man muss ehrlich mit ihm umgehen, sonst fühlt er
sich veräppelt", spricht die Kaiserslautererin den Umgang mit der
Leukämie an. Niederschmetternd:
Ein anderer Junge mit Leukämie,
der bei ihm auf dem Zimmer lag, starb am 29. Dezember nach einer
Knochenmarktransplantation. Am 31. Dezember haben Mutter und Sohn dann
erfahren, dass auch Simon eine Knochenmarktransplantation braucht, um eine
Chance zum Leben zu haben. Das hat ihm zu schaffen gemacht. Corinna Wenz
hat ihn wieder aufgebaut, ihm erklärt, ¸¸dass der Mensch ein Individuum
ist. Wenn es bei einem Komplikationen gibt, muss das bei einem anderen
nicht sein."
Am Anfang
¸¸habe ich geheult", gibt sie zu, doch ihre ¸¸Denkweise" hat sie aufrecht
erhalten, spricht die Mutter von ihrer Art, mit der Angst umzugehen. ¸¸Es
ist mein Kind, ich muss daran glauben, dass alles gut geht. Ich muss vom
Besten ausgehen." Nicht nur Simons Leben wurde durch die schwere Krankheit
komplett auf den Kopf gestellt. Auch die 33-Jährige, die Bürokauffrau bei
der Arbeiterwohlfahrt war, musste ihr Leben total umkrempeln. Sie wohnt
seit August von Montag bis Freitag bei Simon im Krankenhaus. Bis Sonntag
fährt sie dann nach Hause, um sich ¸¸so gut es geht zu erholen". Die
geschiedene Frau hatte ihren Job gekündigt, bevor sie von der Leukämie
ihres Sohnes erfuhr, weil sie eine Weiterbildung zur Betriebsfachwirtin
machen wollte. Das hat sie gestrichen: Simon geht vor.
Für Anfang März soll die Typisierungsaktion in
Kaiserslautern organisiert werden. Corinna
Wenz hofft, dass zum einen genug Menschen kommen, die ihrem Sohn helfen
wollen. Doch vorher muss eine finanzielle Hürde überwunden werden: Pro
Kopf kostet die Untersuchung der Gewebemerkmale 50 Euro. Kosten, die die
Krankenkassen nicht übernehmen dürfen. Bei erhofften 500 bis 1000
Personen, die sich an dem Tag Blut abnehmen lassen, müssten 25.000 bis
50.000 Euro eingehen. Erst wenn das Geld da ist, können die
Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und die Krebsgesellschaft
Rheinland-Pfalz alles vorbereiten.
¸¸Hilfe für Simon"
Konto bei der Stadtsparkasse: 333 344, BLZ 540 501 10.
Konto bei der Kreissparkasse: 2709, BLZ 540 502 20.
GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.19
Datum: Freitag, den 23. Januar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
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zuletzt geändert:
23.03.2007
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Typisierungsaktion am
14. Februar ´04
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Am 14. Februar ´04 fand in Kaiserslautern eine Typisierungs-aktion
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"Hilfe für Simon und andere"KSK
Kaiserslautern
BLZ 540 502 20
Konto 2709
SSK Kaiserslautern
BLZ 540 501 10
Konto 333 344
Bei Überweisungen bis 100,00
EUR gilt der Beleg der Überweisung als Bescheinigung der Spende für das
Finanzamt. Bei Überweisungen über 100,00 EUR bitte bei der Überweisung
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ausstellen kann.
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