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Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau
Zu den Wahlergebnissen bei den
Kommunalwahlen 2004 geht es
hier.
Innerhalb der FDP-Struktur sind die
Mitglieder und Aktivitäten in einen gemeinsamen
FDP-Verbandsgemeindeverband Landstuhl/ Bruchmühlbach-Miesau
zusammengefasst.
Weitere, gemeinsame Informationen
entnehmen Sie bitte auch der Rubrik der
Verbandsgemeinde Landstuhl.
Als Ansprechpartner steht Ihnen der
Vorsitzende des FDP-Verbandsgemeindeverbands gerne zur Verfügung:
Oliver Schneider Zollhof 17 66892 Bruchmühlbach-Miesau Tel.: 06372 / 508762
E-Mail:
oliver.schneider@arcormail.de
www.fdp-bruchmuehlbach.de
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Ergebnis der Wahl des Bürgermeisters
der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau
am 17.06.2007
Holz, Werner (SPD) 62,6%
Biehl, Jean-Pierre (CDU) 31,6%
Schneider, Oliver
(FDP) 5,8%

Ergebnisse als PDF-Datei öffnen

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Siegesfreude hier, Fehlersuche da
BRUCHMÜHLBACH-MIESAU: Nach der
Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde
Schneller
als von manchem erwartet, war am Sonntag klar, wer in den kommenden
acht Jahren an der Spitze der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau
stehen wird. Bereits nach dem ersten Wahlgang stand fest: Der Alte
ist auch der Neue. Werner Holz kann nach 17 Jahren für eine weitere
Amtsperiode auf dem Chefsessel Platz nehmen. Während der 54-Jährige
trotz ausgedehnter Siegesfeier gestern Morgen schon wieder
dienstlich auf Achse war, beginnt im Lager des CDU-Kandidaten nach
dem enttäuschenden Abschneiden die Fehlersuche.
Wie
gestern berichtet, hatte Werner Holz in allen Ortsgemeinden einen
deutlichen Vorsprung vor seinen beiden Mitbewerbern, Jean-Pierre
Biehl (CDU) und Oliver Schneider (FDP)
(siehe Grafik). Bezieht man die Ortsteile in die Analyse mit ein,
fällt lediglich Elschbach aus dem Rahmen: Hier fuhr der
SPD-Politiker mit 44,2 Prozent sein schlechtestes Ergebnis ein.
Zugleich war Elschbach der einzige der elf Stimmbezirke, in dem
Biehl mit 53,3 Prozent den Amtsinhaber übertrumpfen konnte.
Halb so
viele Stimmen wie Holz
Ansonsten
musste der 49-jährige Christdemokrat überall teilweise herbe
Verluste hinnehmen. Bereits bei der letzten Bürgermeisterwahl im
Juni 1999 war Biehl - damals einziger Herausforderer von Werner Holz
- gescheitert, doch damals fiel das Ergebnis relativ knapp aus:
Biehl kam auf 45,5, Holz auf 54,5 Prozent. Nun - acht Jahre später -
liegt der Abstand bei mehr als 30 Prozentpunkten: 2474 Wähler
machten hinter Holz" Namen ihr Kreuzchen, Biehl unterstützten 1249.
Waterloo
in Martinshöhe
Fatal:
Ausgerechnet in den beiden größten Ortsgemeinden musste Biehl
besonders viele Federn lassen: In Bruchmühlbach-Miesau schnitt er
mit 35,5 Prozent um 12,7 Prozentpunkte schlechter ab als bei der
letzten Wahl - und das, obwohl die CDU hier bei den letzten
Kommunalwahlen annähernd so stark war wie die SPD. Doch sein wahres
Waterloo erlebte Biehl in Martinshöhe, wo die Christdemokraten sogar
die Mehrheit im Gemeinderat haben: Nur 27,8 Prozent der Wähler gaben
ihm hier ihre Stimme - im Vergleich zu 1999 ein Minus von 24
Prozentpunkten. Profitiert davon hat eindeutig Werner Holz: Er legte
in Martinshöhe um 20,1 Prozentpunkte zu.
FDP-Kandidat Schneider
kam auf knapp vier Prozent Zustimmung; darunter dürften auch etliche
CDU-Wähler gewesen sein.
Enttäuscht über den Wahlausgang in der Verbandsgemeinde
Bruchmühlbach-Miesau zeigte sich denn auch der CDU-Kreisvorsitzende
Peter Degenhardt. Obwohl Biehl gegenüber der RHEINPFALZ-Umfrage vor
zwei Wochen „nochmals ordentlich Boden gutgemacht" habe, bleibe das
Ergebnis doch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Man müsse
jetzt, so Degenhardt, gemeinsam mit den Parteifreunden vor Ort
analysieren, warum man das gute Ergebnis von Jean-Pierre Biehl von
vor acht Jahren nicht habe steigern oder zumindest halten können.
Ein Schwerpunkt der Analyse werde das Ergebnis in der Ortsgemeinde
Martinshöhe sein.
Grund zur
Freude hatte dagegen die SPD: Das Wahlergebnis wertete
Kreisvorsitzender Thomas Wansch als Bestätigung von Holz" Arbeit,
„die er sehr ruhig und sehr erfolgreich schon über viele Jahre
betreibt". Dem Bürgermeister gehe es nicht ausschließlich um
Parteipolitik, sondern vor allem um Sachpolitik. „Und das haben die
Bürger honoriert."
Jörg: Strategie ist aufgegangen
Auch bei
den Liberalen, die freilich nicht mit
einem Sieg gerechnet hatten, überwog gestern die Freude: „Sehr
zufrieden" mit dem Abschneiden von Oliver
Schneider zeigte sich FDP-Kreisvorsitzende
Barbara Jörg. „Dafür, dass er erst so
kurze Zeit in der Politik aktiv ist, hat er seine Sache sehr, sehr
gut gemacht", lobte sie, kritisierte jedoch zugleich, dass die
Liberalen im Kreis
Schneider im Wahlkampf - etwa bei der
RHEINPFALZ-Podiumsdiskussion - nicht genug unterstützt hätten. „Da
muss mehr kommen", so die Vorsitzende.
Dennoch
habe Schneider in seinem Wohnort
Bruchmühlbach wie erhofft mit 11,8 Prozent ein zweistelliges
Ergebnis erzielt, außerdem habe er in Langwieden mit 8,8 Prozent gut
abgeschnitten. Die Strategie des Kreisverbands sei damit
aufgegangen: „Unser Problem ist, dass wir sehr kopflastig sind. Wir
müssen ein Fundament bekommen."
Schneiders Kandidatur habe gezeigt, wo
auch im Hinblick auf die Kommunalwahl 2009 Potenziale sind. „Wir
müssen nun schauen, dass wir in diesen Orten Listenbewerber für die
Wahl des Verbandsgemeinderats, eventuell auch für Ortsgemeinderäte
finden", sagte Jörg.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.139
Datum: Dienstag, den 19. Juni 2007
Seite: Nr.22
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Reaktionen der Kandidaten
Werner
Holz (SPD): „Anerkenntnis der Arbeit"
Werner
Holz nahm seine Wiederwahl mit der ihm eigenen Zurückhaltung zur
Kenntnis. Er kommentierte den Ausgang mit Selbstbewusstsein, aber
ohne übertriebene Euphorie, führt den Erfolg vor allem auf seine
bisherigen Leistungen als Bürgermeister zurück. „Das ist natürlich
ein tolles Ergebnis, aber ich werte es vor allem als Anerkenntnis
meiner bisherigen Arbeit", sagte er. „Es ist halt wichtig, seine
Aufgaben nicht nur bürokratisch und verwaltungsmäßig zu erledigen,
sondern für die Leute da zu sein."
Jean-Pierre Biehl (CDU): „Eindeutiges Bürgervotum"
Jean-Pierre Biehl sprach von einem „eindeutigen Bürgervotum, dem ich
mich stelle". Mit Blick auf seinen in der RHEINPFALZ-Umfrage
prognostizierten Stimmenanteil von 23 Prozent sieht er sich „sogar
als Gewinner dieser Wahl". Seine neuerliche Niederlage kommentierte
er mit den Worten: „Ich habe dem Wähler eine Alternative geboten,
aber der Wähler hat sich anders entschieden." Da er „in
ausreichendem Maße Wahlkampf betrieben" habe, lasse sich sein
„schlechtes Abschneiden auf Anhieb nicht diagnostizieren".
Oliver Schneider (FDP):
„Basis für künftige Arbeit"
Oliver Schneider zeigte sich „im Großen
und Ganzen zufrieden", da er ohnehin nicht mit seiner Wahl gerechnet
habe: „Ich bin ja nicht in der FDP
eingetreten mit dem Ziel, auf jeden Fall Bürgermeister zu werden."
Sein Ergebnis betrachtet er als „gute Basis, auf der ich meine
künftige Arbeit in der Kommunalpolitik aufbauen kann, denn es gibt
ja immer was zu tun". Da „der Wahlkampf anstrengend war und gezehrt
hat", will Schneider jetzt „erst mal
ein paar Tage Urlaub machen". Er bedauert die niedrige
Wahlbeteiligung.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.138
Datum: Montag, den 18. Juni 2007
Seite: Nr.6
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Dritte Amtszeit für Werner Holz
SPD-Bürgermeister lässt seine beiden
Rivalen weit hinter sich - Wahlbeteiligung bei 49,1 Prozent
Von
unserer Redakteurin Gabriele Schöfer Mit großem Vorsprung vor seinen
beiden Herausforderern ist Bürgermeister Werner Holz gestern in
seinem Amt bestätigt worden: 62,6 Prozent der insgesamt rund 8200
Wahlberechtigten in der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau gaben
dem SPD-Politiker ihre Stimme. Mit 31,6 Prozent musste sich
Jean-Pierre Biehl (CDU) nach 1999 zum zweiten Mal geschlagen geben.
FDP-Kandidat
Oliver Schneider kam auf 5,8 Prozent
der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,1 Prozent.
Damit
steht nun fest: Werner Holz geht in eine dritte Amtszeit und lenkt
auch die kommenden acht Jahre die Geschicke der Verbandsgemeinde.
Eine Stichwahl ist nicht mehr nötig, da der 54-jährige Miesauer
deutlich mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich
vereinen konnte.
Die
Auszählung der Stimmen in den elf Stimmbezirken konnte man live im
Internet verfolgen. Am längsten ließen die Ergebnisse aus Miesau auf
sich warten. Um 18.32 Uhr hatten die Wahlhelfer die 4007 Stimmen der
Wähler in den fünf Ortsgemeinden ausgezählt. Damit liegt die
Wahlbeteiligung bei 8167 Wahlberechtigten bei rund 49,1 Prozent.
Wie schon
im Frühjahr bei der Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde
Ramstein-Miesenbach ging nicht einmal die Hälfte aller
Wahlberechtigten an die Urnen. Nur in den kleinen Gemeinden
Gerhardsbrunn, Langwieden und Lambsborn lag die Wahlbeteiligung über
50 Prozent. Am wahlfaulsten waren die Martinshöher: Hier hatten sich
nur 47,1 Prozent auf den Weg ins Wahllokal gemacht.
...
Die
schwierigste Ausgangslage hatte FDP-Kandidat
Oliver Schneider, dessen Partei weder
im Verbandsgemeinderat noch in den Gremien der Ortsgemeinden bislang
vertreten ist und der sich erst im Wahlkampf politisch einen Namen
gemacht hat: Der 38-jährige selbstständige Verkaufsberater aus
Bruchmühlbach-Miesau kam insgesamt auf 5,8 Prozent und konnte sich
gegenüber dem Ergebnis der RHEINPFALZ-Umfrage noch leicht steigern.
Die meisten Stimmen holte Schneider mit
8,8 Prozent in Langwieden, gefolgt von seiner Heimatgemeinde, wo er
auf insgesamt 6,6 Prozent kam. Vor allem in seinem Wohnort
Bruchmühlbach konnte er punkten: Dort votierten 11,7 Prozent der
Wähler für den Jungen Liberalen.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.138
Datum: Montag, den 18. Juni 2007
Seite: Nr.6
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RHEINPFALZ-Forum in Bruchmühlbach-Miesau
mit den drei Kandidaten - Unterschiedliche Konzepte für mehr
Sicherheit
Bei der
Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau am
17. Juni gehen drei Kandidaten ins Rennen: Amtsinhaber Werner Holz
(SPD) sowie die Herausforderer Jean-Pierre Biehl (CDU) und Oliver
Schneider (FDP) lieferten sich bei der von
Redaktionsleiter Hans-Joachim Redzimski moderierten
RHEINPFALZ-Podiumsdiskussion einen Schlagabtausch. Vor allem beim
Thema Jugendkriminalität, aber auch in Sachen Wirtschaft, Bürgerbus
und Tourismus gingen die Meinungen auseinander.

Vandalismus und Gewalt durch Jugendliche, darunter auch Aussiedler,
sind vor allem in der Ortsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau mit ihren
rund 1500 Russlanddeutschen ein Dauerbrenner: Mehr als 60 Prozent
der Bevölkerung wünschen sich laut einer von der RHEINPFALZ in
Auftrag gegebenen Umfrage, dass hier mehr getan wird. Doch wie weit
darf, kann und soll man gehen, um das Problem in den Griff zu
bekommen? Diese Frage wurde heiß diskutiert: Jean-Pierre Biehl
befürwortet eine Politik der harten Hand mit „Null Toleranz".
„Irgendwo ist Schluss. Wir müssen diesen Jugendlichen zeigen, dass
sie mit ihrem Verhalten keine Chance mehr haben", betonte der
CDU-Politiker. Er beklagte, dass es bisher durch den Einsatz von
Streifen immer nur einen Verdrängungseffekt gegeben habe.
Biehl:
Aufruf zu mehr Zivilcourage
Nun solle
der Bürger mit ins Boot: „Sobald sich gewaltbereite Gruppen irgendwo
zusammenrotten, sollten die Leute immer wieder die Polizei rufen",
rief er unter Beifall zu mehr Zivilcourage auf. „Die Jugendlichen
müssen so lange vertrieben werden, bis sie aufhören." Zugleich
sollten ihnen jedoch mit Angeboten zur sinnvollen Freizeitgestaltung
und zur Beschäftigung Alternativen offeriert werden.
Amtsinhaber Holz räumte zwar Probleme ein, störte sich aber an
Biehls „Pauschalisierung" und seinem Vokabular: „Ich warne davor,
mit Wörtern wie ,zusammenrotten" und ,marodierend" zu operieren."
Nur etwa fünf Prozent der Jugend seien auffällig, relativierte er
und verwies auf die gesetzlich garantierten Grundrechte: „Wir können
nicht einfach jeden Jugendlichen, der irgendwo sitzt, permanent
vertreiben. Wohin soll das denn führen?" Auch die Jugend habe ein
Recht darauf, die kommunalen Einrichtungen wie etwa Dorfplätze zu
nutzen. „Wie wollen Sie denen denn ansehen, ob es potenzielle
Straftäter sind oder nicht?", fragte er seinen Herausforderer. „Dann
machen wir also am besten gar nichts, um ja nicht zu viel zu
machen?", konterte Biehl.
Schneider: Ehrenamtliche auf Patrouille
Der
Liberale
Oliver Schneider sprach sich gegen „Denunziantentum" aus.
Er plädierte für den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern oder
Langzeitarbeitslosen, die ins Ordnungsamt integriert werden könnten.
„Ihre Präsenz in der Gemeinde könnte der Gruppenbildung und der
Entwicklung von Gewalt entgegenwirken", ist er überzeugt. Diesen Weg
lehnten Biehl, vor allem aber Holz vehement ab.
...
Biehl:
Erbschuld der Kinder mindern
Kaum
Differenzen gab es beim Thema Finanzen: Seit Jahren hat die
Verbandsgemeinde mit einem Loch im Haushalt und einem Schuldenberg
zu kämpfen - ein Allheilmittel dagegen hatte keiner der Kandidaten
zu bieten. Da die Personaldecke ohnehin schon angespannt sei, könne
kaum weiter gespart werden, ohne die Funktionsfähigkeit der
Verwaltung zu gefährden, fanden sowohl Holz als auch Biehl, dessen
CDU-Fraktion den diesjährigen ersten doppischen Haushalt einstimmig
mitgetragen hat. ... Nach Ansicht von Werner Holz bietet
das Energiemanagement auf längere Sicht größere Einsparpotenziale.
Auch Oliver Schneider sah im Einsatz alternativer Energieformen eine
Möglichkeit, die Finanzsituation zu entspannen.
Biehl und
Schneider: Zu wenig Werbung in eigener Sache
...
Schneider
sprach sich ebenfalls für den Erhalt des Bestands aus, da dieser
auch neue Firmen anziehe. Außerdem müsse man Neuansiedlungen
vorantreiben und schnell reagieren: Mit Blick auf Holz erwähnte er
die Dreherei Neumann, die aus Lambsborn in den Kreis Kusel gezogen
ist.
...
Schneider
argumentierte, dass man auch mit kleinen Schritten Großes bewirken
könne: Firmen-Präsentationen im Amtsblatt, Hinweisschilder wie in
anderen Orten, Internetauftritte nannte er aus Beispiele. Holz
lehnte den Vorschlag der Hinweisschilder vehement ab: „Gucken Sie
sich mal die überfrachteten Schilderbäume in den anderen Orten an.
..." Auf Schneiders Frage, ob die Schilder in den
Nachbargemeinden denn alle gesetzeswidrig seien, schloss Holz nicht
aus, dass sich dies bei genauer Kontrolle tatsächlich so
herausstellen könnte.
Schneiders Aufforderung, Firmen Platz zur Selbstdarstellung im
Amtsblatt zu geben, wies Holz ebenfalls zurück: „Ich kann doch nicht
auf Kosten der Steuerzahler Privatfirmen dort werben lassen", wandte
er ein. ...
Holz: VG
kann Bürgerbus nicht finanzieren
Auch beim
Thema Senioren gingen die Meinungen der Kandidaten auseinander.
Biehl hatte vorgeschlagen, einen Bürgerbus einzurichten, um die
kleineren Orte auf der Sickinger Höhe und die Ortsteile der
Sitzgemeinde besser ins öffentliche Verkehrsnetz einzubinden. „Die
VG ist da der falsche Ansprechpartner", zog Holz sich auf seine
gesetzlich vorgegebenen Aufgabengebiete zurück. ...
Biehl
warf Holz darauf vor, wieder nur zu reagieren: „Ich mach das nicht,
weil es nicht in meinem Aufgabengebiet liegt - eine solche Haltung
kann ich nicht unterstützen." Ein Bürgerbus-Projekt müsse nicht nur
gesetzeskonform, sondern auch bezahlbar sein, entgegnete der
Bürgermeister. „Auch die Ortsgemeinden haben alle defizitäre
Haushalte", gab er zu bedenken.
Biehl
unterstrich hingegen, der Bürgerbus bleibe „kein frommer Wunsch":
„Wenn sich ein Verein gründet und ehrenamtliche Helfer sich als
Fahrer zur Verfügung stellen, dann sind die Kosten überschaubar",
bekräftigte er.
Auch
Schneider rief Holz dazu auf, „über den Tellerrand hinauszugucken".
„Wandeln durch Handeln", appellierte er an den Bürgermeister, etwas
zu tun, statt sich nur auf Vorgaben zurückzuziehen.
Die
Landschaft ist schön, doch es kommen zu wenige Urlauber, weil die
Verbandsgemeinde ihre Sehenswürdigkeiten nicht gut genug „verkauft",
kritisierte Schneider die „schlechte Imagewerbung" in Sachen
Tourismus: Nicht nur auf der Internetseite, sondern auch ganz
allgemein im Straßenbild müsse mehr getan werden. „Warum gibt es
keine Schilder an den Hauptstraßen, die Auswärtige auf Elendsklamm,
Vogelquelle oder Pilgerweg hinweisen?", fragte er. „Das sind kleine
Dinge, die wenig Geld kosten und die man sofort anpacken könnte."
...
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.129
Datum: Mittwoch, den 06. Juni 2007
Seite: Nr.22
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Rheinpfalz - 24.05.2007 : Es ist Zeit
für eine dritte politische Kraft
„Es ist Zeit für eine dritte politische
Kraft"
Herausforderer Oliver Schneider geht für
die Liberalen ins Rennen - „Zum Wohl der Bürger mehr Spielräume
nutzen"
„In der
Verbandsgemeinde ist es Zeit für eine dritte politische Kraft, die
eigene Akzente setzt", sagt Oliver Schneider.
Der 38-jährige Bruchmühlbach-Miesauer kandidiert am 17. Juni als
FDP-Kandidat fürs
Bürgermeisteramt. „Zukunftsorientiert, bürgernah, freiheitlich,
vielfältig", ist sein Wahlkampfslogan.

Will Wirtschaft und Tourismus
durch bessere Vermarktung und Förderung
voranbringen: FDP-Kandidat Oliver Schneider. -FOTO:
VIEW
Dass
seine Partei in keinem politischen Gremium der VG vertreten ist,
hält Schneider nicht für ein Manko.
„Das ändert sich vielleicht ja mal", sagt er lächelnd er und meint:
„Der Bürger sollte die Auswahl haben." SPD- und CDU-Fraktion im
Verbandsgemeinderat träfen meist einstimmige Beschlüsse. Kritik
werde deshalb selten laut. Er hingegen wolle „für mehr Dynamik und
Fortschritt in den Gemeinden" sorgen, Sach- anstatt Parteipolitik
betreiben.
Er selbst
trat erst 2005 der FDP
bei, übernahm jedoch bereits ein Jahr später den Vorsitz des
VG-Verbands Landstuhl-Bruchmühlbach-Miesau. „Das Amt zeigt mir, was
in anderen Orten möglich ist." Dass er darüber hinaus bislang noch
keine Erfahrung in politischen Gremien sammeln konnte, sieht er
gelassen: „Ich habe ziemlich viel Menschenkenntnis erworben."
Beruflich
war Schneider
bereits in verschiedenen Sparten aktiv. Nach einer Ausbildung zum
Kfz-Mechaniker zog es ihn 1988 nach Frankfurt: Dort arbeitete er als
EDV-Techniker und Berater bei einem Großhandelskonzern, später als
Prokurist im Computereinzelhandel. 1994 kam er zurück in die Heimat
und machte sich selbstständig: Heute arbeitet er als
Marketingfachmann und Verkaufsberater.
Stärker
vermarkten und fördern sind denn auch zwei Ziele, die er sich als
Bürgermeisterkandidat auf die Fahnen geschrieben hat. Da ist einmal
der Tourismus, der seiner Ansicht nach eine größere Rolle spielen
könnte, wenn die Verbandsgemeinde mehr mit ihren Pfunden wuchern
würde. „Auf die Schönheit unserer Landschaft wird zu wenig
hingewiesen", kritisiert er beispielsweise die „viel zu komplizierte
und bilderlose" Internetseite der VG. Hier könne „mit ganz wenig
Geld" viel an Imagegewinn erreicht werden. Ebenso im Ortsbild.
„Warum gibt es an den Hauptstraßen keine Schilder, die auf
Sehenswürdigkeiten oder Attraktionen wie den Pilgerweg hinweisen?",
fragt er sich.
Gleicher
Kritikpunkt, anderer Sektor: Auch die örtliche Wirtschaft werde aus
Marketingsicht „viel zu wenig" unterstützt. In den Gemeinden müssten
- „wie in fast allen anderen VGen" - kostenlos Schilder aufgehängt
werden, die auf die Betriebe hinweisen. Außerdem könnten die Firmen
- „Gerade die Kleinen haben keinen Werbeetat" - Woche für Woche im
Amtsblatt porträtiert werden: „So wie es jetzt läuft, wissen viele
Bürger gar nicht, welche Betriebe es vor Ort gibt und fahren deshalb
in die Stadt." Zudem müssten die Industriegebietsressourcen besser
genutzt werden, fordert Schneider:
„Dass man Firmen wie die Dreherei Neumann aus Lambsborn nach
Waldmohr ziehen lässt, verstehe ich nicht."
Als Vater
zweier halbwüchsiger Söhne im Alter von elf und 13 Jahren liegt ihm
die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr besonders am Herzen:
Gefahrenpotenzial sieht er beispielsweise in den relativ breiten
Ortsdurchfahrten Bruchmühlbach und Vogelbach: „Der Verkehr nimmt
auch durch die vielen Laster immer mehr zu. Deshalb müssen hier
Querungshilfen geschaffen werden - und zwar bevor etwas passiert."
Um dies zu erreichen, hat Schneider
Unterschriften gesammelt und bei der Verwaltung auf Abhilfe gedrängt
- ohne Erfolg.
„Es ist
bedauerlich, dass nichts präventiv gemacht wird. Woanders geht"s
doch auch", schimpft der 38-Jährige, der nach eigenen Worten auch
deswegen kandidiert, weil ihn seine Bittstellerrolle nervt. „Man
darf sich nicht immer auf Paragrafen zurückziehen, muss auch mal
fünf grade sein lassen, Spielräume nutzen und zum Wohl des Bürgers
nach Alternativen suchen", findet er.
Als
unbürokratische Antwort auf im Wege stehende Vorschriften könnten
seiner Ansicht nach beispielsweise in vielen Fällen
Langzeitarbeitslose oder Ehrenamtliche eingesetzt werden,
beispielsweise in der Vandalismus- und Gewaltprävention. Oder als
Fahrer eines Bürgerbusses, der die „schlechte Anbindung der
Höhengemeinden verbessern würde".
Sein
Fazit: „Die Bedürfnisse der Bürger
müssen im Vordergrund stehen. Dafür setze ich mich ein."
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.119
Datum: Donnerstag, den 24. Mai 2007
Seite: Nr.20
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Rock im Mai
wird auf den 02.06.07 verschoben
und heißt jetzt:
Rock im
Sommer
mit
Oliver
Schneider, unserem FDP-Kandidaten zur
Bürgermeisterwahl in der
Verbandsgemeinde
Bruchmühlbach-Miesau
und
Keith C. Coles ( Man without
band ) spielt ab 21 Uhr im Sportheim Bruchmühlbach. Er
verfügt über ein Programm von
musikalischen Highlights aus den 60ern bis heute. Außerdem
stellt er seine neue CD vor : "Listen, don´t just hear". |
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Drei Bewerber für den Chefsessel
VG-Bürgermeisterwahl
BRUCHMÜHLBACH-MIESAU. In der Verbandsgemeinde konkurrieren drei
Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters: Neben Amtsinhaber Werner
Holz (SPD) gehen Jean-Pierre Biehl (CDU) und
Oliver Schneider (FDP)
ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. Die Wahl findet am 17. Juni
statt.
Die Frist
für Bewerber ist am Montagabend abgelaufen, ohne dass sich weitere
Interessenten gemeldet haben, teilte VG-Büroleiterin Christel Mieves
gestern auf RHEINPFALZ-Anfrage mit.
Wie
berichtet, möchte Sozialdemokrat Werner Holz noch weitere acht Jahre
auf seinem Posten bleiben. Sein Herausforderer ist - wie schon 1999
- Jean-Pierre Biehl von der CDU. Er unterlag Holz bei der letzten
Bürgermeisterwahl mit 45,5 Prozent der Stimmen. Im Gegensatz zum
Duell von 1999 tritt mit dem 38-jährigen Liberalen
Oliver Schneider in diesem Jahr ein
dritter Kandidat an.
Am 17.
Juni sind rund 8290 Wahlberechtigte in fünf Ortsgemeinden
aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.107
Datum: Mittwoch, den 09. Mai 2007
Seite: Nr.19
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Oliver Schneider tritt für FDP an
Als Bürgermeisterkandidat
BRUCHMÜHLBACH-MIESAU.
Der FDP-Gemeindeverband
Landstuhl / Bruchmühlbach stellt einen eigenen Kandidaten für die
Bürgermeisterwahl am 17. Juni: Als Herausforderer von Amtsinhaber
Werner Holz (SPD) geht der 38 Jahre alte
Gemeindeverbandsvorsitzende, Oliver Schneider
aus Bruchmühlbach-Miesau, ins Rennen. Wie berichtet, hat die CDU
Jean-Pierre Biehl als Bewerber ernannt. Die FWG will auf eine
Nominierung verzichten.
Bislang
ist die FDP
weder im Verbandsgemeinderat noch in den politischen Gremien der
fünf Ortsgemeinden vertreten. Aufgrund des Ergebnisses bei der
letzten Landtagswahl - die Liberalen kamen damals in der
Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau auf 7,9 Prozent und konnten
ihren Stimmenanteil damit verdoppeln - rechnet sich
Oliver Schneider nach eigener Aussage
„durchaus Chancen aus". Der 38-Jährige will sich für mehr Freiheit
bei behördlichen Genehmigungen, eine bürgerfreundlichere und
familienorientierte Verwaltung sowie für eine Entschärfung von
Gefahrenpunkten im Straßenverkehr einsetzen. Zudem will er „das
Image der Verbandsgemeinde in den Bereichen Tourismus und Kultur"
verbessern und „die vorhandenen Ressourcen des Arbeitsmarktes
erhalten und weiter nach vorne bringen".
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.37
Datum: Dienstag, den 13. Februar 2007
Seite: Nr.19
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