Hilfe für Simon
und andere

 

 

Startseite
Typisierung
Presse
Kontakt
Events
Links
Fragen

 

 

 

 Impressum

 

 

 
Presse
 
 
 
 
Das Bild zeigt den achtjährigen Simon mit seiner Mutter
vor der lebensrettenden Stammzellenübertragung..

 
 
 
 

Rheinpfalz - 29.01.2005 : Hilfe für Simon trägt erste Früchte

„Hilfe für Simon " trägt erste Früchte

Iris Schulte erste Lebensspenderin nach der DKMS-Typisierungsaktion im Fritz-Walter-Stadion

4260 Freiwillige ließen sich vor gut einem Jahr in Kaiserslautern typisieren, um dem neunjährigen Simon und anderen Leukämiepatienten zu helfen. Eine von ihnen hat inzwischen tatsächlich Stammzellen für einen Patienten gespendet und ihm damit die Chance auf Überleben gegeben. Auch für Simon Wenz konnte ein Spender gefunden werden. Dem Jungen geht es heute gut und er besucht die Schule (wir berichteten).

„Über eine Bekannte hatte ich damals erfahren, dass noch Helfer für die Typisierungsaktion gesucht wurden", erinnert sich Iris Schulte, die in Kaiserslautern wohnt und aus der Gegend um Paderborn kommt. „Ich habe spontan meine Unterstützung bei der Datenerfassung angeboten und mich dann natürlich auch selber typisieren lassen." Die 25-jährige Studentin der Raum- und Umweltplanung war eine von 2573 Menschen, die sich am 14. Februar 2004 als potenzielle Stammzellspender in die DKMS - Deutsche Knochenmarkspenderdatei - aufnehmen ließen. Zusätzlich ließen sich weitere 1686 Menschen aus der Region in den Tagen vor und nach der großen Hauptaktion in der Datei registrieren und typisieren.

Knapp 200 ehrenamtliche Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Nur ein dreiviertel Jahr später erfuhr Iris Schulte von der DKMS, dass sie als Stammzellspenderin für einen Patienten in Frage kommt. An den Tag erinnert sich die junge Frau noch ganz genau: „Das war ein kurzer Moment lang ein mulmiges Gefühl, weil ich nicht wusste, ob ich Schmerzen haben würde oder so. Aber ich dachte, eine ähnliche Situation könne auch jederzeit in der eigenen Familie vorkommen und dann wäre ich auch froh über Hilfe. Deshalb war es für mich selbstverständlich, Stammzellen zu spenden."

Überrascht sei sie gewesen, dass alles so schnell gegangen sei. In der Tat ein großes Glück, denn die Chance, in den ersten zehn Jahren nach der Registrierung tatsächlich als Spender in Frage zu kommen, liegt nur bei etwa einem Prozent. Der Grund dafür ist, dass die Gewebemerkmale des Spenders nahezu vollständig mit denen des Patienten übereinstimmen müssen, damit eine Transplantation erfolgreich durchgeführt werden kann. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Übereinstimmung ist selten. Sie liegt zwischen 1 : 20.000 und 1 : mehreren Millionen.

Fünf Tage lang spritzte sich die junge Frau einen körpereigenen hormonähnlichen Stoff unter die Haut. Dieses Medikament stimuliert die Produktion der Stammzellen, die dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. Die Spende selbst dauert vier bis fünf Stunden und wird ambulant durchgeführt. „Das hat alles super geklappt. Das Spritzen hatte ich mir schlimmer vorgestellt, als es tatsächlich war. Ich hatte zwar während der Medikamenteneinnahme leichte Schmerzen im Becken und in der Hüfte, aber ich war ja darauf vorbereitet und es überwiegt das gute und erfüllende Gefühl, einem Menschen die Chance auf Überleben gegeben zu haben', freut sich Iris Schulte. Nun hofft sie, dass „ihr Patient' alles gut übersteht und dass es ihm bald wieder gut geht.

In Deutschland reißt alle 45 Minuten die Diagnose „Leukämie' einen Menschen aus seinem Alltag und für jeden Vierten von ihnen kann kein passender Spender gefunden werden. Deshalb arbeitet die DKMS mit aller Kraft am weiteren Ausbau der Datei. Als weltweit größte Datei koordiniert die DKMS heute vier bis fünf Stammzell- oder Knochenmarkspenden pro Tag. Möglich wurde das nur durch das gemeinsame Engagement vieler: Über 1,19 Millionen Menschen haben sich aufnehmen lassen und damit ihre Bereitschaft erklärt, einem Leukämie-Patienten zu helfen. In die Datei aufnehmen lassen kann sich jeder, der zwischen 18 und 55 Jahren alt und gesund ist.

Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzische Volkszeitung
Datum: Nr.24
Datum: Samstag, den 29. Januar 2005
Seite: Nr.19

 

 
 
 

Rheinpfalz - 24.12.2004 : Simon Wenz wieder zurück im normalen Leben

Simon Wenz wieder zurück im normalen Leben

Der Neunjährige geht wieder zur Schule - Einmal im Monat Blutkontrolle

Simon zieht die Nase kraus, betitelt seine Mutter Corinna (34) als „Gruftie", weil sie seine Haare als Straßenköter-blond bezeichnet hat. Seine alte Haarfarbe war Klinsmann-blond, die Matte war glatt. Dann kam die Zeit ohne Haare, mit Baseballkappe. Jetzt sind sie wieder da, die Haare: zwar Straßenköter-blond, dafür aber lockig. Mit drei Plüschbären sitzt er auf der Couch, reiht sie auf seinen Oberschenkeln auf und schaut ihr „Geburtsdatum" im Ohr nach. Nebenbei berichtet er, dass er am nächsten Tag Erdbeermarmelade und Tunfisch mit in die Schule bringen soll, weil seine Klasse zusammen frühstücken will.

Mit anderen Worten: Simon ist gesund. Die Klappe geht gut, er ist fit und munter. Seine Leukämie ist kein Thema mehr. Zwar muss der Drittklässler noch alle vier Wochen entweder nach Ludwigshafen oder nach Freiburg in die Klinik, um sein Blut checken zu lassen. Das letzte Mal waren Mutter und Sohn am 29. November dort: Alles war gut. Simon wurde sogar schon geimpft. Mit Totimpfstoffen. Er fragt, was das ist und macht sich gleich selbst einen Reim drauf: „Ist da was dabei, wenn mich zum Beispiel eine Zecke beißt, dass die kaputt geht?" Prima Idee!

Jedenfalls: Der bösartige Blutkrebs, der Simon fast das Leben gekostet hätte, hat sich verkrochen. Seiner Mutter Corinna ist es ein Bedürfnis, allen Blutspendern zu danken, die im Februar auf den Betzenberg zur Typisierungsaktion gepilgert waren, um ihrem Sohn zu helfen. Dass so viele Leute - es kamen 2500 Menschen - für ihn da waren, macht sie auch heute noch froh. Über 300.000 Euro wurden damals für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gespendet.

Die Stammzellübertragung stand eine ganze Zeitlang auf der Kippe, denn man wusste nicht, ob jemand gefunden wird und vor allen Dingen war nicht klar, ob Simon bis dahin überhaupt überlebt. Er hat es geschafft, am 25. März wurden die Spenderzellen in der Uni-Klinik Freiburg auf Simon übertragen. Es ging ihm noch eine ganze Weile ziemlich schlecht, weil sein sowieso geschwächter Körper sich gegen die fremden Zellen wehrte. Heute ist davon keine Rede mehr.

Mutter und Sohn wollen den Spender kennen lernen. Dazu müssen sie allerdings zwei Jahre warten, so ist die Regelung, dann erst erhalten sie den Namen und die Adresse des hilfsbereiten Menschen. Simon weiß, dass sein Lebensretter 85 Kilo wiegt und männlich ist. Woher er das weiß: „Aus meiner Krankenakte." Mehr stand da allerdings nicht.

Der knapp Zehnjährige - „ich bin 9 3/4" - springt in sein Zimmer und kommt mit seiner Weihnachtswunschliste zurück. Der Zettel ist zwar nicht so groß, aber Simons Schrift ist klein, es steht einiges darauf. Allein etwa 20 DVDs: von „Top Gun" über Kästners „Fliegendes Klassenzimmer" bis zu „Ghost - Nachricht von Sam" oder „Der Indianer im Küchenschrank". Daneben wünscht sich der Pfiffikus drei Boosterpacks und eine Drachenfestung. Trotz der langen Liste bleibt Simon realistisch. Er weiß, dass er nicht alles kriegt, weil: „Das kostet." Realistisch ist Simon auch, was das Christkind angeht: „Das gibt´s nicht. Alles Märchen." Die Eltern bringen die Geschenke. So sieht´s aus! Nichtsdestotrotz freut er sich auf Weihnachten, das er zum Bedauern seiner Mutter bei seinem Vater verbringt.

In seinem Zimmer hat er klar Schiff gemacht, schweren Herzens hat Simon Spielsachen ausgemistet, für die er zu groß geworden ist oder mit denen er nicht mehr spielt. Sie gingen alle zu den kranken Kindern im Ludwigshafener St. Annastift, in dem auch Simon betreut wurde und wird. Deshalb ist jetzt in seiner Bude Platz für neue Spielsachen. Er schnappt sich eine kleine Armbrust, zielt auf die Scheibe, kündigt „mitten auf die 12" an und schießt mitten auf die 12.

Auch seine Mutter Corinna ist wieder im normalen Leben angekommen. Als Simon im August 2003 krank wurde, hat sie sich nur noch um ihn gekümmert. Arbeiten war nicht. Die Bürokauffrau war Tag und Nacht bei ihrem Sohn. Seit Dezember hat sie einen neuen Job gefunden, arbeitet in Kaiserslautern in einem Architekturbüro. Simon geht nach der Schule zu Oma und Opa, die zwei Häuser weiter wohnen. Die Oma kocht. „Ich esse viel gern. Pilze hasse ich."

In der Schule hat der kleine Schlaumeier keine Probleme, obwohl er durch die Leukämie das ganze zweite Schuljahr plus drei Wochen von der dritten Klasse verpasst hat. Mathe und Deutsch macht er am liebsten, sagt er. Seit kurzem hat er auch Englisch. Kostprobe gefällig? „No risk, no fun", kommt es wie aus der Pistole geschossen.

Eine große Liebe hat der Lockenkopf ebenfalls. Andrea heißt sie und er kennt sie seit der Vorschule. Seit drei Jahren: „Krass, oder?" Beide schreiben sich Liebesbriefe per E-Mail. Simon kriegt ein bisschen rote Ohren vor Verlegenheit, doch dann muss er dringend zur Oma, die Erdbeermarmelade holen. Corinna Wenz, die immer noch ein bisschen ängstlich wegen seines Immunsystems ist, will ihm über die Jacke noch einen Schal um den Hals binden. Denn Simon meint, „dass er bei der Kälte nackig rausgehen muss". Simon nickt: „Muss ich." Er stopft sich Kopfhörer in die Ohren, die Musik scheppert, weg ist er. Ohne Schal. (Marita Gies)

Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzische Volkszeitung
Datum: Nr.300
Datum: Freitag, den 24. Dezember 2004
Seite: Nr.17
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 08.09.2004 : Zappelig, quirlig und locker-flockig

Zappelig, quirlig und locker-flockig

Der neunjährige Simon Wenz ein halbes Jahr nach der Stammzellübertragung

Er hat harte Zeiten hinter sich. Doch wenn man ihn hört, wenn man in sein Lausbubengesicht schaut, möchte man es kaum glauben. Locker-flockig gehen ihm die Sprüche von den Lippen. Simon Wenz, mit dem halb Lautern um sein Leben gebangt hat, ist ein halbes Jahr nach der Stammzellübertragung fit wie ein Turnschuh. Am Freitag erst war der Neunjährige wieder in der Uni-Klinik Freiburg, wo ihm Ende März die Spenderzellen übertragen wurden. Seitdem geht es aufwärts. Die Leukämie, der bösartige Blutkrebs, wird in Schach gehalten. Die Ärzte waren zufrieden.

Auch die Haare wachsen wieder, die Baseballkappe, die seine Chemo-Blöße verdeckte, wird nicht mehr gebraucht. Simon hat jetzt Locken, brünette Locken, vorher war sein Kopfbewuchs blond und glatt, erzählt seine Mutter Corinna und wundert sich noch über die Verwandlung. Ihren Sohn hält es derweil kaum auf dem Stuhl. Zappelig und quirlig hat er keine Lust, irgendwelche Fragen zu beantworten. Wie es ihm geht? ¸¸Gut." Was er hatte? ¸¸Blutkrebs. AML." Die Abkürzung steht für ¸¸akute myeloische Leukämie". Simon gibt zu: ¸¸Am Anfang habe ich nicht durchgeblickt, was ich hatte." Und er sagt, dass es Zeiten in dem langen Jahr in den Kliniken in Ludwigshafen und Freiburg gab, in denen er ¸¸aufgeben" wollte. Warum? ¸¸Weil"s so anstrengend war." Was? ¸¸Alles."

An dem großen Tag der Stammzellübertragung - man wusste anfangs nicht, ob es Simon bis dahin überhaupt schafft - standen alle unter Hochspannung. Sein Leben stand auf dem Spiel. Simon bekam 41,7 Grad Fieber. ¸¸Da hört das Thermometer auf", versucht seine Mutter, die Angst wiederzugeben, die sie empfunden hat. Und auch Simon weiß noch genau, wie dreckig es ihm direkt nach der Stammzellübertragung am 25. März ging. ¸¸Ich wollte nicht mehr reden. Ich habe keine Kraft gehabt."

Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Simon will runter gehen, Fußball spielen. Selbst für den Hausunterricht, den er momentan noch bekommt, hat er kaum Geduld. In Deutsch lernt er gerade den Gebrauch von Pronomen und in Mathe: ¸¸Keine Ahnung." In die Schule ginge er zwar lieber, aber bis dahin wird"s eventuell Oktober. Simon muss nach wie vor vorsichtig sein, denn sein Immunsystem ist noch nicht ganz so stabil, die Ansteckungsgefahr bei so vielen Kindern zu groß. Doch seine Klappe geht wie geschmiert, auf den Mund gefallen ist er nicht. Als Corinna Wenz ihren Sohn ermahnt, den Tisch nicht dauernd mit den Füßen zu malträtieren, weil man von dem Lärm einen Dachschaden bekommt, kontert er cool: ¸¸Lieber du als ich."

Seit der Neunjährige in Köln den Basketballspieler Dirk Nowitzki in seiner vollen Länge von 2,14 Meter gesehen hat, isst er Joghurt. Denn er hat den deutschen NBA-Star gefragt, wie man so groß wird und der hat ihm gesagt: ¸¸Bananen und Joghurt essen." Bei aller Sportbegeisterung will der Schüler der Kottenschule lieber Arzt werden oder Musiker: ¸¸Ich werde Böhse-Onkelz-Nachfolger", verkündet er strahlend seiner aufstöhnenden Mutter, die beschwichtigend ergänzt: ¸¸Er hört auch gerne Pur."

Für die Mutter des künftigen Rockstars, deren 34. Geburtstag mit Simons Stammzellübertragung zusammenfiel, hat die Blutkrebs-Diagnose ebenfalls das Leben auf den Kopf gestellt. Kurz, bevor die Ärzte die Leukämie feststellten, hatte sie ihren Job als Bürokauffrau bei der Arbeiterwohlfahrt aufgegeben, um eine Weiterbildung zu absolvieren. Ihre Kündigung und der Krankheitsbeginn fielen im August 2003 fast zusammen. Danach lebte die geschiedene Frau mit Simon in den Kliniken in Ludwigshafen und Freiburg. Nur übers Wochenende kam sie nach Hause, wenn Simons Vater sie ablöste. ¸¸Ich bin froh, dass das Jahr vorbei ist, dass er es gepackt hat", blickt sie zurück, verhehlt jedoch nicht, dass sie ¸¸immer noch ein bisschen Angst" um Simon hat.

Auch ihre Zukunft ist noch unklar. Corinna Wenz nimmt zurzeit an einer täglichen EDV-Trainingsmaßnahme teil, die über die Agentur für Arbeit läuft. Teilweise handelt es sich dabei um eine Auffrischung ihres Wissens über Word, Excel, Internet & Co., teilweise lernt sie dazu.

Doch bevor sie sich ganz auf einen neuen Job einlassen kann, steht eine vierwöchige Reha für Simon an. Mitte Oktober fahren Mutter und Sohn nach Sylt in eine Spezialklinik zur onkologischen Nachsorge. ¸¸Die passt fast genau in die Herbstferien." Danach kann das Leben normal weitergehen - fast normal: Denn alle zwei Wochen müssen die Beiden auch weiterhin zur Blutkontrolle nach Ludwigshafen oder Freiburg. Immerhin: Simon darf wieder die Kottenschule besuchen, seine Mutter kann sich auf die Jobsuche konzentrieren. (ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.209
Datum: Mittwoch, den 08. September 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 10.08.2004 : 306000 Euro für Leukämiekranke

306000 Euro für Leukämiekranke

¸¸Phänomenal" nannte Alessandro Hämmerle von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in Tübingen die Summe, die im Zusammenhang mit dem leukämiekranken  Simon  Wenz aus Kaiserslautern für die Typisierungsaktion gespendet wurde: 306.799 Euro seien in kürzester Zeit zusammengekommen. Am Tag der Bluttypisierung in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions am 14. Februar seien bereits 14.452 Euro gegeben worden. Vor und nach dem Aktionstag kamen weitere 292.347 Euro zusammen. Am Aktionstag haben sich nach Hämmerles Worten 2573 Stammzellspender in die Knochenmarkspenderdatei aufnehmen lassen, vorher und nachher seien es weiter 1687 gewesen, so dass die Datei um 4260 Spender reicher geworden sei. Hämmerle hob besonders auch das Engagement der Firmen hervor, die sich mit Mitarbeitertypisierungsaktionen engagiert hätten. Die letzten Typisierungen seien Mitte Juli bei der Bahntechnik AG gemacht worden. Der Einsatz der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz und des Instituts für Immunologie und Genetik von Bernhard Thiele sei vorbildlich gewesen. Die bisherigen Befunde seien mit 213.000 Euro aus dem Spendengeld finanziert worden. Mit dem Überschuss würden andere Typisierungsaktionen bezuschusst, erklärte der Mitarbeiter das DKMS-System. Jede Aktion, die einen Überschuss an Geld habe, unterstütze andere Typisierungsaktionen, für die es mehr Blutspender als Geldspenden gebe. Andernfalls müssten hier die Blutspender nach Hause geschickt werden, denn jede Blutbestimmung kostet etwa 50 Euro. (ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.184
Datum: Dienstag, den 10. August 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 
 
 

Rheinpfalz - 03.08.2004 : Der große Dirk und der kleine Simon

Der große Dirk und der kleine Simon

¸¸Wünsch dir was" erfüllt dem Neunjährigen seinen Wunsch den Basketball-Star Nowitzki zu treffen

Eigentlich hätte es Brad Pitt oder Julia Roberts sein sollen. Simon Wenz, der neunjährige leukämiekranke Junge aus Kaiserslautern, durfte dem Verein ¸¸Wünsch dir was" aus Köln einen Herzenswunsch nennen. Weil ihm seine Mutter Corinna klar machte, dass es utopisch ist, die beiden amerikanischen Filmstars zu bekommen, war es dann der Superstar des Basketballs, Dirk Nowitzki, den sich der sportbegeisterte Simon aussuchte. Gestern kam es in Köln zur Begegnung zwischen dem großen Dirk und dem kleinen Simon.

Im Blitzlichtgewitter: 2,13m beugen sich zu 1,28m hinab. Dirk Nowitzki gibt Simon Wenz ein Autogramm aufs Trikot.Simons erste Frage an den 2,13 Meter großen Topspieler: ¸¸Wie wird man so groß?" Die Antwort: ¸¸Viel Bananen und Joghurt essen." Eine halbe Stunde hatte der 1,28 Meter große Simon Zeit, sich mit dem Basketball-Crack, der in den USA bei den Dallas Mavericks als Spieler unter Vertrag steht, in der Köln-Arena zu treffen. Blitzlichtgewitter begleitete die Begegnung mit dem 26-Jährigen, der Simon ein Trikot schenkte, das er auch gleich signierte.

Schon morgens konnte Simon mit seiner Mutter dem Training der deutschen Basketball-Nationalelf in der Arena zuschauen, denn am Mittwoch treten die Deutschen gegen das Dream Team der USA an. Selbst Corinna Wenz schwärmte beeindruckt von Dirk Nowitzki: ¸¸Jeder Wurf ein Treffer." Eineinhalb Stunden dauerte das Training der Deutschen.

Bereits am späten Sonntagnachmittag waren Mutter und Sohn mit dem Auto in die Stadt am Rhein gefahren, wo sie in einem Hotel in der Nähe der Köln-Arena übernachteten. Gestern am späten Nachmittag kehrten sie nach Kaiserslautern zurück.

Dass Simons Wunschtraum erfüllt wurde, hat er dem Verein ¸¸Wünsch dir was" zu verdanken, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Freude in das Leben schwerkranker Kinder zu bringen. Die ehrenamtlichen Mitglieder setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um den Herzenswunsch der Kinder zu erfüllen. Simon war vor einem Jahr an Blutkrebs erkrankt. Im März wurden ihm in Freiburg Spenderzellen übertragen. Bereits im Februar lief im Fritz-Walter-Stadion eine Blut-Typisierungsaktion, zu der 2500 Menschen kamen (wir berichteten). (ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.178
Datum: Dienstag, den 03. August 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 
 
Rheinpfalz - 22.05.2004 : Simon endgültig aus Klinik entlassen

Simon endgültig aus Klinik entlassen

Simon Wenz, der im August letzten Jahres schwer an Leukämie erkrankte, ist seit Dienstag ganz offiziell aus der Freiburger Uni-Kinderklinik entlassen worden. Seine Mutter Corinna Wenz hofft, dass seine Blutwerte weiterhin stabil bleiben. Dabei ist sie sich durchaus bewusst, dass noch mindestens ein bis zwei Jahre die Gefahr einer Rückkehr des Blutkrebses besteht. Der Neunjährige muss deshalb immer wieder stationär zur Kontrolle ins Ludwigshafener St. Annastift und zu Rückenmarkspunktionen nach Freiburg. Dabei sehen die Ärzte unter anderem, ob die Krebszellen zurückkommen. Simon muss weiterhin einen Mundschutz tragen und kann nur bedingt ins Freie. Er muss viel trinken, damit Leber und Nieren durch die starken Medikamente keinen Schaden nehmen, erzählt seine Mutter. Da Simon auch im Krankenhaus unterrichtet wurde, denkt Corinna Wenz, dass er nach den Sommerferien wieder in seine alte Klasse aufgenommen werden kann. Bis dahin soll er von einem Hauslehrer unterrichtet werden. Simon käme dann ins dritte Schuljahr, das zweite hat er komplett in Krankenhäusern verbracht. (ita)

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.118
Datum: Samstag, den 22. Mai 2004
Seite: Nr.17
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

17.05.2004 BOXEN: Gestriges Benefiz-Pokalturnier des 1. FCK ein schöner Erfolg -
                 1710 Euro für die Behandlung von Simon Wenz

zu den Berichten
 

 
 
 

Rheinpfalz - 15.05.2004 : Mit Brockelbohnen Heimkehr gefeiert

Mit Brockelbohnen Heimkehr gefeiert

Simon und Corinna Wenz gestern aus Freiburg zurückgekehrt - Nächste Woche richtige Entlassung

¸¸Er rennt schon rum", freute sich seine Mutter gestern, kurz nachdem sie mit ihrem Sohn Simon aus der Freiburger Kinder-Uniklinik zu Hause in Kaiserslautern eingetroffen war. Das Auto war voll gepackt bis unter die Halskrause, denn Corinna Wenz hat alles, was sie in den vergangenen Wochen in Freiburg gebraucht hat, mitgebracht. Nur noch ein paar Klamotten sind dort, denn sie hofft, dass ihr Sohn in der kommenden Woche endgültig aus dem Isolierzimmer entlassen wird. Simon war - wie berichtet - im August vergangenen Jahres an Leukämie erkrankt. Am 25. März, am 34. Geburtstag seiner Mutter, waren dem Neunjährigen die Spenderzellen übertragen worden.

Bei der Rückkehr von Mutter und Sohn hatte die Oma schon gekocht. Simon hatte sich Brockelbohnen und Kartoffeln gewünscht. Der Wunsch war der Oma natürlich Befehl, zumal Simon durch die schwere Krankheit nicht unbedingt Speck auf die Rippen bekommen hat. Inzwischen wiegt er wieder 24 Kilo. Für abends hat er sich gewünscht, mit seiner Mama zu kuscheln, verrät Corinna Wenz. Denn in dem Isolierzimmer in Freiburg durfte sie nicht zu ihm ins Bett.

Heute muss Simon zwar schon wieder in Freiburg antreten, doch Corinna Wenz ist zuversichtlich, dass er Anfang nächster Woche entlassen wird und nur noch zur Kontrolle in den Schwarzwald muss. Die nächste Knochenmarkpunktion steht am 24. Mai an. Das Ergebnis der letzten war ermutigend. Die Zahl der Leukozyten - die weißen Blutkörperchen, die normalerweise Krankheitserreger abwehren - liege im Mittelmaß. Die roten Blutkörperchen seien auch okay, Krebszellen sind ¸¸im Moment keine da", stellt sie erleichtert fest und fügt seufzend an: ¸¸Hoffentlich bleibt das so." Nach der ersehnten Entlassung in der nächsten Woche soll Simon in Ludwigshafen stationär weiterbehandelt werden, glaubt die Bürokauffrau.

Simon und Corinna Wenz waren, seit der bösartige Blutkrebs im August 2003 entdeckt wurde, fast ununterbrochen in Ludwigshafen und Freiburg im Krankenhaus. Die Lautererin fuhr lediglich kurz übers Wochenende in ihre Wohnung, um sich etwas von den Strapazen zu erholen. In der Zeit übernahm ihr geschiedener Mann die Betreuung. Die 34-Jährige hatte vor der Erkrankung ihres Sohnes ihren Job als Bürokauffrau bei der Arbeiterwohlfahrt gekündigt, weil sie eine Weiterbildung zur Betriebsfachwirtin machen will.

Marita Gies
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.113
Datum: Samstag, den 15. Mai 2004
Seite: Nr.17
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 15.05.2004 : Krankes Kind wieder daheim

Simons Blutwerte inzwischen gut

Krankes Kind wieder daheim

KAISERSLAUTERN (ita). Simon Wenz, der im vergangenen August an Leukämie erkrankte Neunjährige aus Kaiserslautern, ist gestern mit seiner Mutter aus der Uni-Klinik in Freiburg zurückgekehrt.

Ihm waren am 25. März Spenderzellen übertragen worden. Seine Blutwerte sähen inzwischen gut aus, sagte seine Mutter Corinna Wenz. Zwar muss der Junge heute noch einmal ins Transplantationszentrum zurück, doch Corinna Wenz rechnet damit, dass ihn die Ärzte in der nächsten Woche ganz entlassen. Dann, so sei angedeutet worden, müsse er nur noch tageweise zur Kontrolle ins Ludwigshafener St.-Annastift, wo er auch vor seinem ¸¸Umzug" nach Freiburg behandelt worden war. Die Stammzelltherapie ist für den Neunjährigen die einzige Chance auf Heilung. Um passende Spenderzellen zu finden, hatte die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am 14. Februar eine Typisierungsaktion im Fritz-Walter-Stadion organisiert, bei der sich etwa 2500 Menschen Blut abnehmen ließen.

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.113
Datum: Samstag, den 15. Mai 2004
Seite: Nr.16
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 27.04.2004 : Reelle Chance

Reelle Chance

Noch ist es zu früh zum Frohlocken. Doch wenn es so weitergeht, könnte alles wieder gut werden. Im Moment deuten alle Anzeichen darauf hin, dass Simon eine reelle Chance hat, seinen Blutkrebs zu besiegen, dass ihm die gespendeten Stammzellen das Leben retten könnten. Noch liegt der Neunjährige in der Freiburger Uni-Kinderklinik. Seit knapp neun Monaten ringt der Junge mit der tödlichen Krankheit. Zusammen mit seiner Mutter, erst in Ludwigshafen, dann in Freiburg, hat er den Kampf gegen seine bösartige Erkrankung aufgenommen. Und zwischendurch stand es schon ganz schlecht um ihn. Jetzt darf wieder gehofft werden. Zum Frohlocken ist es noch zu früh.

Von Marita Gies

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.98
Datum: Dienstag, den 27. April 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 27.04.2004 : Simon: Zellen wachsen an

Simon: Zellen wachsen an

Mutter: Sieht ganz gut aus

¸¸Es sieht ganz gut aus", sagte gestern Corinna Wenz am Telefon in der Freiburger Uni-Kinderklinik. Tag 32 wurde gestern seit der Stammzellübertragung bei ihrem neunjährigen Sohn geschrieben. Die neuen Spenderzellen, die dem leukämiekranken Simon am 25. März transfundiert worden sind, wachsen offenbar im Knochenmark an. Am Wochenende lag die Zahl der Leukozyten, der weißen Blutkörperchen, bei über 10.400, was im Bereich des Normalen sei. Zwar sei Simon insgesamt guten Mutes, wenngleich er im Moment wieder etwas deprimiert und zaghaft sei. Doch der Arzt sei mit seinem Gesundheitszustand zufrieden, erklärte Simons Mutter gestern.

Seit über einer Woche esse er wieder normal, sie koche in der Klinikküche selbst für ihren Sohn. Zusätzlich würden ihm über einen Katheter unter anderem noch Fette zugeführt. Momentan habe er wieder etwas Temperatur und leide immer noch unter Magen- und Darmkrämpfen. Doch schaue er auch wieder Fernsehen und spiele mit dem Gameboy. In der vergangenen Woche waren Mutter und Sohn bereits im Rollstuhl im Klinikpark unterwegs. Simon musste für den ¸¸Ausflug" einen speziellen Mundschutz tragen. Ansonsten liege er weiterhin in dem Isolierzimmer, in dem ihn Corinna Wenz jeden Tag betreut, und schlafe viel.

Der Junge leidet seit August letzten Jahres an der bösartigen Blutkrankheit, bei der es nur durch eine Stammzelltherapie die Chance auf eine Heilung gibt. Da in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) kein passender Spender registriert war, organisierte die DKMS mit der Deutschen Krebshilfe Kaiserslautern für den 14. Februar eine Typisierungsaktion in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions, bei der sich etwa 2500 Menschen Blut abnehmen ließen. Simons Stammzellenspender stammt allerdings aus einer anderen Aktion, so dass am 25. März in Freiburg die Übertragung der Blutstammzellen stattfand. Corinna Wenz rechnet damit, dass sie mit Simon noch wenigstens den Mai über in der Freiburger Transplantationsklinik bleiben muss. (ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.98
Datum: Dienstag, den 27. April 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 07.04.2004 : Simon: Weiter heißt es warten

Simon: Weiter heißt es warten

¸¸In zwei Wochen weiß man mehr", sagte gestern Corinna Wenz, die bei ihrem Sohn Simon im Isolierzimmer in der Freiburger Uni-Kinderklinik saß. Am 25. März war bei ihrem leukämiekranken Kind eine Stammzell-Transplantation gemacht worden. Jetzt muss man abwarten, ob die neuen Zellen sich an seinem Knochenmark behaupten können und nicht abgestoßen werden. Am Dienstag, so berichtete seine Mutter, habe das Blut des Neunjährigen 1400 Leukozyten (weiße Blutkörperchen) gehabt, die unter anderem für die Immunabwehr zuständig sind. Das sei eigentlich ein guter Wert, doch könne der Körper immer noch mit Abstoßung reagieren. Simon habe noch bis zu 39 Grad Fieber, was allerdings normal sei, wenn die Blutbildung einsetze, habe ihr die Ärztin erklärt. Er sei sehr geschwächt, schlafe viel und habe am ganzen Körper einen Ausschlag. Sein Entzündungswert im Körper sei angestiegen, Schatten auf seiner Lunge könnten von einer leichten Lungenentzündung herrühren. Simon müsse eine Sauerstoffmaske tragen und werde intravenös ernährt, schilderte Corinna Wenz einige Aspekte des Krankheitszustands ihres Sohn, der seit der Stammzellübertragung in einem Isolierzimmer liegt. (ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.83
Datum: Mittwoch, den 07. April 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 
 
 

Rheinpfalz - 26.03.2004 : Corinna Wenz: Es sieht ganz gut aus

Corinna Wenz: ¸¸Es sieht ganz gut aus"

¸¸Es sieht ganz gut aus": Kurz vor 19 Uhr gestern Abend gab Corinna Wenz aus der Kinder-Uniklinik Freiburg am Telefon fürs Erste Entwarnung. Die Stammzellübertragung bei ihrem Sohn Simon lief ohne Probleme. Kurz nach 16 Uhr sei mit der Übertragung der Spenderzellen begonnen worden. Gedauert habe die Prozedur, mit der die Leukämie besiegt werden soll, bis gegen 18 Uhr. Die Mutter war die ganze Zeit bei ihrem Sohn, auch der Vater ist seit einer Woche in Freiburg, hat sich für die Transplantation Urlaub genommen. Die Ärzte schauten fortlaufend nach Simon, seien bis jetzt zufrieden, schilderte Corinna Wenz. Simon sei sehr müde und geschlaucht, habe auch 39,6 Grad Fieber. Zwar schaue er Fernsehen, sei aber nicht sehr gesprächig, es fielen ihm immer wieder die Augen zu. Er habe zugegeben, dass er Angst habe, weil kurz nach Weihnachten ein anderer Junge bei Simon im Zimmer gestorben sei. Philipp, so hieß der kleine Bettnachbar, hat die Stammzelltherapie nur etwa zwei Wochen überlebt. Die Tage bis gestern, bis zu der Stammzelltransfusion, seien sehr schlimm gewesen, bekannte Corinna Wenz, die gestern Geburtstag hatte. Doch auch die nächste Zeit werde hart. Sie rechnet unter anderem damit, dass Simon starke Schmerzen bekommt, die mit Morphin bekämpft würden. Jetzt komme viel auf die nächsten ein, zwei Wochen an: ¸¸Dann sieht man, ob die neuen Zellen anwachsen." (ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.73
Datum: Freitag, den 26. März 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 
 
 

Rheinpfalz - 25.03.2004 : Nervosität wächst: Heute ist der Tag 0

Nervosität wächst: Heute ist der Tag 0

Am Nachmittag läuft die Stammzellübertragung bei leukämiekrankem Simon - Strenge Isolation

Heute ist der Tag 0. Heute Nachmittag wird Simon im Transplantationszentrum der Freiburger Uni-Kinderklinik die Spenderzellen erhalten. Wenn alles gut geht und er die Stammzelltherapie übersteht, können Simon und Corinna Wenz wieder aufwärts zählen. Die ganzen, langen Monate haben die Beiden auf den Tag 0 hin gezählt: noch drei Tage, noch zwei, noch einer. Heute ist er da, der Tag 0.

Trotzdem geht es Corinna Wenz und ihrem neunjährigen Sohn, der im August vergangenen Jahres an Leukämie erkrankt ist, nicht so gut. Beide haben auf den heutigen Tag hingearbeitet, alle Energie, alle Kraft war auf den Tag 0 ausgerichtet. Doch die Anspannung steigt, die Nervosität wächst, bekannte Corinna Wenz gestern. Noch in der vergangenen Woche freute sie sich, denn sie hat heute ihren 34. Geburtstag. Und der 25. März könnte auch Simons Geburtstag werden, sein zweiter - wenn die Stammzellen anwachsen.

Bei Simon wurde am vergangenen Donnerstag mit der so genannten Konditionierung begonnen. Diese hoch dosierte Chemotherapie, die das Knochenmark vor der Transplantation völlig zerstören soll, hat Simon geschwächt. Er fühlte sich gestern Morgen nicht sehr wohl, sagte seine Mutter. Am Dienstag musste er Sauerstoff bekommen, weil sein Körper unter anderem mit Fieber und Schüttelfrost auf die aggressiven Medikamente reagiert hat. 39,5 Grad zeigte das Fieberthermometer am Dienstag, gestern sank die Temperatur auf 38,4. ¸¸Er fühlt sich schwach", gab Corinna Wenz die Worte Simons wieder. Sie fügte besorgt hinzu: ¸¸Ich bin nicht gewöhnt, dass er nicht mit dem Gameboy spielt."

Die Stammzellen, Mutterzellen für alle Blutzellen und für alle Zellen des Immunsystems, werden bei der Stammzelltherapie intravenös übertragen, erläuterte Professor Hartmut Link, Onkologe und Hämatologe am Westpfalz-Klinikum, das medizinische Verfahren. Die Therapie sei einer Bluttransfusion ähnlich. Den Weg ins Knochenmark finden die Spenderzellen, eine farblose Flüssigkeit von etwa 200 Kubikzentimetern, anschließend allein.

Nach der Übertragung, die etwa eine Stunde dauert, sollen die neuen Zellen ¸¸reifen und wachsen", wie Link weiter erläuterte. ¸¸Das ist ähnlich wie beim Grassäen." Nur viel komplizierter. Läuft alles positiv, können die neuen Zellen zwei bis drei Wochen nach der Stammzelltherapie im Blut und im Knochenmark nachgewiesen werden.

Die Konditionierung vor der Transplantation soll dazu beitragen. Sie löscht das Immunsystem des Empfängers aus, damit das Transplantat nicht abgestoßen wird. Nach den zwei bis drei Wochen ist die Blutbildung wieder da, bis sich das Immunsystem vollständig etabliert hat, kann es mehrere Monate dauern, schilderte der Chefarzt den weiteren Verlauf.

Diese ganze Zeit ist nach seinen Worten nicht ungefährlich, denn es kann zu ¸¸unkontrollierten, starken Reaktionen kommen". Simon wird Bluttransfusionen brauchen und eventuell eine Ernährung über Katheter, wie Link weiß. Er muss Medikamente nehmen, um die Immunreaktion kontrollieren zu können. Außerdem muss mit Infektionen gerechnet werden.

Über die ganzen Wochen wird der Neunjährige deshalb streng isoliert. Simons Zimmer wurde gestern und vorgestern komplett gereinigt. So lange war der Neunjährige ausquartiert, gestern Nachmittag wurde er in sein Zimmer zurück ¸¸geschleust". Auch danach muss alles steril gemacht werden: Spielsachen oder Kleider - alles gesäubert, gewaschen, in Plastikfolie eingeschweißt. Zugang zu dem Transplantationsraum haben nur seine Eltern und Großeltern, für die genau so penibel Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Corinna Wenz rechnet damit, dass sie und ihr Sohn nach der Transplantation noch drei bis vier Wochen in dem Isolierzimmer bleiben müssen. Auch sie weiß, dass ihr Sohn nach der Übertragung ¸¸mit ganz vielen Reaktionen des Körpers" zu kämpfen hat.

Um wie viel Uhr die Transplantation heute läuft, wusste Corinna Wenz gestern noch nicht. Klar war nur, dass die Spenderzellen am Nachmittag in Freiburg eintreffen.

GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.72
Datum: Donnerstag, den 25. März 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 20.03.2004 : Simon: Termin für Transplantation steht

Simon: Termin für Transplantation steht

Der Termin für die Stammzelltransplantation bei Simon steht: Tag Null ist der nächste Donnerstag. Tag Null deshalb, weil ab dann aufwärts gezählt wird, sagte gestern Corinna Wenz im Telefongespräch mit der RHEINPFALZ. Die 33-Jährige befindet sich seit Montag wieder mit ihrem neunjährigen leukämiekranken Sohn in der Kinder-Uniklinik in Freiburg. Am Donnerstag sei im Transplantationszentrum mit der Konditionierung begonnen worden. Das bedeutet, dass mit verschiedenen hoch dosierten Chemo-Medikamenten die bösartigen Zellen, aber auch das Knochenmark zerstört wird. Corinna Wenz ist froh, dass es ihr Sohn so weit geschafft hat. Der Tag der Stammzellübertragung, der 25. März, ist ihr 34. Geburtstag und ¸¸wenn alles klappt, Simons zweiter Geburtstag". Am vergangenen Dienstag wurde eine weitere Knochenmarkpunktion gemacht, sagte die Mutter, die wieder ein positives Ergebnis gehabt habe, was die Krebszellen angehe. (ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.68
Datum: Samstag, den 20. März 2004
Seite: Nr.17
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 
 
 

Rheinpfalz - 13.03.2004 : Simon: Kaum noch Krebszellen im Knochenmark

Simon: Kaum noch Krebszellen im Knochenmark

Gute Nachrichten hatte gestern Corinna Wenz: Die Mutter des an Leukämie erkrankten Simon gab vorerst Entwarnung. Das neue Medikament, mit dem ihr Sohn am 27. Februar therapiert worden ist, hat angeschlagen. Bei einer erneuten Knochenmarkpunktion am Donnerstag habe sich herausgestellt, dass kaum noch bösartige Zellen nachgewachsen sind. Damit sind gute Voraussetzungen für die Stammzelltransplantation gegeben. Die 33-Jährige geht nun nach Rücksprache mit der Chefärztin des Ludwigshafener St. Annastifts davon aus, dass sie Anfang nächster Woche mit ihrem Sohn in die Kinder-Uniklinik nach Freiburg fahren kann. Dann müsse die Konditionierung des Neunjährigen für die Transplantation erfolgen. Dabei handelt es sich um eine vorbereitende Chemo. Corinna Wenz hofft, dass ihr Sohn dann um den 24. April operiert werden kann. Gestern waren die Beiden für wenige Stunden von Ludwigshafen nach Hause entlassen, bevor sie am Abend wieder ins Annastift fuhren. (ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.62
Datum: Samstag, den 13. März 2004
Seite: Nr.17
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 
 
 

Rheinpfalz - 09.03.2004 : Simon: Ganze Hoffnung liegt auf Medikament

Simon: Ganze Hoffnung liegt auf Medikament

¸¸Unsere ganze Hoffnung liegt auf diesem Medikament." So beschrieb Corinna Wenz, die Mutter des an Leukämie erkrankten Simon (wir berichteten), die momentane Situation. Beide sind weiterhin im St. Annastift in Ludwigshafen, wo  Simon am 27. Januar mit einer Antikörper-Therapie behandelt wurde. Nachdem sechs Chemotherapien nicht angeschlagen haben, soll dieses Medikament nun die Krebszellen zerstören. Ende der Woche wisse man mehr, sagte Corinna Wenz, denn dann werde erneut das Knochenmark punktiert. Wenn die Therapie hilft und möglichst wenig Leukämiezellen im Knochenmark gefunden werden, ¸¸wird nicht lange gefackelt", weiß die 33-Jährige. Simon wird dann sofort ins Transplantationszentrum nach Freiburg verlegt, wo er mit einer weiteren Chemo, einem so genannten Konditionierungsblock, auf die Stammzelltransplantation vorbereitet werden soll. Nachts werden momentan zudem Antibiotika infundiert, außerdem erhält er über einen Katheter Fette und Ernährung zugeführt, da der Neunjährige so stark abgenommen hat. (ita)

GIESM / GIESM
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.58
Datum: Dienstag, den 09. März 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
 
 
 

Rheinpfalz - 03.03.2004 : Breakdance und Rap bringen Spenden

Breakdance und Rap bringen Spenden

ERZENHAUSEN. Einen Erlös von 500 Euro hat das Benefizkonzert gebracht, das das Jugendbüro der Verbandsgemeinde Weilerbach für den leukämiekranken Simon Wenz organisiert hatte. Im Sängerheim Erzenhausen ging vor etwa 160 Besuchern ein Rockkonzert mit Breakdance-Einlagen über die Bühne. Als Startgruppe spielte die Newcomer-Band ¸¸Barracuda", es folgte die Breakdance-Formation ¸¸Speedcruisers" mit groovigen Rap-Rythmen und akrobatischen Einlagen. Den Abschluss machte die Rockgruppe ¸¸Acid Dissent". (red)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.53
Datum: Mittwoch, den 03. März 2004
Seite: Nr.21
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 01.03.2004 : TuS- und FCK-Oldies spielen für Simon

TuS- und FCK-Oldies spielen für Simon

HOHENECKEN: Horst Eckel und Co. verlieren 2:1 - Corinna Wenz nimmt signierten Ball mit

¸¸Ich bin gerührt von der Hilfsbereitschaft in Kaiserslautern", sagte gestern die Mutter des kleinen, an Leukämie erkrankten Simon Wenz nach dem Benefizspiel zwischen dem ¸¸Oldstar"-Team des 1. FC Kaiserslautern und einer ¸¸Oldie"-Mannschaft des TuS Hohenecken. Dass am Ende die ¸¸Oldies" 2:1 (1:0) siegten, war zweitrangig. Wichtig waren die Solidarität mit Simon und die 2690 Euro, die auf das Spendenkonto der Krebshilfe eingezahlt werden sollen.

Auf dem Fußball, welcher der jungen Frau für ihren Sohn überreicht wurde, hatten alle am Spiel beteiligten Kicker unterschrieben. Allen voran Horst Eckel, der Weltmeister von 1954, der die ¸¸Oldstars" angeführt hatte. ¸¸Es war selbstverständlich, dass wir uns an der Veranstaltung beteiligen", sagte der 72-Jährige, der 45 Minuten im Team der ¸¸Roten Teufel" spielte. Mit seinem Spiel war er ¸¸zufrieden". Als Begründung für sein soziales Engagement sagte der Altinternationale: ¸¸Das, was man vom Fußball bekommen hat, muss man zurückgeben."

Tom Dooley, der frühere FCK-Profi und Kapitän der amerikanischen Nationalmannschaft, freute sich besonders, dass er zum ersten Mal mit dem Weltmeister in einer Mannschaft spielen konnte. ¸¸Ich wollte unbedingt einen Doppelpass mit ihm spielen", sagte Dooley, der auch keine Sekunde gezögert hatte, als man ihn zu diesem Wohltätigkeitsspiel einlud.

Und das Zusammenspiel zwischen Eckel und Dooley klappte, aber die spielbestimmende Mannschaft waren die TuSler, die mit Patrick Wieczorek und Michael Guggemos zwei Spieler in ihren Reihen hatten, die noch vor Kurzem in der Hohenecker Verbandsligaelf kickten. Gecoacht wurden die Gastgeber von Matthias Reh, der am Vortag mit der ersten Hohenecker Mannschaft an gleicher Stelle 1:0 gegen Zeiskam gewonnen hatte. ¸¸Es ist fabelhaft, dass sich die Spieler zur Verfügung gestellt haben", freute sich Reh über die hochkarätige Besetzung des FCK-Teams.

Der in seiner aktiven Zeit auf dem Betzenberg als eisenharter Verteidiger bekannte Hans-Günter Neues organisierte auch am Sonntag die Abwehr der Roten. Das Tor der Traditionself hütete der bekannte frühere FCK-Spieler Hannes Riedl. An ihm lag es nicht, dass die ¸¸Oldies" durch ein Tor von Wieczorek in der 35. Minute mit 1:0 in Führung gingen. Zuvor hatte Riedl schon durch einige gute Paraden sein Team vor einem Rückstand bewahrt. Am Zustandekommen des Wohltätigkeitsspiels war er maßgeblich auf FCK-Seite beteiligt. Auch er lobte die spontane Bereitschaft aller Spieler, sich für Simon einzusetzten.

In den zweiten 35 Minuten war es wieder Wieczorek, der mit seinem zweiten Tor die 2:0-Führung ausbaute. Danach wünschten sich die Zuschauer ein Tor der FCKler. Als dies einfach nicht gelingen wollte, kam die Durchsage von Stadionsprecher Horst Schömbs, dass ein Kasten Bier für den ersten FCK-Torschützen ausgelobt worden sei. Der Stadionsprecher des 1. FCK hatte seinen Satz noch nicht beendete, da verkürzte Dirk Anders auf 2:1. Doch das war das letzte Tor in diesem Spiel. Daran konnte auch der mit viel Einsatz spielende Demir Hotic, dem früher auf dem Betzenberg so manches Tor in letzter Minute gelungen war, nichts mehr ändern.

Nach dem Abpfiff wurden dann im Vereinsheim des TuSH die Einnahmen und Spenden gezählt, und Corinna Wenz machte sich mit dem signierten Ball auf den Weg zu ihrem kranken Sohn. ¸¸Ich gebe ihm den Ball noch heute Abend", sagte Simons Mutter. ¸¸Darüber wird er sich freuen."

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.51
Datum: Montag, den 01. März 2004
Seite: Nr.16
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 28.02.2004 : Katholische Frauen spenden für Simon

Katholische Frauen spenden für Simon

LANDSTUHL Die Katholische Frauengemeinschaft hat an ihrem Fastnachtsabend Spenden für den an Leukämie erkrankten Simon Wenz aus Kaiserslautern gesammelt. Wie das katholische Pfarramt Heilig Geist mitteilt, kamen rund 300 Euro zusammen, die bereits aufs Spendenkonto überwiesen wurden. (red)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.50
Datum: Samstag, den 28. Februar 2004
Seite: Nr.21
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 
 
 

Rheinpfalz - 27.02.2004 : Spontane Hilfsaktion

Spontane Hilfsaktion

WOLFSTEIN: KOB"ler spenden Blut für Simon

Die Idee kam ganz spontan von einer Mitarbeiterin aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Ob man sich nicht an der Typisierungsaktion und Blutuntersuchung für den an Leukämie erkrankten Simon aus Kaiserslautern beteiligen wolle. Gerne hat die Geschäftsführung das aufgenommen und 1000 Euro für die Blutuntersuchungen gespendet.

Weitere Spenden kamen aus der Konfektion. Dort haben 36 Mitarbeiterinnen auf ihren jährlichen Verzehrgutschein in Höhe von 25 Euro für das Jahr 2004 verzichtet und das Geld ebenfalls der Suche nach einem geeigneten Blutspender für den kranken Jungen gespendet, so dass weitere Typisierungen vorgenommen werden konnten.

Weitere Mitarbeiter haben noch kleinere Beträge gespendet, so dass insgesamt 54 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Karl Otto Braun während ihrer Pausen, vor oder nach Arbeitsbeginn den Weg in den zum Labor umfunktionierten Ausstellungsraum fanden, um sich dort von Dr. Christian Bubel, unterstützt von der Betriebskrankenschwester Monika Müller und den beiden Mitarbeiterinnen des Labors Dr. Thiele in Kaiserslautern, Bärbel Cardeneo und Katja Thormann, ein wenig Blut abnehmen zu lassen. Damit wurden sie in die Listen der DKMS unter dem Namen ¸¸Lebensspenden" in die Spenderdatei für Rückenmark aufgenommen.

Ungebrochen, so Cardeneo, sei die Welle der Hilfsbereitschaft, sich mit einer Typisierung in die Lebensspende-Liste eintragen zu lassen. So wie KOB in Wolfstein hätten sich in der Region Kaiserslautern spontan viele Firmen dazu entschlossen. Auch wenn vermutlich bereits ein in Frage kommender Spender für Simon gefunden sei (die RHEINPFALZ berichtete darüber), sei man um jede weitere Blutspende und damit Blutbestimmung dankbar. Denn andere Menschen bräuchten ebenfalls Hilfe, und außerdem könne es immer noch der Fall sein, dass weitere Spender für Simon gebraucht würden. (asi)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.49
Datum: Freitag, den 27. Februar 2004
Seite: Nr.12
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 27.02.2004 : Eddie Murphy für Simon in der ¸¸Geistervilla"

Eddie Murphy für Simon in der ¸¸Geistervilla"

Die Chefärztin hat ja gesagt - Simon und seine Mutter Corinna Wenz freuten sich: Sie durften gestern im Central-Filmpalast einen ganzen Saal für sich allein in Anspruch nehmen und den neuen Eddie-Murphy-Film ¸¸Die Geistervilla" anschauen. Das Kino gratulierte dem leukämiekranken Jungen mit der Sondervorstellung nachträglich zu seinem neunten Geburtstag am 18. Febuar. An dem Tag durfte er das Ludwigshafener St. Annastift nicht verlassen, weil es ihm zu schlecht ging. Gestern nun großer Bahnhof für Simon: Andrea und Lukas, zwei Freunde Simons, durften mit in die Kinder-Gruselkomödie, in der 999 Gespenster ihr Unwesen treiben. Eine Geburtstagstorte und ein FCK-Trikot mit den Unterschriften der Profis verschönten Simon den Nachmittag. (ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.49
Datum: Freitag, den 27. Februar 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 24.02.2004 : Simon geht es relativ gut

Simon geht es relativ gut

Ganz gut überstanden: Auch nach der sechsten, zusätzlichen Chemotherapie geht es dem an Leukämie erkrankten Simon relativ gut. Seine Mutter Corinna Wenz sagte, dass ihm gestern im St. Annastift in Ludwigshafen eine Knochenmarkpunktion gemacht worden sei. Das Knochenmark sollte vor der Transplantation ziemlich frei von Leukämiezellen sein. Für den 2. März sei die Fahrt zum Transplantationszentrum nach Freiburg terminiert, erläuterte Corinna Wenz den weiteren Fortgang. Danach werde mit der Konditionierung für die Transplantation begonnen, die dann eine Woche später durchgeführt werden könne. Eigentlich haben Mutter und Sohn darauf gehofft, vor Freiburg noch einmal in ihre Wohnung nach Kaiserslautern zurückkehren zu können, doch schätzt die 33-Jährige, dass daraus nichts wird. Das Blut ihres Sohnes, der in der vergangenen Woche seinen neunten Geburtstag feierte, erhole sich nur langsam von der Chemotherapie: ¸¸Wir warten tagtäglich darauf, dass das Blutbild besser wird." Die Leukozyten seien noch immer sehr niedrig. Unterdessen lassen sich im Institut für Immunologie und Genetik im Westpfalz-Klinikum weitere Menschen typisieren. Auch in der onkologisch-hämatologischen Praxis von Richard Hansen am Stiftsplatz wird noch Blut zur Untersuchung abgenommen. Das Spendengeld - ungefähr 170.000 Euro - reicht für weitere kostenlose Typisierungen aus. Wie Institutsmitarbeiterin Bärbel Cardeneo gestern sagte, seien in dem Labor bisher zwischen 900 und 1000 Typisierungen zusätzlich zu der Aktion im Fritz-Walter-Stadion gemacht worden. Weitere 150 wurden bei Hansen gezählt. Einige Betriebstypisierungen stehen in der kommenden Woche an. (ita)

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.46
Datum: Dienstag, den 24. Februar 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 24.02.2004 : Mut und Herz bewiesen

Mut und Herz bewiesen

Über unsere Berichterstattung zur Hilfe für den leukämiekranken Simon Wenz und den Artikel ¸¸Tief bewegt von Hilfsbereitschaft" in der Ausgabe vom 16. Februar. Wir berichteten über die Typisierungsaktion im Fritz-Walter-Stadion.

¸¸Ich war ein Schreiber..." und eigentlich klingt das ein bisschen wie zu Luthers Zeiten, aber wir schreiben das Jahr 2004, genauer gesagt, den Februar des Jahres 2004:

Ich saß wie etwa weitere 40 Helfer an einer Biertischgarnitur in einer zugigen Stadionhalle und notierte Daten von Menschen, die zwischen 18 und 55 Jahre alt waren, mindestens 50 höchstens 130 Kilo wogen, die gesund waren - ja, ich hatte gut aufgepasst bei der Einführung im Presseraum des 1. FCK - und bereit waren, für einen an Leukämie erkrankten Menschen Leben zu spenden.

Anlass dieses Mal ... ein kleiner Junge namens Simon. Ich kannte ihn nicht, wusste von ihm nur aus der Zeitung. So ging es vermutlich vielen um mich herum, aber das war egal. Hier waren die verschiedensten Menschen mit Freude am Schreiben, am ¸¸Stechen", am Kochen, am Ordnen, am Informieren und vieles mehr.

Einer Broschüre der DKMS, die ich letztes Jahr bei einer Typisierungsaktion erhalten hatte, entnehme ich, dass man nicht mehr braucht als etwas Mut und Herz ... und gerade letzteres hatten an diesem 14. Februar 2004 und auch schon Tage davor eine ganze Menge Menschen.

Um in die Zeit der Schreiber zurückzukehren, erinnern wir uns vielleicht an den Slogan der Musketiere: ¸¸Einer für alle, alle für einen!" In diesem Sinne...

Anja Tillmanns, Wiesbaden

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.46
Datum: Dienstag, den 24. Februar 2004
Seite: Nr.19
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
 

 
 
 

Kaiserslauterer Internetzeitung - 20.02.2004: FCK-Aktion im Drogeriemarkt: 2.600 Euro für Leukämiekranke

FCK-Aktion im Drogeriemarkt: 2.600 Euro für Leukämiekranke

Kurz vor ihrem Training am Donnerstag Nachmittag haben sich drei FCK-Fußballer für eine gute Sache engagiert. Zugunsten der Aktion "Hilfe für Simon und andere" haben Torwart Thomas Ernst, der neue Abwehrspieler Timo Wenzel und Mittelfeld-Talent Michael Lehmann bewiesen, dass sie nicht nur mit einem Ball, sondern auch mit einer Kasse umgehen können. Mehr als eine Halbzeit lang haben die FCK-Spieler den Mitarbeitern des Drogeriemarktes "dm" in der Königstraße die Arbeit abgenommen. Der Kassensturz ergab die stolze Summe von 1.897 Euro, die das dm-Team auf den vollen Betrag aufgerundet hat. Zusammen mit 600 Euro, die im dm-Markt in der Eisenbahnstraße von Kunden und
Mitarbeitern gespendet wurden, überweist dm-drogerie markt insgesamt 2.600 Euro an die "Hilfe für Simon und andere".

"Die drei haben ihre Sache sehr gut gemacht", lobt Filialleiterin Corinna Burton die Profifußballer. Auch
die Abwicklung mit EC- und Payback-Karte lief flott von der Hand. "Sie können jederzeit bei uns anfangen, wenn sie wollen", scherzt die Drogerieexpertin, die die Idee zu der Aktion hatte. Das Fußballer-Trio war mit Begeisterung bei der Sache und formulierte am Schluss übereinstimmend: "Das hat riesigen Spaß gemacht. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir für eine so wichtige Aktion einen kleinen Beitrag leisten."

Kaiserslauterer Internetzeitung, 20.02.2004
 

 
 
 

Kaiserslauterer Internetzeitung - 19.02.2004: Flohmarkt der Theodor-Heuss-Schule bringt 1.330 Euro für Leukämiekranke

Flohmarkt der Theodor-Heuss-Schule bringt 1.330 Euro für Leukämiekranke

Der Flohmarkt, den die Theodor-Heuss-Schule am Valentinstag zu Gunsten des leukämiekranken Simon Wenz veranstaltete, erbrachte 1330 Euro. Die Organisatoren zählten mehrere hundert Besucher. Der Mindestpreis für jedes verkaufte Stück betrug einen Euro. Aber viele Käufer gaben freiwillig weitaus mehr, um dem krebskranken Jungen zu helfen. Schulleiter Ernst Jürgen Degen bedankt sich bei allen Spendern, Helfern und Käufern. "Beispielhaft engagierten sich auch die Kinder Jens Christian, Leonie Felder, Isabell und Nadja Littek, Anne Löwenstein, Marie-Louise Schatzmann, Eileen Scherbaum und Jule Schmiedel aus den Klassen drei und vier", lobt er ihren Einsatz an den Verkaufsständen. Degen weist darauf hin, dass die Aktion nicht nur materiellen Gewinn für eine gute Sache erbrachte, sondern bei den Schülern auch Verständnis und Mitgefühl förderte.

Die Spenden, die bei dem Flohmarkt verkauft wurden, sammelte die Lehrerin Gudrun Oeckinghaus in ganz Kaiserslautern ein. Dank der Berichterstattung in der Presse hatten sich zahlreiche Bürger bereit erklärt, unter anderem Kleidung, Geschirr, Spielsachen, Bücher, CDs, Ranzen, Fahrräder und Schuhe abzugeben. Außerdem wurden bei dem Flohmarkt Kaffee und Kuchen verkauft. Als verkaufsträchtiger Renner entpuppte sich ein 1,20 Meter hoher Plüschbär, der auf den Namen "Umi" hört. Bürgermeister Arne Oeckinghaus kaufte ihn und spendete ihn anschließend der Schule. Nun heißt das knuddelige Tier die Schüler im Eingangsbereich willkommen und wartet auf seinen Einsatz in den Klassen. Als "Lesebär" will er den Kindern beim Lernen helfen und ihnen Spaß an spannenden Geschichten vermitteln.

Kaiserslauterer Internetzeitung, 19.02.2004
 

 
 
 

Rheinpfalz - 16.02.2004 : Tief bewegt von Hilfsbereitschaft

Tief bewegt von Hilfsbereitschaft

2550 Menschen spenden auf dem Betzenberg Blut - Typisierungsaktion für Leukämie-kranken Simon

¸¸Ich spende alles, wenn ich damit ein Leben retten kann": die Worte einer Frau, die am Samstag zu der großen Typisierungsaktion in die Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions kam. So ähnlich denken wohl alle, die kommen, um Blut zu spenden und sich so auch damit einverstanden erklären, als Knochenmarkspender gerufen zu werden, wenn ein passender Patient auf sie wartet. Der achtjährige Simon Wenz war Anlass für die Typisierung, denn der Junge ist an Leukämie erkrankt. Ihm kann nur eine Stammzelltransplantation helfen, da die Chemotherapien bisher nicht angeschlagen haben. Die Krebszellen nehmen immer wieder überhand (wir berichteten).

Schon vor 10 Uhr, noch bevor die Tore im Fritz-Walter-Stadion geöffnet sind, begehren die Ersten Einlass. Birgit Platz, Mitorganisatorin von der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern, sagt kurz nach 10: ¸¸Wir mussten anfangen, wir konnten nicht mehr warten." Bis mittags haben die Mitarbeiter von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), bei der alle Spender anonym registriert werden, schon um die 1000 Leute gezählt. Alessandro Hämmerles Eindruck nach den ersten zwei Stunden, dass es ¸¸eine sehr gute Aktion zu werden verspricht", bestätigt sich am Abend, als gegen halb sieben die letzten Blutröhrchen eingepackt werden. 2550 Leute haben mitgemacht und stehen künftig für andere Menschen mit Leukämie als Lebensretter parat. Hämmerle weist darauf hin, dass sich auch weiterhin Menschen typisieren lassen können, so lange das Geld reicht. Am Freitag Nachmittag standen 173.000 Euro auf den Sonderkonten für Simon.

Bereits auf dem Parkplatz vor der Nordtribüne geht es organisationsmäßig sehr ordentlich zur Sache: Feuerwehr und FCK-Ordner weisen die Autofahrer ein. Kurz vor der Hallentür hat sich Harry Jung mit seinen Mannen von der Feuerwehr aufgebaut. Im Zelt die Gulaschkanone, mit dabei auch die Tagesverpflegung für die Helfer. Alles Spenden. Unter anderem etwa 110 Liter Erbsensuppe mit Würstchen.

In der Halle werden die Spendenwilligen dann von den Organisatoren und den Ehrenamtlichen in Empfang genommen. Ärzte - sowohl Niedergelassene wie der Onkologe Richard Hansen als auch Mediziner vom Westpfalz-Klinikum wie Professor Hartmut Link - stehen für alle medizinischen Fragen Gewehr bei Fuß. Darf ich spenden?, lautet die meist gestellte Frage, die sich im Zusammenhang mit Vorerkrankungen der Blutspender ergibt.

Die Freiwilligen sind eingeteilt in ¸¸Schreiber" und ¸¸Stecher". Die Schreiber helfen beim Ausfüllen der Einverständniserklärung, die Stecher pieksen mit der Spritzennadel. Alles läuft wie am Schnürchen, wie mehrfach geprobt. Auffallend viele komplette Familien kommen zu dem Spendetermin. Die Eltern lassen sich Blut abnehmen - die Kinder schauen weg oder halten sich die Augen zu. Dominik Osterholzer und Jeannette Aufschneider mit ihren drei Kindern (zwei, vier und sieben Jahre alt) sind aus Weitersweiler bei Rockenhausen ¸¸angereist". ¸¸Als ich das vom Simon gelesen habe, war klar: Da müssen wir hin", konstatiert die junge Mutter. Vom Wochenmarkt sind Michel Carmine und Frau auf den Betzenberg gekommen: ¸¸Wir haben selbst drei Kinder", so die lapidare Begründung für ihr Engagement. Gabriele Habicht, die als Schreiberin mithilft: ¸¸Ich habe mein Auto voll mit Frauen geladen und bin hierher gefahren."

Am ¸¸Stechtisch" von Peter Ellermann schon gleich von Beginn an gute Stimmung: ¸¸Kommen Sie zu uns. Hier schaffen keine Beamten, da geht es schneller", lockt sein DRK-Kollege die ¸¸Kundschaft" an. Ein anderer Helfer verspricht: ¸¸Schon beim ersten Stich ein Treffer." Die ¸¸Abzapfer" signalisieren mit Winken, dass sie für den nächsten Stich frei sind. Überall wird konzentriert, aber doch unkompliziert und locker gearbeitet.

In vorderster Reihe auch Bernhard Thiele mit dem Großteil seines Laborteams. Der Leiter des Instituts für Immunologie und Genetik im Westpfalz-Klinikum, der bereits im Vorfeld des Aktionstags einige hundert Menschen ¸¸zur Ader gelassen hat", löst sich mit seiner Mitarbeiterin Bärbel Cardeneo den ganzen Tag über ab. Immer wieder setzen sie die Nadel an, nehmen die nötigen fünf Milliliter Blut ab. Auch Thiele weist darauf hin, dass über den Samstag hinaus noch typisiert wird. Beipielsweise in Betrieben. Ähnliches hat der Lehrer Rainer Bungert vor. Er holt sich Infomaterial für eine Blutspendeaktion an der IGS in Rockenhausen. Dabei sollen die Spender zu ¸¸einem zweiten Röhrchen für die DKMS" motiviert werden.

Am Tisch neben Thiele die Bundeswehr: Zwei Stabsärztinnen, eine von der Marine, die andere vom Heer, fahren auf dem Betzenberg eine Sonderschicht. Eine Blutspenderin, Birgit Neger aus Mehlbach, legt sich vorm Pieksen freiwillig auf die Liege: ¸¸Ich reg" mich immer so auf, dann sackt mein Kreislauf ab. Da leg" ich mich lieber gleich hin." Sie ist mit ihrem Mann da, weil sie sich schon lange vorgenommen haben: ¸¸Wenn so etwas mal bei uns ist, gehen wir hin."

Matthias Schäffler aus Kusel hat seine Frau mitgebracht. Er selbst ist registriert und hat vor einigen Jahren schon Stammzellen gespendet. Für eine Frau, die dann aber doch gestorben ist. ¸¸Da macht man sich schon Gedanken, das war ja mein genetischer Zwilling." Helmut und Heide Marschall aus Schopp haben den Betzenberg erklommen, um in die zweite Schreiberschicht einzusteigen, die um 13 Uhr eingewiesen wird. ¸¸Ich war vor zwölf Jahren selbst schwer an Krebs erkrankt, deshalb darf ich nicht Blut spenden", weiß er. Doch ihm und seiner Frau sei es gerade deshalb ein Bedürfnis gewesen zu helfen.

Gegen Mittag kommt auch Simons Mutter Corinna Wenz und bleibt wie Simons Oma und seine Tante fast bis zum Schluss dabei. Die 33-Jährige steht in der Halle und ist tief bewegt von der Hilfsbereitschaft: ¸¸Das ist ganz, ganz klasse. Im Namen von Simon und allen, allen anderen Kindern, die auf einen Spender warten, sage ich Danke." Einwurf

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.39
Datum: Montag, den 16. Februar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 16.02.2004 : Alle Achtung!

Alle Achtung!

Hut ab! Das war ein richtig dickes Ding. 2550 Menschen haben am Samstag Blut gespendet, haben sich bereit erklärt, künftige Knochenmarkspender zu sein. Den ganzen Tag über riss der Strom der Spendenwilligen nicht ab. Schwer beeindruckt vom Andrang zeigte sich auch Beigeordneter Günter Remler, der Schlag 10 den Aktionstag am Valentinstag für eröffnet erklärte. Er wünschte Simon, dass er noch viele Valentinstage feiern kann. Und dann lief"s.

Wer nur noch Egoisten in der Gesellschaft sieht, wurde am Samstag vom Gegenteil überzeugt. Auf dem Betzenberg eine Gesellschaft von Altruisten, von hilfsbereiten Menschen mit Mitgefühl. Damit sind die Spender gemeint, aber genauso die rund 200 Freiwilligen, die sich ja auch einen schönen Samstag hätten machen können. Statt dessen haben alle zusammen einen Aktionstag auf die Beine gestellt, der nichts zu wünschen übrig ließ. Hut ab! Und noch ein Extra-Chapeau für die Organisation: Alle Achtung!

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.39
Datum: Montag, den 16. Februar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 
 
Sonntag Aktuell - 15.02.04 : 2550 Menschen wollen Simon helfen

2550 Menschen wollen Simon helfen

Typisierungsaktion für leukämiekranken Achtjährigen in Kaiserslautern

Kaiserslautern. Den größten Ansturm gab es morgens. Doch auch über den ganzen Tag ließ die Hilfsbereitschaft für den leukämiekranken Simon Wenz nicht nach. Am Schluss waren es 2550 Blutspender, die sich gestern in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions in Kaiserslautern an der großen Typisierungsaktion unter dem Titel ¸¸Hilfe für Simon und andere" beteiligten.

Die Aktion war von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz initiiert worden, weil der achtjährige Simon dringend eine Knochenmark- beziehungsweise Stammzellspende benötigt. Zwei Wochen lang liefen die Vorbereitungen für den großen Tag gestern, wobei die Zeit eilte, denn Simon hat bereits fünf erfolglose Chemotherapien hinter sich. Ursprünglich sollte die Typisierung erst Anfang März erfolgen, um mehr Menschen zu erreichen. Dann überschlugen sich die Ereignisse, denn es stellte sich heraus, dass der Junge gesundheitlich nicht so lange durchhält, die Transplantation dringend früher benötigt. So wurde der Blutspende-Termin auf gestern vorverlegt.

Inzwischen wurde von der DKMS ein potenzieller Spender für Simon gefunden. Doch die Dramatik ist deswegen nicht kleiner geworden: Zwar war die Transplantation auf die nächste Woche terminiert und Simon fuhr mit seiner Mutter Corinna Wenz zur Voruntersuchung nach Freiburg in die Kinder-Uniklinik, wo er auch transplantiert werden soll. Doch stellten die Mediziner dort fest, dass der Achtjährige momentan nicht transplantiert werden kann, weil sich auch nach der fünften Chemotherapie wieder zu viele Krebszellen in seinem Blut gebildet haben. Wenn das der Fall ist, stehen die Chancen für eine Übertragung der Stammzellen zu schlecht. Inzwischen hat der kleine Patient den sechsten Chemoblock hinter sich.

¸¸Es geht ihm gut", sagte gestern seine Mutter, die die ganze Woche bei ihrem Sohn blieb. Seit der Diagnose Leukämie im August 2003 wird der Junge fast ohne Unterbrechung im Ludwigshafener St. Annastift behandelt. Seine 33-jährige Mutter hofft, dass sich die Chancen für ihren Sohn nach der neuerlichen Chemotherapie verbessern, die Krebszellen weniger werden. Mitte der kommenden Woche sei nun eine Knochenmarkpunktion geplant. Danach stelle sich heraus, wie es weitergeht.

Von der Hilfsbereitschaft der Menschen, die sich gestern mit ihrer Blutspende einverstanden erklärten, in die Knochenmarkspenderdatei aufgenommen zu werden, war Corinna Wenz begeistert. Rund 200 Helfer sorgten für den reibungslosen Ablauf: von der Feuerwehr über das Rote Kreuz bis hin zu den FCK-Ordnungskräften. Im Vorfeld waren 170.000 Euro gespendet worden. Jede Blutuntersuchung kostet 50 Euro.( ita)

Marita Gies, SCHAEFJ / SCHAEFJ

Quelle:
Verlag: Sonntag Aktuell
Publikation: Westpfalz
Ausgabe: Nr.7
Datum: Sonntag, den 15. Februar 2004
Seite: Nr.4
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

 
Aktionstag "Hilfe für Simon und andere" am 14.02.2004 im Fritz-Walter-Stadion von 10.00 - 18.00 Uhr

 

Die Beratungsstelle Kaiserslautern der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. und die DKMS veranstalten am Samstag, den 14. Februar in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions den Aktionstag zur Typisierung. Von 10.00 - 18.00 Uhr können alle kommen, die sich Blut (5 Milliliter) abnehmen lassen wollen und damit als potentielle Stammzellspender für Simon und andere an Leukämie erkrankte Menschen bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) in die Datei aufgenommen werden. Da die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger nahezu vollständig übereinstimmen müssen, ist es notwendig, dass sich möglichst viele Menschen registrieren lassen. Jeder vierte Leukämiepatient, der eine Transplantation benötigt, wartet vergeblich auf einen passenden Spender, so dass von dieser Aktion hoffentlich nicht nur Simon, sondern auch andere Patienten profitieren werden. Erfahrungsgemäß finden sich bei solch einer Aktion auf Anhieb einige Spender für Betroffene, die auf eine Transplantation warten.

 

Die Ersttypisierung kostet 50,- Euro, da die Kosten aufgrund des Sozialgesetzbuches nicht von den Krankenkassen übernommen werden dürfen. Für den Aktionstag wurden jedoch Spendenkonten eingerichtet, damit sich alle Interessierte ohne Kosten registrieren lassen können. Doch wer seine Ersttypisierung selbst bezahlen möchte, kann dies auch direkt am Aktionstag bar oder mit EC-Karte tun.

 

Alle, die als potentieller Stammzellspender zur Verfügung stehen möchten, müssen zwischen 18 und 55 Jahre alt sein und dürfen nicht an einer chronischen Erkrankung leiden. Sollte er oder sie dann tatsächlich als Knochenmarkspender infrage kommen, ist die ganze Prozedur mit nur wenigen Unannehmlichkeiten und sehr geringem Risiko verbunden. Für einen möglichen Verdienstausfall, Fahrtkosten, usw. kommt die Krankenkasse des Spendenempfängers auf. Der Spender muss maximal mit einem dreitägigen Krankenhausaufenthalt rechnen.

 

Wem es nicht möglich ist, am Aktionstag zu kommen, der kann sich an folgenden Stellen Blut für die Ersttypisierung abnehmen lassen: Praxis Dr. Burkhardt in Kaiserslautern, Stiftsplatz 5 (Tel. 0631/ 4145284) und Labor Dr. Thiele, im Westpfalzklinikum Kaiserslautern (Tel .0631/ 316700). Allerdings müssen die Kosten selbst getragen werden, da die Spendengelder zuerst einmal nur für den Aktionstag verwendet werden dürfen.

 

Aktuelle Informationen können unter www.hilfe-fuer-simon.de nachgelesen werden.

 

Seit dem Beginn der Aktion "Hilfe für Simon und andere" vor 3 Wochen hat sich eine überwältigend große Hilfsbereitschaft in und um Kaiserslautern entwickelt. Zahlreiche Geldspender tragen dazu bei, dass die Typisierungsaktion durch Spendengelder abgesichert wird. Viele Vereine oder Gruppen organisieren Aktionen, Konzerte und Veranstaltungen, deren Reinerlös ebenfalls auf die Spendenkonten fließen. Und eine hohe Zahl von Betrieben haben interne Typisierungen durchgeführt oder wollen diese noch durchführen lassen, bei denen die Kosten von den Betrieben selbst übernommen werden.

 

Es bleibt zu hoffen, dass sich nun möglichst viele Menschen für eine Ersttypisierung bereit erklären und zum Aktionstag am 14.02.2004 auf den Betzenberg kommen. So besteht die Chance, für Simon einen optimalen Spender zu finden, aber auch für viele andere Menschen, deren Leben von einer baldigen Stammzelltransplantation abhängt.
 

 
 
 

Rheinpfalz - 13.02.2004 : Simon muss in der Klinik bleiben

Simon muss in der Klinik bleiben

Für die Typisierungsaktion am Samstag steht alles bereit - Knapp 200 Helfer - Pendelbus ab Rathaus

Knapp 200 Helfer stehen bereit, damit die große Typisierungsaktion morgen reibungslos ablaufen kann. Zwischen 10 und 18 Uhr wird in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions an 15 bis 20 Plätzen Blut abgenommen. Anlass der Aktion ist der achtjährige Simon Wenz, der im vergangenen Sommer an Leukämie erkrankte und dringend einen Knochenmarkspender benötigt. Zwar steht ein potenzieller Spender bereit, doch Simons Zustand ist momentan zu schlecht für eine Transplantation. Nach einem Erholungstag am Mittwoch ist der Junge seit gestern wieder im Ludwigshafener St. Annastift.

Simon und seine Mutter Corinna Wenz mussten sich gestern Morgen wieder in der Ludwigshafener Kinder-Onkologie einfinden. Ihre Hoffnungen, am Abend wieder zusammen nach Kaiserslautern zurückfahren zu können, wurden enttäuscht. Corinna Wenz hatte sich gewünscht, dass die weiteren Blutuntersuchungen bei ihrem Sohn ambulant erfolgen könnten. Doch Simon musste in der Klinik bleiben. Seine Mutter kam gestern Nachmittag kurz in die Wohnung zurück, um Kleider und andere Dinge zu packen, die für den stationären Aufenthalt gebraucht werden. Nach der Extra-Chemo, die am Dienstag zu Ende ging, sind Simons weiße Blutkörperchen wieder zu niedrig, was höchste Ansteckungsgefahr für ihn bedeutet.

Für die nächste Woche haben die Ärzte eine weitere Knochenmarkpunktion bei Simon geplant, um zu sehen, ob die Krebszellen in seinem Blut zurückgehen. Erst dann kann transplantiert werden. Auf jeden Fall will die 33-Jährige bis heute Abend bei ihrem Sohn im Krankenhaus bleiben, dann wird sie von Simons Vater, ihrem geschiedenen Mann, abgelöst. Am Samstag möchte Corinna Wenz unbedingt in die Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions gehen, um bei der Typisierungsaktion dabei zu sein.

Die Organisatoren der Blutuntersuchungsaktion für Simon und andere leukämiekranke Menschen weisen darauf hin, dass aufgrund der Spenden ungefähr 3000 Menschen kostenlos typisiert und damit in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufgenommen werden können. Wer will, kann die 50 Euro, die die Untersuchung kostet, auch selbst bar oder per EC-Karte bezahlen. Gestern bereits stellte sich der FCK-Profi Ciriaco Sforza in den Dienst der guten Sache. Bernhard Thiele, Leiter des Instituts für Immunologie und Genetik im Westpfalz-Klinikum, nahm ihm im Stadion etwa fünf Milliliter Blut ab. Sforza appellierte bei der Gelegenheit an die Menschen, sich typisieren zu lassen. Er sagte, für ihn als Vater zweier Kinder bedürfe es keiner Überlegung, dass er sich als möglicher Knochenmarkspender registrieren lasse.

Das Material, das für Samstag benötigt wird, bringt nach den Worten Thieles die DKMS mit. Dazu gehören neben Infoblättern und Einverständniserklärungen, die jeder Spendenwillige unterschreiben muss, Spritzen, Tupfer, Desinfektionsmittel, Stauschläuche sowie Abfallbehälter für die Spritzen. ¸¸Für Leute mit weichen Knien stellt das Rote Kreuz Liegen auf", sagte der Mediziner.

Auftakt am Samstag ist um 10 Uhr, dann eröffnet der Schirmherr und Beigeordnete der Stadt, Günter Remler, den Aktionstag. Die Helfer arbeiten in zwei Schichten. Pro Schicht stehen etwa 80 bis 100 Freiwillige bereit. Birgit Platz von der Krebsgesellschaft schätzt, dass das DRK mit etwa 35 Leuten zum Blutabnehmen kommt, ungefähr 20 Ärzte aus dem Westpfalz-Klinikum und niedergelassene Mediziner haben sich gemeldet sowie etwa 20 Arzthelferinnen. Etwa genauso viele Freiwillige übernehmen Schreibarbeiten. Zwischen 12 und 18 Uhr wird die Medizinische Klinik I des Westpfalz-Klinikums für Fragen der Blutspender zur Verfügung stehen. Chefarzt Hartmut Link sowie die Oberärzte Gerdt Hübner und Franz-Geert Hagmann beantworten Fragen zu Indikation, Technik und Ergebnis der Knochenmark- oder Stammzelltransplantation.

Der Verein ¸¸Lichtblick 2000" hat sich um Lebensmittelspenden gekümmert. Die Feuerwehr kocht Erbsensuppe und kümmert sich generell um die Versorgung für die Helfer. Außerdem besorgen die 40 Männer den Auf- und Abbau. Für die Spender werden die Imbissbuden in der Nordtribüne öffnen. Der FCK stellt nicht nur die Nordtribüne zur Verfügung, auch Ordner kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf. Die Technischen Werke setzen einen kostenlosen Pendelbus zum Stadion ein. Er fährt zwischen 11 und 17 Uhr zu jeder vollen und halben Stunde zwischen der Haltestelle ¸¸Rathaus C" über den Hauptbahnhof zur Nordtribüne. Von der Nordtribüne zur Stadtmitte fährt der Bus jeweils zur Minute 15 und 45 über den Bahnhof zur Innenstadt. Der letzte Bus geht um 17.15 Uhr am Stadion ab. (ita)

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.37
Datum: Freitag, den 13. Februar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 13.02.2004 : ¸¸Genetische Zwillinge" gesucht

¸¸Genetische Zwillinge" gesucht

Hilfe für leukämiekranken Simon - Morgen große Typisierungsaktion

KAISERSLAUTERN (ita). Ihren Höhepunkt erlebt die Hilfsbereitschaft für den leukämiekranken Simon Wenz aus Kaiserslautern am morgigen Samstag: Mehrere tausend Menschen, hoffen die Organisatoren, werden sich von 10 bis 18 Uhr im Fritz-Walter-Stadion je fünf Milliliter Blut abzapfen lassen.

Diese große Typisierungsaktion wurde für den Achtjährigen organisiert, um einen Knochenmarkspender zu finden. Denn nur die Übertragung von Stammzellen kann dem Jungen helfen, den Blutkrebs zu besiegen. Inzwischen wurde zwar für Simon in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ein potenzieller Spender gefunden, doch mit der Typisierung so vieler Menschen könnte sich zum einen ein Ersatz-Spender finden lassen, zum anderen warten in Deutschland mehrere hundert Patienten auf einen ¸¸genetischen Zwilling".

Für die Typisierung wurden von der Bevölkerung über 150.000 Euro gespendet. Jede Blutuntersuchung kostet 50 Euro, die die Kassen nicht bezahlen. Umgerechnet bedeutet das, dass sich morgen mindestens 3000 Menschen kostenlos typisieren lassen können. Knapp 200 Helfer hat die Rheinland-Pfälzische Krebsgesellschaft Kaiserslautern für diese Aktion organisiert.

Simon ist im Sommer an Leukämie erkrankt. Am Dienstag hatte er den sechsten Chemoblock hinter sich gebracht, für März ist die Transplantation in Freiburg geplant.

SCHWARB / SCHWARB

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.37
Datum: Freitag, den 13. Februar 2004
Seite: Nr.1
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 12.02.2004 : Für Typisierung Helfer gesucht

Für Typisierung Helfer gesucht

Helfer gesucht: Für die große Typisierungsaktion ¸¸Hilfe für Simon", die am Samstag von 10 bis 18 Uhr im Stadion läuft, benötigt die Krebsgesellschaft noch etwa 40 Freiwillige, die Schreibarbeiten übernehmen. Mitarbeiterin Birgit Platz sagte gestern, dringend gebraucht würden Leute, die vor dem Blutabnehmen bei den Einwilligungserklärungen behilflich seien. Es werde in zwei Schichten gearbeitet: von 9 bis 14 und von 13 bis 18 Uhr, sagte Platz, eingerechnet sei eine Einweisungsstunde. Wer am Samstag Zeit hat, kann sich heute von 9 bis 11 Uhr bei der Krebsgesellschaft unter Telefon 0631/3110830 melden. (ita)

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.36
Datum: Donnerstag, den 12. Februar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 12.02.2004 : Ein Kinobesuch und ein Klose-Trikot

Ein Kinobesuch und ein Klose-Trikot

Simon Wenz aus Kinder-Uniklinik Freiburg zurück - Am Mittwoch feiert er seinen neunten Geburtstag

So richtig Lust zum Reden hat er nicht. Simon Wenz sitzt auf der Couch neben seiner Mutter Corinna und guckt Fernsehen. ¸¸Beyblade" hat es ihm angetan. Eine Zeichentrickserie, in der es um ein Kreiselspiel und Wettkämpfe geht. Bis er den Fernseher einschalten darf, schaut er sich die Bilder und den Brief an, den die Erstklässler der Wendelinusschule in Ramstein an die RHEINPFALZ zum Weiterleiten an den leukämiekranken Jungen geschickt haben. Zusammen mit seiner Mutter staunte er gestern Nachmittag, wie viele Gleichaltrige an ihn gedacht und ihm ein Bild mit ihren besten Wünschen zum Gesundwerden geschickt haben.

Der Achtjährige und seine Mutter sind seit Dienstagabend aus der Kinder-Uniklinik in Freiburg zurück in ihrer Wohnung in Kaiserslautern. Am dortigen Transplantationszentrum soll auch die Knochenmarktransplantation gemacht werden. Deshalb musste Corinna Wenz mit ihm in den Breisgau fahren, weil die Ärzte dort bereits die Voruntersuchungen für den großen Tag gemacht haben. ¸¸So viel ist noch nie untersucht worden", sagt die 33-Jährige. Zusammen mit Simon zählt sie auf: Computertomografie der Lunge, Ultraschall, Knochenmarkpunktionen, EEG, Magnetresonanztherapie vom Kopf, Lumbalpunkturen. ¸¸Sogar seine Hand wurde geröntgt, ob alles richtig gewachsen ist." Außerdem musste ein zusätzlicher Chemoblock infundiert werden, weil seine Blutwerte so schlecht waren. Die Ärzte haben selbst den Kopf geschüttelt, als sie die Ergebnisse der Blutuntersuchung sahen, erinnert sich Corinna Wenz.

Heute müssen die Beiden wieder ins St. Annastift nach Ludwigshafen, wo Simon seit August vergangenen Jahres behandelt wird. Auf der kinderonkologischen Station kann  Simon wieder am Laptop surfen und E-Mails von Freunden abrufen. ¸¸Das Tolle" an Freiburg dagegen ist, dass die Station drei Kickbords hat, mit denen der Achtjährige über den Flur brettern konnte. Ab heute soll in Ludwigshafen das Blut engmaschiger kontrolliert werden, erläutert die Bürokauffrau, die aber hofft, dass sie mit Simon immer nur einen Tag dort bleiben muss und am Abend wieder nach Hause fahren kann, wenn alles gut geht.

Von dem potenziellen Spender für Simon weiß sie gar nichts. Der bleibe immer für ein oder zwei Jahre anonym, erst danach könne man sich kennen lernen, wenn das beide Seiten wollen. Aber noch steht auch der Zeitplan nicht richtig. Es müsse jetzt wohl abgewartet werden, wie der sechste Chemotherapie-Block anschlägt. Erst wenn die Blutwerte besser sind, kann dann die Transplantation folgen.

Simon macht einen fitten Eindruck. Mutter und Sohn lassen den Kopf nicht hängen. Für nächsten Mittwoch, Simons neunter Geburtstag, machen sie schon Pläne. Am liebsten würde er ins Kino gehen, doch das darf er nicht. Die Ansteckungsgefahr an Orten mit vielen Menschen ist zu groß, denn Simons Immunsystem ist total geschwächt. Deshalb kann er keine reguläre Vorstellung besuchen. Doch wenn ein kleineres Kino an dem Nachmittag eine Simon-Sondervorstellung fahren würde, überlegt Corinna Wenz laut. Am liebsten mit ¸¸School of Rock", meint Simon nach einigem Überlegen, wobei er den dritten ¸¸Harry Potter"-Film auch noch nicht gesehen hat. Und dann wünscht er sich noch ein Trikot von Miroslav Klose mit den Unterschriften der anderen Spieler, sagt er und wendet sich wieder den Kreiselspielern von ¸¸Beyblade" zu. So richtig Lust zum Reden hat er eben nicht.

von Marita Gies, DUERNBG / DUERNBG

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.36
Datum: Donnerstag, den 12. Februar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz -11.02.2004 : Spenden reichen für 3000 Typisierungen

Spenden reichen für 3000 Typisierungen

150 000 Euro für Aktion ¸¸Hilfe für Simon"

Für 3000 Untersuchungen reicht das Geld, wenn am Samstag in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions die große Typisierungsaktion für den leukämiekranken Simon veranstaltet wird. Denn auf den Sonderkonten stehen mittlerweile 150.000 Euro. Zudem haben inzwischen etliche Sonder-Typisierungen für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) stattgefunden.

So haben sich 23 Eltern beim Tag der offenen Tür der Waldorfschule Otterberg spontan zur Blutabnahme bereit erklärt. Der Otterbacher Arzt Andreas Roche hat das Blut vor Ort abgezapft, Schüler und Eltern spendeten die für die Typisierung nötigen 1150 Euro. 30 Mitarbeiter haben sich bei Karstadt für eine Sonder-Typisierung eingetragen. Die Sektbar am Samstag brachte 1170 Euro zusammen. Mitarbeiter spendeten zudem 250 Euro. Beide Beträge wurden von der Geschäftsleitung auf 2000 Euro erhöht.

1307 Euro hat die Fachhochschule für die Typisierungsaktion am Samstag gesammelt. Ins Zeug gelegt hat sich auch die Karnevalsgesellschaft ¸¸Narrensänger", bei deren Prunksitzung am Samstag 500 Euro gespendet wurden. Dieselbe Summe hat die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Otterberg aus dem Reinerlös ihres Hobbykünstlermarkts gespendet.

Mitarbeiter und Geschäftsleitung des Real-Marktes in der Merkurstraße unterstützen die ¸¸Hilfe für  Simon und andere" mit einer Tombola, Glücksraddrehen und einem Sektausschank am Samstag, 14. Februar. Die Showband ¸¸Live" ist ebenfalls mit dabei. Eine Wochenendreise ist zu gewinnen. (ita)

DUERNBG / DUERNBG

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.35
Datum: Mittwoch, den 11. Februar 2004
Seite: Nr.14
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 09.02.2004 : Bisschen Blut kann sein Leben retten

¸¸Bisschen Blut kann sein Leben retten"

Große Resonanz bei der Typisierungsaktion in der Kottenschule für den leukämiekranken Simon Wenz

Die Schüler der Kottenschule hatten vorher bei Freunden und Verwandten das Geld für die Blutuntersuchungen gesammelt, beim Elternsprechtag am Samstagmorgen verkaufte der Förderverein dafür Kaffee und Kuchen, gleichzeitig standen in der Schulbibliothek schon Schülereltern Schlange, um sich Blut abnehmen zu lassen für die Typisierung zugunsten des leukämiekranken Simon Wenz, einem Schüler der Kottenschule.

¸¸Es läuft unheimlich toll", freute sich Schulleiterin Gudrun Bechberger über 45 Spender nach nur zwei Stunden. 30 Eltern hatten sich vorher für die Aktion angemeldet, Bärbel Cardeneo vom Institut für Immunologie und Genetik am Westpfalz-Klinikum hatte aber vorsichtshalber Material für maximal 150 Spenden mitgebracht. Am Ende kamen 130 Blutspenden für die Typisierung zusammen.

Das ganze Schulgelände stand im Zeichen der Aktion. Am Zaun um den Schulhof und im Schulhaus hingen zahllose selbst gemalte Plakate. ¸¸Helft unserem Schulkameraden" war darauf beispielsweise zu lesen und ¸¸Ein bisschen Blut kann Simons Leben retten". Die Schule habe im vergangenen Halbjahr einen Schüler wegen Krebs verloren, schilderte die Schulleiterin: ¸¸Die Schüler waren sensibilisiert; sie haben von selbst gefragt, wie sie helfen können."

Simons Grundschule hatte auch andere Schulen und an Karstadt Briefe mit der Bitte um Mithilfe geschickt. Dadurch zog die Aktion weite Kreise. ¸¸Ich habe durch meine Eltern von der Sache gehört", sagte Michael Stay (37) aus Schmittweiler. Der werdende Vater von Zwillingen kam in die Kottenschule, weil er gehört hatte, dass es Simon Wenz nicht so gut geht und er mit seiner Blutspende deshalb nicht bis zur Typisierungsaktion am 14. Februar im Fritz-Walter-Stadion warten wollte. ¸¸Ich habe selbst drei Kinder; ich darf mir gar nicht vorstellen, wenn einem von denen so etwas passierte", äußerte Petra Schneider (37). In dieser Situation zu helfen, sei doch eine Selbstverständlichkeit. Mürvet Homer (25), Mutter eines künftigen Schulanfängers, wartete ebenfalls geduldig, bis sie und ihr Mann an die Reihe kamen. Keine Frage auch für die junge Frau, dass sie bei der Typisierungsaktion mitmacht: ¸¸Wenn meinem Kind etwas passierte, wäre ich auch froh über Menschen, die helfen."

Viele potenzielle Spender von außerhalb mussten Bärbel Cardeneo und ihre Helferinnen zunächst wieder wegschicken und auf den Termin im Stadion verweisen. Die rund 4000 Euro, die die Schüler gesammelt hatten, dürften ausschließlich für die Blutspenden von Leuten eingesetzt werden, die zur Schule gehörten, erläuterte sie. In dieser Situation erwies sich das Schulcafé, in dem Förderverein und Elternbeirat Kaffee, Kuchen und Salate verkauften, als starke Hilfe. Ein einzelnes Kind dürfe der Förderverein nicht unterstützen, sagte die Vorsitzende Karin Fürst-Steiner; deshalb der Verkauf. ¸¸Wir rechnen hier nicht in Portionen, sondern in Spendern", berichtete Gabi Rahm. Sobald das Café 50 Euro zusammen habe, gehe das Geld zu Bärbel Cardeneo, die damit einen Spender von außerhalb annehmen könne: ¸¸Acht Spender haben wir schon hoch gegeben."

Eine gute Stunde vor Ende der Aktion brachte Hausmeister Werner Scheibe Kaffeestückchen von der nahen Bäckerei Übel und berichtete, dass diese auch den Reinerlös aus allen im Geschäft verkauften Kaffeestückchen für die Typisierung spende. Damit war sichergestellt, dass Bärbel Cardeneo keinen Blutspender mehr wegschicken musste, zumal manche auch selbst für die Typisierung bezahlten oder einen Geldbetrag spendeten. Einwurf

Heidelore Kruse, DUERNBG / DUERNBG

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.33
Datum: Montag, den 09. Februar 2004
Seite: Nr.17
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 09.02.2004 : Stadtteil sensibilisiert

Stadtteil sensibilisiert

Die Welle der Hilfsbereitschaft für den an Leukämie erkrankten  Simon Wenz reißt nicht ab. Jetzt haben sich seine Lehrer und Mitschüler in der Kottenschule und auch deren Eltern mächtig für den Achtjährigen ins Zeug gelegt. Die Schule organisierte eine Art von ¸¸Betriebstypisierung" am Samstag, brachte durch gemeinsames Engagement das dafür nötige Geld auf und mobilisierte Blutspender. Mit den Schülern, die das Schicksal eines der ihren in die Familien trugen, wurde fast ein ganzer Stadtteil sensibilisiert. Selbst die Meldung, dass es dem Jungen wieder schlecht geht, hatte potenzielle Blutspender nicht - wie befürchtet - zurückgehalten, sondern die Aktion für sie nur noch dringender gemacht.

Heidelore Kruse, DUERNBG / DUERNBG

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.33
Datum: Montag, den 09. Februar 2004
Seite: Nr.17
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 07.02.2004 : Spender gefunden, aber: Simon geht es zu schlecht

Spender gefunden, aber: Simon geht es zu schlecht

Transplantation unmöglich: Viele bösartige Zellen - Typisierung läuft weiter

Es gibt eine gute Nachricht und eine schlechte: Für den leukämiekranken Simon Wenz wurde ein potenzieller Knochenmarkspender gefunden. Doch kann die Transplantation nicht stattfinden, denn dem Achtjährigen geht es zu schlecht. Erst für März kann eine Übertragung ins Auge gefasst werden. Nichtsdestotrotz läuft die große Typisierungsaktion am 14. Februar im Stadion, denn bis März könne noch viel passieren. Auch Corinna Wenz, Simons Mutter, appelliert an die Menschen, sich typisieren zu lassen, denn nach wie vor seien zu wenig Spender in der Datei erfasst.

¸¸Nein", sagte Corinna Wenz, ¸¸die Nachrichten sind nicht so gut. Aber Simon ist ein Kämpfer." Alles sei schon auf einen Transplantationstermin noch im Februar hingelaufen. Doch seit Donnerstagabend stehe fest, dass Simon nicht transplantiert werden könne. Sein Knochenmark habe sich noch einmal verschlechtert. Zum Transplantieren seien zu viele Leukämiezellen vorhanden. Erfahrungsgemäß seien die Ergebnisse der Übertragung schlechter, weshalb die Ärzte sich gegen den Februar-Termin entschieden hätten. Seit Dienstag wird Simon in der Freiburger Uni-Kinderklinik behandelt, dort findet auch die Transplantation statt.

Aus diesem Grund wurde gestern mit einer weiteren Chemotherapie begonnen, berichtete die Mutter am Telefon weiter. Sie sei anders als die bisherigen fünf Chemoblöcke zusammengesetzt und solle die bösartigen Zellen abtöten. Nach der fünftägigen Infusion gehe Simon in eine dreiwöchige Erholungsphase, danach erst könne mit der vorbereitenden Chemo für die Transplantation begonnen werden.

Seit Dienstag ¸¸haben wir volles Programm", schilderte Corinna Wenz den Klinikaufenthalt in Freiburg. Simon werde von Kopf bis Fuß untersucht. Als Beispiele nannte sie: EEG, Ultraschall vom Bauch, Limbalpunktur, bei der Gehirnwasser gezogen wird, Tuberkulosetest, Computertomografie der Lunge. Das meiste kenne Simon schon. Sie habe ihm die momentane Situation erklärt, warum er noch nicht transplantiert werden könne und er habe mit ¸¸Ist in Ordnung" reagiert.

Die 33-Jährige freut sich darüber, dass in Kaiserslautern so viel getan wird, um Simon zu helfen. Auch wenn jetzt wohl ein Spender für Simon gefunden sei, müsse die Typisierungsaktion weiterlaufen. ¸¸Andere Kinder haben vielleicht nicht das Glück und sterben an Leukämie", denn die Krankheit könne jeden treffen.

Auch Bernhard Thiele, Leiter des Instituts für Immunologie und Genetik, und Eva Estornell-Borrull, Leiterin der Krebsgesellschaft in Kaiserslautern, betonen: Solange die Transplantation nicht gelaufen sei, könne immer noch etwas passieren. Bis März sei noch eine lange Zeit. Thiele: ¸¸Wir freuen uns alle riesig, dass sich für Simon eine Chance auftut. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben." Er hält es für wichtig, einen guten Reservespender bereitzustellen, ¸¸denn wenn die Zellen nicht anwachsen, sind wir da, wo wir jetzt stehen". Estornell-Borull ergänzte, dass in der Region, eine größere Chance bestehe, einen besseren Spender zu finden. (ita)

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.32
Datum: Samstag, den 07. Februar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 
 
 

Rheinpfalz - 07.02.2004 : Hilfen für Simon

Hilfen für Simon

Die Kottenschule, in der der leukämiekranke Simon Wenz die zweite Klasse besucht, veranstaltet heute von 8 bis 12 Uhr bei ihrem Elternsprechtag auch einen Kuchenbasar. Der Erlös geht auf das Sonderkonto der Deutschen Knochenmarkspenderdatei. Ebenfalls für den kranken Jungen ist der Erlös des Spielfestes gedacht, das heute von 14 bis 17 Uhr in der Sporthalle des TuS 04 Dansenberg stattfindet. Alle Kinder zwischen vier und zwölf Jahren sind, auch wenn sie nicht Mitglied im Verein sein, eingeladen. Während des FCK-Spiels heute gegen den 1. FC Köln sind Mitglieder des FCK-Fanbeirats mit Sammelbüchsen im Stadion unterwegs, um Geld für die Typisierungsaktion zu erbitten. Die Theodor-Heuss-Grundschule sucht noch Sachspenden und Helfer für einen Flohmarkt zugunsten von Simon. Er soll am 14. Februar stattfinden. Kontakt: Gudrun Oeckinghaus, Telefon 0631/3606440 oder 69229.

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.32
Datum: Samstag, den 07. Februar 2004
Seite: Nr.16
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Rheinpfalz - 06.02.2004 : Hilfsbereitschaft reißt nicht ab

Hilfsbereitschaft reißt nicht ab

Bereits etliche Betriebstypisierungen im Vorfeld des Aktionstags für Simon Wenz gelaufen

Die Hilfsbereitschaft für den leukämiekranken Simon Wenz reißt nicht ab: Viele wollen einen Beitrag zur Behandlung des Jungen leisten. Etwa 100 Typisierungen hat das Institut für Immunologie und Genetik im Westpfalz-Klinikum bereits vor dem großen Typisierungstag am 14. Februar im Fritz-Walter-Stadion gemacht.

Alle diese Betriebstypisierungen seien entweder von den Beschäftigten oder den Geschäftsleitungen vorfinanziert gewesen, betonte gestern der Leiter des Instituts, Bernhard Thiele. Er hat den Terminkalender auch in der nächsten Woche noch voll mit Firmen, deren Mitarbeiter nicht nur Blut, sondern auch das Geld für die Untersuchung spenden. So hat er am Mittwoch 28 Mitarbeitern des St.-Hedwig-Altenheims mit ihrem Chef Volker Werle Blut abgenommen. Bei der Firma K.O. Braun in Wolfstein ließen sich über 20 Personen Blut abnehmen.

Mit im Boot ist die hämatologische und onkologische Praxis Richard Hansen, die ¸¸nebenbei" in Betriebe geht, aber auch während der Sprechstunde Blut abnimmt. Beispielsweise bei über 30 Mitarbeitern der Gasanstalt oder dem Sanitätshaus Ank mit rund 40 Leuten. Die Volksbank hat mit ihren Beschäftigten ebenfalls einen Extra-Typisierungstermin vereinbart. Auch die Bank übernimmt die 50 Euro, die pro Blutabnahme gebraucht werden. ¸¸Vielleicht ist jemand von uns wirklich die Stecknadel im Heuhaufen", sagte Vorstandsmitglied Karl-Heinz Reidenbach.

Daneben laufen weiterhin Aktivitäten, um Geld für die Typisierungsaktion am 14. Februar in der Nordtribüne des Stadions bereitzustellen. So baut C&A am Samstag in seinem Haus in der Eisenbahnstraße eine Sektbar auf, die von 10 bis 18 Uhr offen ist. Der Erlös fließt ebenfalls auf die Sonderkonten ¸¸Hilfe für Simon und andere" der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). 1500 Euro haben Mitarbeiter und Geschäftsleitung der Firma Fuchs Lubritech in Weilerbach gespendet.

Die Theodor-Heuss-Grundschule möchte ebenfalls mithelfen und veranstaltet einen Flohmarkt am Samstag, 14. Februar, von 10 bis 12 Uhr. Dafür werden noch Spenden gesucht, die im Elternsprechzimmer abgegeben werden können. Helfer werden ebenfalls noch benötigt, die am Tag vorher von 12 bis 13 Uhr und am 14. Februar ab 8 Uhr mitorganisieren. (ita)

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.31
Datum: Freitag, den 06. Februar 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 


Rheinpfalz - 05.02.20
04 : Die Aktion wird einige Menschenleben retten

¸¸Die Aktion wird einige Menschenleben retten"

Der Immunologe Bernhard Thiele über die geplante Typisierungsaktion für Simon und wie es danach weitergeht

Die Zeit für den leukämiekranken Simon Wenz drängt. In internationalen Dateien wird nach einem Stammzellspender für den Achtjährigen gesucht. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die große Typisierungsaktion bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern und bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Die Typisierungsaktion soll am 14. Februar von 10 bis 18 Uhr in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions stattfinden. Federführend bei der Blutuntersuchung ist das Institut für Immunologie und Genetik im Westpfalz-Klinikum, das jede zehnte Blutprobe kostenlos untersucht und damit ohne Gewinn arbeitet. Unsere Redakteurin Marita Gies sprach mit dem Leiter des Instituts, Bernhard Thiele (48), einem promovierten Mediziner.


Zuerst die Frage aller Fragen: Wer kann sich typisieren lassen?

Jeder, der gesund, älter als 18 und jünger als 55 Jahre ist und der an keinen chronischen Krankheiten wie schwerem Rheuma oder chronischer Hepatitis oder Krebs leidet. Kurzfristige Erkrankungen wie eine Erkältung spielen keine Rolle. Übrigens muss niemand nüchtern kommen an dem Tag. Man darf vorher essen.

Was muss ein möglicher Stammzellspender - denn der wird ja bei einer solchen Typisierungsaktion gesucht - vorher bedenken?

Er sollte sich bewusst machen, dass zwar der kranke Simon der Anlass für sein Engagement ist, er danach aber in der Knochenmarkspenderdatei registriert ist und als Stammzellspender auch für einen anderen Kranken infrage kommt. Der Spender muss bereit sein, sich der Prozedur der Knochenmarktransplantation zu unterziehen. Nichts ist schlimmer, als wenn bei dem Patienten Hoffnung aufkeimt, weil sich ein passender Spender in der Datei befindet, und der springt dann im entscheidenden Moment ab.

Was passiert mit den fünf Millilitern Blut, die abgezapft werden?

Das Blut wird mit speziellen molekularbiologischen Methoden untersucht. Wir suchen die Muster der Gene so lange ab, bis wir erst einmal im Groben wissen, wie viele so genannte HLA-Merkmale übereinstimmen.

Sie fahnden also nach dem ¸¸genetischen Zwilling". Warum ist das so schwierig?

Wir haben 1200 verschiedene HLA-Merkmale in der Bevölkerung, sechs bei jeder Person. Das ergibt etwa eine Milliarde Merkmalskombinationen. Das ist vergleichbar mit einem Treffer im Lotto. Deshalb brauchen wir so viele Menschen, die sich typisieren lassen. Jede Typisierung erhöht die Chance, einen Treffer zu landen. Erfahrungsgemäß sind in der Region, in der der Patient aufgewachsen ist, die Chancen deutlich größer.

Alle Suchmaschinerien für Simon laufen schon. Der Junge wird ja bereits für eine Transplantation vorbereitet. Wenn jetzt vor der Typisierungsaktion jemand gefunden wird, der passt, was passiert dann?

Wir sind dem Patienten gegenüber verpflichtet, alle Suchstrategien auszuschöpfen. Auch wenn vor dem 14. Februar ein Spender gefunden wird, müssen bei ihm noch einmal alle Merkmale auf Übereinstimmung abgecheckt werden. Das braucht Zeit.

Dann kann man die Kaiserslauterer Typisierungsaktion nicht einfach abblasen?

Auf keinen Fall. Wir wissen ja nicht, ob es überhaupt zur Transplantation kommt. Bis dahin kann noch viel passieren. Es gibt medizinische Gründe, die den potenziellen Spender momentan oder auf Dauer ausfallen lassen. Das passiert immer wieder. Außerdem warten ja ganz viele andere auf eine Knochenmarktransplantation. Diese Aktion in Kaiserslautern wird mit Sicherheit einige Menschenleben retten. Allein in Deutschland gibt es einige hundert Menschen, die warten.

Wie wird Simon auf die Knochenmarktransplantation vorbereitet?

Er muss natürlich psychologisch darauf eingestellt werden. Zudem werden vor der Transplantation alle Blut bildenden Zellen abgetötet. Mit einer Chemotherapie oder per Bestrahlung. Das ist eine tödliche Behandlung, wenn danach nichts mehr passiert. Etwa, wenn der Spender seine Einwilligung zurückzieht. Dann muss man ganz schnell einen anderen finden.

Gesetzt den Fall, es läuft alles gut mit der Transplantation - was spielt sich danach in Simons Körper ab?

Zu dem Zeitpunkt sind die bösartigen Zellen abgetötet, aber auch die eigenen Blut bildenden Zellen sind zerstört. Jetzt muss man darauf hoffen, dass die Saat der neuen Zellen aufgeht. Sie finden von alleine ihren Platz ins Knochenmark und besiedeln es neu. Dann müssen sie anwachsen. Ein neues Blut bildendes System und damit ein neues Immunsystem wachsen heran. Beide sind überlebenswichtig. Bis dahin ist das Kind fast schutzlos jeder Infektion ausgeliefert.

Was kann nach der Knochenmarktransplantation noch schief gehen?

Das nachwachsende Immunsystem kann gegen den Patienten reagieren. Das macht es besonders dann, wenn die Gewebemerkmale nicht genau übereinstimmen. So eine Reaktion kann für einen Patienten tödlich sein.

Wenn auch das gut geht: Wann weiß ich, dass jetzt wirklich alles geklappt hat, dass der Patient eine Chance hat?

Die Chance einer Transplantation ist besonders bei jungen Menschen hoch. Sie überstehen erstaunlich gut eine solche physische und psychische Extremsituation. Es gibt Etappen nach der Stammzelltransplantation, an denen sich der Erfolg messen lässt. Nach einigen Tagen kann man feststellen, ob im Blut neue Zellen auftreten. Man sieht quasi den Sproß aus der Erde kommen. Ein Bäumchen wird"s erst nach einigen Wochen, wenn die Spender-Zellen immer mehr werden und keine bösartigen Zellen wiederkehren.

Letzte Frage: Was passiert mit den Blutproben der Typisierungsaktion?

Am Anfang machen wir nur Gewebetypisierungen, keinen HIV-Test, keine Blutgruppenbestimmung oder anderes. Erst wenn jemand in die Auswahl kommt, geht es in die Details. Von allen anderen behält man anonymisierte Rückstellproben, um sie nachzuuntersuchen, für den Fall, dass sie für einen anderen Patienten passen.

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.30
Datum: Donnerstag, den 05. Februar 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 


Kaiserslauterer Internetzeitung - 04.02.2004 : Knochenmarkspender-Suche: Typisierung am 14. Februar in der Nordtribüne

Knochenmarkspender-Suche: Typisierung am 14. Februar in der Nordtribüne

Die groß angelegte Knochenmark-Spendersuche für den leukämiekranken Simon Wenz findet am 14. Februar von 10 bis 18 Uhr in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions statt. Jeder Kaiserslauterer zwischen 18 und 55 Jahren, der frei von chronischen Krankheiten ist, kann zu einer Einwilligung in die Knochenmarkspende und zu einer kleinen Blutentnahme kommen. Die Typisierung ist kostenlos. Allerdings kann man auch die Kosten von 50 Euro für die Blutgewebsuntersuchung übernehmen, um die Aktion finanziell zu unterstützen.

Rund 120 Helferinnen und Helfer werden bereitstehen, um einen erwarteten Andrang von ein bis zwei tausend Freiwilligen abzuwickeln. Die Teilnehmer werden zunächst aufgeklärt und müssen in eine Knochenmark-Spende einwilligen, die auf sie zukommen kann, wenn sie ein passender Spender sind. Birgit Platz von der Krebsberatungsstelle hofft, dass an diesem Tag ein passender Spender für Simon Wenz gefunden wird. In jedem Fall würden bei Aktionen dieser Größenordnung immer drei bis fünf passende Spender für einen suchenden Leukämiekranken gefunden, meint Frau Platz. Auch für die Zukunft sind die Blutdaten gespeichert, so dass jeder Teilnehmer vielleicht einmal in der Zukunft angeschrieben wird, wenn eine Knochenmarkspende benötigt wird.

Die Blutuntersuchung bezieht sich zunächst auf ein grobes Raster von vier Gewebsmerkmalen. Stimmen diese mit dem Blut von Simon überein, wird das Spenderblut genauer untersucht. Um möglichst keine Abstoßung hervorzurufen, muss das Spenderblut möglichst genau die selben Eigenschaften wie die des Leukämiekranken haben. Nach der großen Typisierungsaktion werden die Blutspenden auf verschiedene Labors verteilt, die unter Hochdruck die Bluteigenschaften ermitteln. Denn für eine Transplantation bleibt bei Simon Wenz nicht mehr viel Zeit.

Kaiserslauterer Internetzeitung, 04.02.2004

 
 
 


Rheinpfalz - 04.02.2004 : Der Termin steht

Der Termin steht

Die Typisierungsaktion für den Leukämie-kranken Simon wurde auf Samstag, 14. Februar, terminiert.

Von 10 bis 18 Uhr soll die Blutabnahme in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions laufen. Der Termin wurde von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in Tübingen und der Krebsgesellschaft Kaiserslautern vorgezogen,  nachdem klar wurde, dass das ursprünglich geplante Datum Anfang März für Simon zu spät kommt.

Parallel dazu läuft die Suche nach einem möglichen Knochenmarkspender für den Achtjährigen auf Hochdruck weiter. Simon ist seit gestern wieder in der Transplantationszentrale in Freiburg, wo bereits alle Voruntersuchungen für die Übertragung der Stammzellen laufen.

Für heute wurde beim Autohaus Rittersbacher eine Betriebstypisierung anberaumt. Auch andere wollen helfen: So baut der Karstadt- Betriebsrat am Samstag von 10 bis 16 Uhr eine Sektbar auf, deren Erlös für die Aktion gedacht ist.(ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.29
Datum: Dienstag, den 04. Februar 2004
Seite: 01_LKAI
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 


Kaiserslauterer Internetzeitung - 03.02.2
004 : Knochenmarkspender für Simon gesucht: Typisierungsaktion läuft an

Knochenmarkspender für Simon gesucht: Typisierungsaktion läuft an

Gestern haben die ersten Freiwilligen einer Kaiserslauterer Firma Blut gespendet für die Typisierungsaktion, mit der ein passender Knochenmarkspender für den leukämiekranken Simon Wenz gefunden werden soll. (Siehe unser Bericht am 27. Januar) Dem achtjährigen Patienten geht es nach mehreren Krebsbehandlungen überraschend schlechter als gewünscht. Die Typisierungsaktion wird daher von Anfang März auf Februar vorverlegt. Die Knochenmarktransplantation kann nicht mehr lange warten.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht. Innerhalb nur weniger Tage kamen beachtliche 50.000 Euro an Spenden zusammen, mit denen zunächst 1.000 Blutuntersuchungen und Aufnahmen in die Spenderkartei bezahlt werden können. Je mehr Geld zusammen kommt und je mehr Kaiserslauterer sich an der Typisierungsaktion beteiligen, desto größer die Chance, einen passenden Knochenmarkspender zu finden und das Leben von Simon zu retten. Die Beteiligung an der Hilfsaktion für Simon ist groß und eint fast die ganze Stadt: Stadtverwaltung und FCK, Vereine und Private spenden oder und stellen sich als mögliche Knochenmarkspender zur Verfügung. Neue Geldspenden kommen von Flohmärkten oder Benefizkonzerten. Der Aufruf zur Typisierungsaktion hängt an den Türen von Geschäften und Kneipen in der Innenstadt. Halten Sie sich durch die Rheinpfalz, die Website www.Hilfe-fuer-Simon.de oder unsere Zeitung über den Termin der Typisierungsaktion auf dem Laufenden.

Spendenkonten: Konto 2709 Kreissparkasse BLZ 540 502 20,
Konto 333 344 Stadtsparkasse BLZ 540 501 10

Kaiserslauterer Internetzeitung, 03.02.2004

 
 
 


Rheinpfalz - 03.02.2004 : Die ersten elf Blutspender für Simon

Die ersten elf Blutspender für Simon

Betriebstypisierung in Waldleiningen - Krebsgesellschaft: Mit voller Kraft weitermachen

¸¸Wir hoffen, dass schnell jemand für Simon gefunden wird", sagte gestern Heiko Moser aus Waldleiningen. Der 35-jährige Chef des Geotechnischen Büros Moser war mit elf Leuten der Erste, der in seinem Betrieb eine Typisierung machen ließ und auch gleich die Kosten dafür übernahm. Unterdessen machte die Krebsgesellschaft gestern klar, dass sie weiterhin zu Geld- und Blutspenden motivieren will.

Bernhard Thiele, Leiter des Instituts für Immunologie und Genetik am Klinikum, der sich mit seinem Labor für die Typisierungsaktion zur Verfügung gestellt hatte, fuhr zu dem Büro hin. In knapp einer Stunde war alles über die Bühne, berichtete Moser, zu dessen eigenen acht Mitarbeitern sich noch drei einer befreundeten Firma einfanden. Für alle elf Blutspender, denen je fünf Milliliter Blut abgezapft wurde, übernahm Moser die Kosten von 550 Euro.

Von den 50.000 Euro, die bisher auf den beiden Spendenkonten eingegangen sind, können 1000 Leute typisiert werden. Doch: Jeder vierte Leukämie-Kranke findet keinen passenden Spender, erklärte gestern Birgit Platz von der Krebsgesellschaft Kaiserslautern. Ganz wichtig sei es deshalb, die Aktion mit voller Kraft weiterzuführen. Das sei nicht nur im Sinne von Simon Wenz, dem achtjährigen Kaiserslauterer, für den die Aktion angekurbelt wurde, sondern im Sinne jedes Blutkrebs-Kranken.

Klar ist mittlerweile, dass die große Typisierungsaktion vorgezogen werden muss, weil der ursprünglich ins Auge gefasste Termin Anfang März zu spät für Simon ist. Wie berichtet haben sich die Blutwerte des Jungen so verschlechtert, dass die Aktion vorgezogen werden muss. Heute sollen Datum und Raum dafür feststehen. (ita)

HIlfe für Simon

Spendenkonten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS): Kreissparkasse Kaiserslautern, Konto 2709, BLZ 540 502 20; Stadtsparkasse Kaiserslautern, Konto 333 344, BLZ 540 501 10.

MUELLEH / MUELLEH

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.28
Datum: Dienstag, den 03. Februar 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
 

 
 
 


Rheinpfalz - 03.02.2004 : Genug gibt's nicht

¸¸Genug" gibt"s nicht

Noch kann es keine Entwarnung geben.

Zwar ist sicher, dass 50.000 Euro ausreichen, um bei 1000 Leuten das Blut zu testen und zu untersuchen, ob ein Knochenmarkspender für den achtjährigen Simon dabei ist. Sicher ist aber auch: Je mehr Leute kommen und sich fünf Milliliter von ihrem Blut nehmen lassen, desto mehr Geld wird benötigt, desto größer sind andererseits aber auch die Chancen, dass ein Spender für Simon und andere Menschen, die an Leukämie leiden, dabei ist.

Eine Million potenzielle Knochenmarkspender stehen auf der Liste der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in Tübingen. Trotzdem findet jeder vierte Kranke keinen passenden Spender. Denn es ist unglaublich schwer, einen ¸¸genetischen Zwilling" zu eruieren. Das kann nur bedeuten: Je mehr Geld, je mehr Spender, desto besser. Nicht nur für Simon.

Ein ¸¸Genug" gibt es nicht.

Von Marita Gies,
MUELLEH / MUELLEH

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.28
Datum: Dienstag, den 03. Februar 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 


Rheinpfalz - 03.02.2004 : Benefiz-Aktionen im Kreis

Hilfe für den kranken Simon

Benefiz-Aktionen im Kreis

KAISERSLAUTERN. Die Hilfsbereitschaft für den an Blutkrebs erkrankten achtjährigen Simon Wenz aus Kaiserslautern schlägt sich auch im Landkreis nieder.

In Otterbach findet am kommenden Sonntag, 8. Februar, beim ¸¸Zen-Bogyo-Do"-Verein ein Flohmarkt statt. Von 14 bis 17 Uhr werden gebrauchte Dinge zum Verkauf angeboten. Verkauft werden kann alles von Spielsachen und Kleidung über Kassetten und Bücher bis hin zu Geschirr und Hausrat. Der Basar findet im Vereinsheim in der Ziegelhütter Straße statt. Der gesamte Erlös kommt Simon zugute. Infos unter Telefon 06301/37118.

Die ¸¸Gospel Friends" in Reichenbach-Steegen veranstalten am 8. Februar, 15 Uhr, einen Benefiznachmittag zugunsten des an Leukämie erkrankten Kindes. Im Maximilian-Kolbe-Haus treten der Kinder- und Jugendchor, der Männergesangverein Reichenbach und die ¸¸Gospel Friends" auf. Außerdem werden Gegenstände versteigert, die von Privatpersonen und Firmen zur Verfügung gestellt werden. Der gesamte Erlös geht an die Familie von Simon und dient der anstehenden Typisierungsaktion. (red)

DICKR / DICKR

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.28
Datum: Dienstag, den 03. Februar 2004
Seite: Nr.18
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 


Rheinpfalz - 31.01.2004 : Simon: Höchste Eisenbahn für Transplantation

Simon: Typisierungsaktion wird vorverlegt

¸¸Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, damit wir die Typisierungsaktion vorverlegen können." Für Birgit Platz von der Krebsgesellschaft Kaiserslautern kam die Nachricht überraschend, dass der achtjährige Simon Wenz nicht mehr bis Anfang März warten kann (wir berichteten am Samstag). Seine Mutter Corinna Wenz hatte die RHEINPFALZ darüber informiert, dass ihr Leukämie-kranker Sohn die Knochenmarktransplantation früher benötigt, weil sich seit der letzten Chemotherapie wieder zu viele bösartige Zellen gebildet haben. Morgen muss die 33-Jährige mit Simon wieder ins Transplantationszentrum nach Freiburg, dort werden weitere Voruntersuchungen für die Knochenmarktransplantation gemacht. Birgit Platz will heute mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) sprechen, damit die Typisierung früher laufen kann. ¸¸Das Geld dafür ist da", teilt sie dann noch eine gute Nachricht mit. Denn: Auf dem DKMS-Spendenkonto sind bereits 50.000 Euro eingegangen. Das ist ¸¸ganz toll" und reicht für die Typisierung von 1000 Menschen, sagte Platz. Die Spendenkonten für die Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS): ¸¸Hilfe für Simon", Kreissparkasse Kaiserslautern, Konto 2709, BLZ 540 502 20; Stadtsparkasse Kaiserslautern, Konto 333 344, BLZ 540 501 10. (ita)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.27
Datum: Montag, den 02. Februar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

Kommentar:
Die Formulierung "Das Geld dafür ist da." wurde vereinzelt hinterfragt. Es soll keinesfalls bedeuten, dass genug Geld da ist. Es ist nie genug Geld für alle Typisierungen da! Lediglich das erste Etappenziel von 50.000 € für die ersten 1000 Typisierungen ist beisammen.
Bereits die Erreichung dieses Etappenzieles ist ein großartiger Erfolg für den wir allen Beteiligten danken.
Dennoch gilt weiterhin, dass für Simon und jeden weiteren, an Leukämie erkrankten Menschen jede weitere Spende und jeder weitere, zur Typisierung bereite Mensch ein weiteres Stückchen Hoffnung bedeutet.
Hierbei zählt auch die Zeit, denn die Planung der Typisierungen setzt die Kenntnis über das zur Verfügung stehende Budget voraus. Spenden Sie bitte jetzt, statt eine Spende für später zu planen.

 

 
 
 


Rheinpfalz - 31.01.2004 : Simon: Höchste Eisenbahn für Transplantation

Simon: Höchste Eisenbahn für Transplantation

¸¸Es ist höchste Eisenbahn für die Knochenmarktransplantation": Corinna Wenz hatte gestern keine guten Nachrichten. Am Telefon erklärte sie, dass sie zusammen mit ihrem achtjährigen Sohn Simon nach Freiburg gebracht wurde. Dort befindet sich ein Transplantationszentrum, in dem Mutter und Sohn gestern ein Vorgespräch für die Operation hatten. Am Donnerstag sei im St. Annastift in Ludwigshafen, wo Simon seit August letzten Jahres auf der Kinderkrebsstation behandelt wird, eine weitere Rückenmarkspunktion gemacht worden. Dabei hat sich nach den Worten von Corinna Wenz herausgestellt, dass ¸¸das Knochenmark von Simon so schlecht" ist, dass eine schnellstmögliche Transplantation erfolgen müsse. Seit der letzten Chemotherapie hätten sich mehr bösartige Zellen gebildet als in dieser Zeit tolerabel seien. In der nächsten Woche, so berichtet die 33-Jährige weiter, müssen sie erneut nach Freiburg. Dann stünden weitere Voruntersuchungen von Simon an. Die Spendenkonten für die Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS): ¸¸Hilfe für Simon", Kreissparkasse Kaiserslautern, Konto 2709, BLZ 540 502 20; Stadtsparkasse Kaiserslautern, Konto 333 344, BLZ 540 501 10. (ita)

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.26
Datum: Samstag, den 31. Januar 2004
Seite: Nr.17
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 


Rheinpfalz - 31.01.2004 : Immer mehr kündigen Hilfsbereitschaft an

Immer mehr kündigen Hilfsbereitschaft an

Voll eingeschlagen hat indes der Aufruf, dem achtjährigen Simon Wenz zu helfen, der an Leukämie erkrankt ist und dringend eine Knochenmarktransplantation braucht. Die Einsatzbereitschaft der Menschen ist überwältigend. Viele Privatpersonen, Firmen und Vereine haben sich spontan bereit erklärt, mitzumachen und sich Blut abzapfen zu lassen - und es werden immer mehr. Das ist klasse! Denn mit der Zahl der Helfer steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Simon überleben kann.

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.26
Datum: Samstag, den 31. Januar 2004
Seite: Nr.18
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
 

 
 
 


Rheinpfalz - 30.01.2004 : Homepage eingerichtet: www.hilfe-fuer-simon.de

Homepage eingerichtet: www.hilfe-fuer-simon.de

¸¸Es ist ganz unglaublich, was sich bewegt, was die Leute alles auf die Beine stellen": Birgit Platz von der Beratungsstelle Kaiserslautern der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, die die Organisation für die Typisierungsaktion für den Leukämie-kranken Simon Wenz übernommen hat, ist völlig von den Socken. Ihre Organisation versinke fast in Angeboten von einzelnen Menschen, Firmen und Vereinen, die dem Achtjährigen helfen wollen. Birgit Platz weist allerdings darauf hin, dass Betriebe, die sich mit ihren Mitarbeitern für eine Blutuntersuchung zur Verfügung stellen wollen, erst das Geld dafür sammeln müssen. Spontan hat Jürgen Reincke mit seinem Computerbüro eine Homepage in Nachtarbeit erstellt. Seit gestern ist sie unter www.hilfe-fuer-simon.de geschaltet. Die Motivation des Erzhütterers: ¸¸Wir haben selbst zwei Kinder. Unser Sohn wird demnächst auch acht Jahre alt. Wenn man überlegt, so etwas könnte einen aus heiterem Himmel selbst treffen..." Die Internetseite enthält die RHEINPFALZ-Artikel über Simon, Wissenswertes über die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), über Leukämie, Kontaktadressen und die Spendenkonten für die Typisierung. Reincke hat sich bereit erklärt, die Seite immer wieder zu aktualisieren. Info gibt es außerdem bei der Krebsgesellschaft im Westpfalz-Klinikum unter Telefon 0631/3110830. Die Spendenkonten lauten: Kreissparkasse Kaiserslautern, BLZ 540 502 20, Konto 2709; Stadtsparkasse Kaiserslautern, BLZ 540 501 10, Konto 333 344. (ita)

DUERNBG / DUERNBG

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.25
Datum: Freitag, den 30. Januar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 

 
 
 

Kaiserslauterer Internetzeitung - 29.01.2004 : Knochenmarkspender für Simon Wenz gesucht: Neue Website informiert

Knochenmarkspender für Simon Wenz gesucht: Neue Website informiert

Kaiserslautern sucht einen passenden Knochenmarkspender für den achtjährigen leukämiekranken Simon Wenz (siehe Bericht vom 27. Januar). Hierzu ist vom Computerbüro Jürgen Reincke aus eine neue Website entstanden. Die Website www.Hilfe-fuer-Simon.de informiert seit heute rund um die Suche nach einer Rettung für Simon.

Quelle:
Kaiserslauterer Internetzeitung
Datum: 29.01.2004
 

 
 
 

Rheinpfalz 28.01.2004 : Viele wollen Simon helfen

Viele wollen Simon helfen

Gestern zahlreiche Anrufe bei Krebsgesellschaft und RHEINPFALZ

Eine erste Welle der Hilfsbereitschaft ist angelaufen. Zahlreiche Menschen haben sich gestern bei der RHEINPFALZ und der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern gemeldet, weil sie dem achtjährigen Simon Wenz helfen wollen. Er ist - wie berichtet - an Leukämie erkrankt und benötigt dringend eine Knochenmarktransplantation.

Zur Vorbereitung auf die Stammzelltransplantation ist eine große Typisierungsaktion in Kaiserslautern geplant. Dieser Tag, an dem sich möglichst viele Menschen fünf Milliliter Blut abzapfen lassen sollen, wird Anfang März stattfinden. Gleichzeitig werden Geldspenden benötigt, damit die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die die Aktion zusammen mit der Krebsgesellschaft durchführt, ihre Kosten decken kann.

In der RHEINPFALZ-Redaktion gingen gestern bereits zahlreiche Anrufe und E-Mails ein: Vereine und Firmen wollen Geld sammeln und/oder ihre Mitglieder und Mitarbeiter für die Bluttypisierung motivieren. Beispielsweise plant der Zen-Bogyo-Do-Verein in Otterbach einen Flohmarkt, Karnevalvereine wollen Geld sammeln, die Fachhochschule Kaiserslautern hat eine Spendenaktion gestartet, auch der Tus Hohenecken will für Simon sammeln. Das DRK hat sich bereit erklärt, bei der Typisierungsaktion zu helfen. Opel-Mitarbeiter wollen eine Typisierungsaktion im Betrieb organisieren.

Wer helfen will, kann sich von Montag bis Freitag zwischen 9 und 13 Uhr mit der Krebsgesellschaft im Westpfalz-Klinikum in Verbindung setzen: Telefon 0631/3110830. (ita)


Hilfe für Simon

Spendenkonten:
Stadtsparkasse, Konto 333 344, BLZ 540 501 10;
Kreissparkasse, Konto 2709, BLZ 540 502 20.
 

DUERNBG / DUERNBG

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.23
Datum: Mittwoch, den 28. Januar 2004
Seite: Nr.13
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 
 
 


Rheinpfalz 27.01.2004 : Suche nach ¸¸genetischem Zwilling"

Suche nach ¸¸genetischem Zwilling"

Für den an  Leukämie erkrankten Simon Wenz wird ein Knochenmarkspender gesucht

Die Hilfe für Simon Wenz ist angelaufen. Der Achtjährige leidet seit August an  Leukämie (wir berichteten). Inzwischen ist klar, dass er eine Knochenmarktransplantation benötigt, denn die fünf Chemotherapie-Blöcke schlugen fehl. Jetzt bereiten die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz und die Deutsche Knochenmark-spenderdatei (DKMS) einen Typisierungstermin für Anfang März vor. Simons Mutter, Corinna Wenz, baut darauf, dass sich an diesem Tag möglichst viele potenzielle Spender Blut abnehmen lassen. Außerdem werden Geldspenden benötigt.

Bei Birgit Platz, Mitarbeiterin der Krebsgesellschaft, laufen die Fäden für die Typisierungsaktion zusammen. Sie stellte gestern in einer Pressekonferenz im Westpfalz-Klinikum die weitere Vorgehensweise dar. Corinna Wenz, die 33-jährige Mutter von Simon, schilderte den bisherigen Verlauf der bösartigen Erkrankung von der Diagnose über den kompletten Blutaustausch bis hin zu den Chemotherapien. ¸¸Momentan geht es Simon körperlich gut", stellte sie fest.

Zentraler Punkt bei dem Treffen gestern war die Typisierungsaktion. Alessandro Hämmerle von der DKMS erläuterte, der Aktionstag solle in Kaiserslautern veranstaltet werden, denn im genetischen Umfeld der Eltern bestehe die größte Chance, einen passenden Knochenmarkspender zu finden. Ziel der DKMS sei es, möglichst viele Stammzellspender in die Datei aufzunehmen. Je mehr Menschen zum Typisieren kommen, desto größer sei die Möglichkeit, dass für Simon oder einen anderen an  Leukämie erkrankten Menschen ein Spender gefunden werde. Die DKMS verfügt über eine Kartei, in der eine Million potenzielle Lebensspender aufgenommen sind. Weder hier noch in anderen weltweiten Dateien ist bisher ein ¸¸genetischer Zwilling" von Simon gefunden worden.

Wer sich an dem Aktionstag beteiligen will, der voraussichtlich für Anfang März organisiert wird, muss eine Einverständniserklärung unterzeichnen, dass die Gewebedaten seines Blutes in die Kartei aufgenommen werden dürfen. Hämmerle stellte klar, dass die Zustimmung widerrufen werden könne, keinesfalls eine Verpflichtung bis ans Lebensende sei.

Für den Anfang werden fünf Milliliter Blut benötigt. Spenden kann nach den Worten Hämmerles jeder, der zwischen 18 und 55 Jahren alt und in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Die Prozedur an dem Aktionstag ist bis auf mögliche Wartezeiten in 15 Minuten erledigt.

Zur Registrierung der neuen Spender sind dringend auch Geldspenden erforderlich. Registrierung und die Untersuchung des Bluts auf seine Gewebemerkmale kosteten die DKMS 50 Euro pro Kopf. Deshalb sei unabhängig von Blutspenden auch finanzielle Unterstützung nötig. Hämmerle machte allerdings klar, dass nicht jeder, der Blut spenden wolle, auch 50 Euro mitbringen müsse.

Sollte jemand als Knochenmarkspender infrage kommen, gebe es zwei Arten der Knochenmarktransplantation, erklärte Hämmerle weiter: Beide seien ohne Risiko. Einmal handele es sich dabei um die klassische Methode, bei der man Stammzellen, die ¸¸Mutterzellen" aller Blutzellen, unter Vollnarkose aus dem Beckenknochen gewinne. Alternativ dazu werde bei etwa 70 Prozent der Entnahmen die periphere Stammzellentnahme praktiziert, bei der ähnlich wie bei einer Dialyse vorgegangen werde. Während bei der ersten Methode mit einem stationären Aufenthalt von zwei bis drei Tagen gerechnet werden müsse, handele es sich bei der peripheren Entnahme um einen ambulanten Eingriff. Die Entscheidung darüber treffe der Arzt.

Fatal wäre es, wenn der Spender seine Zustimmung kurz vor dem Transplantationstermin widerrufe. Denn der Patient werde auf dieses Datum hin vorbereitet, was unter anderem bedeute, dass sein Immunsystem heruntergefahren werde und gleich Null ist.

Neben der DKMS und der Krebsgesellschaft hat auch Bernhard Thiele, Leiter des Instituts für Immunologie und Genetik am Klinikum, seine Unterstützung zugesagt. Mit im Boot sind bisher auch die Stadtverwaltung Kaiserslautern, der 1. FC Kaiserslautern und der Verein ¸¸Lichtblick 2000". Sie wollen für den Typisierungstag zu Blut- und Geldspenden motivieren. (ita) Kommentar


Hilfe für Simon

Spendenkonten:
Kreissparkasse Kaiserslautern, Konto 2709, BLZ 540 502 20
Stadtsparkasse Kaiserslautern, Konto 333 344, BLZ 540 501 10.

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.22
Datum: Dienstag, den 27. Januar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper

 
 
 


Kaiserslauterer Internetzeitung - 27.01.2004 : Knochenmarkspender für Simon Wenz gesucht - Große Resonanz auf "Rheinpfalz"-Aufruf

Knochenmarkspender für Simon Wenz gesucht - Große Resonanz auf "Rheinpfalz"-Aufruf

Für den achtjährigen leukämiekranken Simon Wenz sucht Kaiserslautern im März einen Knochenmarkspender. Nachdem mehrere Chemotherapien fehlgeschlagen sind, hat das Kind nur noch eine Überlebenschance, wenn ein passender Knochenmarkspender gefunden wird. In einer Datenbank mit Millionen potentiellen Spendern wurde kein genetisch passender Mensch gefunden. Jetzt hoffen die Ärzte, dass im Umfeld der Eltern hier in Kaiserslautern jemand lebt, der ähnliche Erbmerkmale hat. Ein Aufruf der heutigen Ausgabe der "Rheinpfalz" hatte im Tagesverlauf bereits ein gewaltiges Echo.

Möglichst viele Kaiserslauterer sollen sich an einer Bluttypisierungsaktion Anfang März beteiligen. Dafür sammeln die Organisatoren der Aktion vor allem auch Geld, da die Typisierung einer einzelnen Blutprobe 50 Euro kostet. Wird ein Knochenmarkspender gefunden, kann dem leukämiekranken Simon mit einer Knochenmarkübertragung geholfen und das Leben möglicherweise gerettet werden.

Von einer großen Resonanz auf den Tageszeitungsaufruf von heute morgen berichtet Birgit Platz, bei der die Fäden für die Typisierungsaktion zusammenlaufen. Viele Gruppen und Vereine haben bereits Geld zugesagt, so vom Kuchenverkauf oder von Karnevalssitzungen. Benötigt wird aber auch weiterhin Geld, so dass möglichst viele Blutproben untersucht werden können. In zwei bis drei Wochen werden Tag und Ort der Typisierung bekannt gegeben.

Dann kann jeder ohne Anmeldung daran teilnehmen. Die Prozedur besteht zunächst in einer Einverständniserklärung und einer Abnahme einer geringen Menge Blutes. Alle Teilnehmer müssen bereit sein, sich im Fall, dass sie ein genetisch ähnliches Knochenmark wie Simon haben, sich Knochenmark oder Blut in der Klinik entnehmen zu lassen. Das kann je nach Einschätzung der Ärzte ambulant geschehen oder auch stationär, was drei Tage dauern kann. Nähere Auskünfte gibt hierzu auch die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Beratungsstelle Kaiserslautern, unter Telefon 0631/3110830 wochentags von 9 bis 13 Uhr.

Geldspenden für die Knochenmarkbestimmungen können überwiesen werden auf folgende Konten: Kreissparkasse Kaiserslautern, Konto 2709, Bankleitzahl 540 502 20 und Stadtsparkasse Kaiserslautern, Konto 333 344, Bankleitzahl 540 501 10.

Quelle:
Kaiserslauterer Internetzeitung
Datum: 27.01.2004
 

 
 

Rheinpfalz 23.01.2004 : Simon kämpft um sein Leben

Simon kämpft um sein Leben

Achtjähriger leidet an  Leukämie - Knochenmarktransplantation nötig: Typisierungsaktion geplant

Für Simon hat der Wettlauf ums Leben begonnen. Der Achtjährige leidet an  Leukämie, an Blutkrebs (AML), der zu einer lebensgefährlichen Vermehrung der weißen Blutkörperchen führt. Seit Anfang August letzten Jahres die Krankheit des Jungen entdeckt wurde, liegt er im Krankenhaus. Inzwischen steht fest, dass er die  Leukämie nicht aus eigener Kraft bezwingen kann. Er braucht eine Knochenmarktransplantation. Dazu muss vorher eine Typisierungsaktion gemacht werden, bei der sich so viele Freiwillige wie möglich fünf Milliliter Blut abnehmen lassen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die genetischen Merkmale eines potenziellen Knochenmarkspenders und von Simon fast völlig übereinstimmen müssen.

Zurzeit wird Simon im St.-Annastift in Ludwigshafen behandelt. Behandelt bedeutet: Chemotherapie. Fünf Chemos hat er bereits hinter sich. Alle schlugen fehl. Seine Mutter Corinna Wenz, die sich seit dem Ausbruch der Krankheit bei ihrem Sohn im Krankenhaus aufhält, erzählt, wie alles anfing: In der Nacht vom 6. auf den 7. August 2003 brachte sie Simon in die Kinderambulanz des Westpfalz-Klinikums. Dort wurde sofort ein großes Blutbild gemacht. Das Ergebnis war so schlecht, dass Simon und seine Mutter direkt mit dem Krankenwagen nach Ludwigshafen gebracht wurden. Von hier ging es gleich weiter in die Uni-Kinderklinik Heidelberg. Dort haben die Ärzte dem Achtjährigen, der in Kaiserslautern die Kottenschule besucht, erst einmal das gesamte Blut ausgetauscht. Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die für die Infektabwehr und das Immunsystem zuständig sind, hatten sich auf unglaubliche 362.000 vermehrt. Normale Werte liegen zwischen 4000 und 10.000.

Gleichzeitig wurde mit einer leichten Chemotherapie angefangen. Die 33-jährige Mutter kennt sich mit der bösartigen Krankheit ihres Sohnes mittlerweile fast so gut aus wie ein Arzt. Eine Lumbalpunktion, bei der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit aus dem Rückenmarkskanal gezogen wird, ging einer Knochenmarkentnahme voraus. ¸¸Die ersten vier Wochen waren ganz schlimm für Simon", meint Corinna Wenz rückblickend.

Mittlerweile geht es ihrem Sohn wieder ganz gut, obwohl er Fieber hatte. Die weißen Blutkörperchen waren auf 100 abgesackt, die Immunabwehr am Boden. ¸¸Es braucht dann nur ein Lufthauch zu kommen und er könnte sterben", schildert sie die Gefahr. Deshalb darf niemand ohne Mundschutz zu Simon, seine Schulkameraden oder Freunde dürfen ihn gar nicht besuchen: ¸¸Kinder schleppen viele Krankheiten mit sich rum", sagt die Mutter.

Simon weiß alles über sein Leiden. ¸¸Man muss ehrlich mit ihm umgehen, sonst fühlt er sich veräppelt", spricht die Kaiserslautererin den Umgang mit der  Leukämie an. Niederschmetternd: Ein anderer Junge mit  Leukämie, der bei ihm auf dem Zimmer lag, starb am 29. Dezember nach einer Knochenmarktransplantation. Am 31. Dezember haben Mutter und Sohn dann erfahren, dass auch Simon eine Knochenmarktransplantation braucht, um eine Chance zum Leben zu haben. Das hat ihm zu schaffen gemacht. Corinna Wenz hat ihn wieder aufgebaut, ihm erklärt, ¸¸dass der Mensch ein Individuum ist. Wenn es bei einem Komplikationen gibt, muss das bei einem anderen nicht sein."

Am Anfang ¸¸habe ich geheult", gibt sie zu, doch ihre ¸¸Denkweise" hat sie aufrecht erhalten, spricht die Mutter von ihrer Art, mit der Angst umzugehen. ¸¸Es ist mein Kind, ich muss daran glauben, dass alles gut geht. Ich muss vom Besten ausgehen." Nicht nur Simons Leben wurde durch die schwere Krankheit komplett auf den Kopf gestellt. Auch die 33-Jährige, die Bürokauffrau bei der Arbeiterwohlfahrt war, musste ihr Leben total umkrempeln. Sie wohnt seit August von Montag bis Freitag bei Simon im Krankenhaus. Bis Sonntag fährt sie dann nach Hause, um sich ¸¸so gut es geht zu erholen". Die geschiedene Frau hatte ihren Job gekündigt, bevor sie von der Leukämie ihres Sohnes erfuhr, weil sie eine Weiterbildung zur Betriebsfachwirtin machen wollte. Das hat sie gestrichen: Simon geht vor.

Für Anfang März soll die Typisierungsaktion in Kaiserslautern organisiert werden. Corinna Wenz hofft, dass zum einen genug Menschen kommen, die ihrem Sohn helfen wollen. Doch vorher muss eine finanzielle Hürde überwunden werden: Pro Kopf kostet die Untersuchung der Gewebemerkmale 50 Euro. Kosten, die die Krankenkassen nicht übernehmen dürfen. Bei erhofften 500 bis 1000 Personen, die sich an dem Tag Blut abnehmen lassen, müssten 25.000 bis 50.000 Euro eingehen. Erst wenn das Geld da ist, können die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz alles vorbereiten.


¸¸Hilfe für Simon"

Konto bei der Stadtsparkasse: 333 344, BLZ 540 501 10.
Konto bei der Kreissparkasse: 2709, BLZ 540 502 20.
 

GIESM / GIESM

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.19
Datum: Freitag, den 23. Januar 2004
Seite: Nr.15
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
 

 

 

 

zuletzt geändert: 23.03.2007
 
 

       
                           



Typisierungsaktion am 14. Februar ´04
mehr


Wie kann ich helfen?
 

Lassen Sie sich typisieren:
Am 14. Februar ´04 fand in Kaiserslautern eine Typisierungs-aktion statt.
Verpasst?
Machen Sie noch mit!
 

Spenden Sie:
Spendenkonto zu:
"Hilfe für Simon und andere"

KSK Kaiserslautern
BLZ 540 502 20
Konto 2709

SSK Kaiserslautern
BLZ 540 501 10
Konto 333 344

Bei Überweisungen bis 100,00 EUR gilt der Beleg der Überweisung als Bescheinigung der Spende für das Finanzamt. Bei Überweisungen über 100,00 EUR bitte bei der Überweisung Ihre Anschrift angeben, damit die DKMS eine Spendenbescheinigung ausstellen kann.