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Inhalt:
Politik für die Bürger in Stadt und Landkreis Kaiserslautern
1. Grundpositionen liberaler Kommunalpolitik
2. Finanzen und Wirtschaft
3. Konsequente und schlüssige Stadtentwicklung
4. Ideologiefreie Verkehrspolitik
5. Schul- und Bildungspolitik
6. Kulturpolitik
7. Tourismus, Sport und Freizeit, WM 2006
8. Jugend- und Familienpolitik
9. Seniorenpolitik
10. Kriminalitätsprävention
11. Umwelt
Politik für die Bürger in Stadt und Landkreis Kaiserslautern
Liebe Wählerinnen und
Wähler,
die FDP in Stadt und Landkreis
Kaiserslautern versteht sich als stets verlässlicher Partner der
Bürger. Sie ist eine eigenständige, politische Kraft, deren oberstes
Ziel der Einsatz für die Interessen der Bürger ist.
Die FDP hat in den 80er und 90er Jahren
dafür gekämpft, dass die Bürger ihre kommunalen Spitzenvertreter
(Bürgermeister, Landräte, Ortsvorsteher) direkt wählen können. Sie
profitieren am 13.06.2004 davon, indem Sie Ihre Stimme dem
Kandidaten/der Kandidatin geben können, dem/der Sie am meisten
vertrauen.
Die FDP hat in der Stadt Kaiserslautern
den ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Stadt auf den Weg
gebracht. Unterstützt von den anderen beiden Oppositionsparteien wurde
den Bürgern die Möglichkeit eingeräumt, demokratisch über ein
stadtentwicklungspolitisch und städtebaulich prägendes Objekt, die
Pfalzarena, mitzubestimmen.
Nehmen Sie am 13.06.2004 Ihr Wahlrecht in
Anspruch. Gestalten Sie die demokratische Zukunft Kaiserslauterns mit.
Tragen Sie dazu bei, absolute Mehrheiten in Stadt- und Gemeinderäten
zu verhindern. Diese verleiten zum arroganten Umgang mit den Bürgern.
Wählen Sie! Wählen Sie die Kandidatinnen und Kandidaten der FDP.
Kaiserslautern braucht in Stadt und Landkreis „frisches Denken“,
Einsatz und Mut zu einer Politik für die Bürger. Schenken Sie den
Liberalen Ihr Vertrauen.
(nach
oben)
1. Grundsätze liberaler Kommunalpolitik
Liberale Politik will Freiräume schaffen und erhalten. Sie will die
größtmögliche Freiheit des Bürgers, die weitest mögliche
Selbstbestimmung des Einzelnen bei einem Höchstmass an sozialer
Gerechtigkeit gewährleisten.
Freiheit und
Selbstbestimmung sind nicht selbstverständlich. Sie erfordern
Wachsamkeit der Bürger, damit sie nicht in Gesetzen und Bürokratie
ersticken.
Die FDP fordert die
Abkehr von der überhand nehmenden Versorgungsmentalität. Sie fordert,
dass der Vorrang der privaten Initiative vor öffentlichen Leistungen
wieder hergestellt wird.
Die Verwaltung
erbringt staatliche Leistungen und ist kommunaler Dienstleister der
Bürger. Sie darf sich nicht privatwirtschaftlich betätigen und auf
verschiedenen Märkten wettbewerbsverzerrend als Konkurrent zu
Wirtschaftsunternehmen auftreten. Die Verwaltung hat sich auf ihre
ureigensten Aufgaben zu beschränken.
Der Bürger hat
Anspruch auf eine sparsame und wirksame, transparente und bürgernahe
Kommunalverwaltung. Es müssen alle Vorraussetzungen geschaffen werden,
dass er klare Zuständigkeiten erkennt und sein Anliegen möglichst
kurzfristig erledigt wird.
(nach
oben)
2. Finanzen
und Wirtschaft
2.1.
Haushaltspolitik
Die
Gemeindehaushalte in Stadt und Landkreis sind stark verschuldet.
Deshalb sollten sich die Ausgaben an den Einnahmen orientieren.
Wir
setzen uns ein für:
-
Eindeutige Regeln
bei der Übertragung von Aufgaben vom Land an die Kommunen. Sie
dürfen künftig nur dann übertragen werden, wenn den Gemeinden dafür
Geld zur Verfügung gestellt wird. Es darf nicht dazu kommen, dass
Kommunen wegen fehlenden Haushaltsmitteln keine individuellen
Gestaltungsmöglichkeiten mehr haben.
-
Die Orientierung der
Kommunalverwaltungen an dem Ziel: Wie kann eine Aufgabe am
schnellsten und kostengünstigsten ausgeführt werden? Zur Umsetzung
dieses Ziels muss den Kommunen das Recht eingeräumt werden,
landesrechtliche Standards zu unterschreiten, um Investitionskosten
zu mindern.
-
Die Abschaffung der
Gewerbesteuer und die Einführung einer Kommunalsteuer, d.h. eines
Hebesatzrechtes der Gemeinden an der Einkommen- und
Körperschaftssteuer und einer angemessenen Beteiligung an der
Umsatzsteuer.
2.2.
Kooperationen der kommunalen Selbstverwaltung
Neue
Wege der Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Kommunen und Unternehmen
sind vor dem Hintergrund der sich weiter verschärfenden kommunalen
Finanzsituation absolut notwendig.
Wir
setzen uns ein für:
-
Die vorbehaltslose
Überprüfung der Verwaltungsstrukturen und der Aufgabenzuordnung
innerhalb der Kommunen, um sie den veränderten Rahmenbedingungen
anzupassen. Dazu gehört insbesondere die verstärkte Zusammenarbeit
zwischen Ortsgemeinden, Verbandsgemeinden und Stadt und Landkreis.
-
Die Zusammenlegung
kommunaler Bauhöfe und straffere Vermarktungsstrukturen im
Tourismus. Dazu gehört die Zusammenfassung von Verwaltungsaufgaben
innerhalb der einzelnen Verbandsgemeinden, um Synergieeffekte zu
erzielen. Wir begrüßen ausdrücklich die in einigen Verbandsgemeinden
bereits begonnene Übertragung von kommunalen Aufgaben an die
Privatwirtschaft, z.B. Abwasser und Wasser an Technische Werke und
WVE. Die Privatisierung weiterer kommunaler Aufgaben
(Abfallwirtschaft, Stadtgärtnereien, Friedhöfe) ist zu prüfen und
durchzuführen.
-
Die Beteiligung von
Bürgern an kommunalen Aufgaben, wie z.B. Patenschaften für
Kinderspielplätze und Grünflächen oder Bachpatenschaften im
Naturschutz.
2.3.
Wirtschaftsförderung
Die
Kommunen stehen in der Verantwortung, für günstige Rahmenbedingungen
für Unternehmen zu sorgen. So leisten sie ihren Beitrag zum Erhalt und
zur Neuschaffung von Arbeitsplätzen.
Wir
setzen uns ein für:
-
Eine engere
Abstimmung zwischen den Ortsgemeinden, der Stadt und dem Landkreis
bei der Planung und Ausweisung von Industrie- und Gewerbegebieten.
Die Flächenbereitstellung ist eine notwendige Maßnahme zur
Ansiedlung neuer Betriebe und zur Expansion ortsansässiger
Unternehmen.
-
Die Überprüfung der
Arbeitsweise und Effizienz der Wirtschaftsförderungs-gesellschaft und
die Neudefinition ihrer Aufgaben. Dazu gehört insbesondere:
- eine bessere
Betreuung der mittelständischen Betriebe.
- die Vernetzung von
Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung.
- der Aufbau einer
Börse für Betriebsnachfolge.
Maßnahmen zur
Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen sind in Stadt und
Landkreis gleichermaßen notwendig. Deshalb muss die Arbeit der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft gleichwertig und koordiniert für
Stadt und Landkreis erfolgen.
-
Die Nutzung und den
Ausbau der guten Möglichkeiten der Kooperation von Unternehmen mit
Technischer Universität und Fachhochschule. Dies betrifft sowohl den
Technologietransfer als auch die Förderung zur Gründung neuer
Unternehmen. Wir unterstützen in diesem Zusammenhang auch die
Ansiedlung weiterer wissenschaftlicher Institute, wie z.B. der
Fraunhofer Gesellschaft.
-
Den baulichen
Abschluss der geplanten Tangenten in der Stadt Kaiserslautern.
Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation sowie auch
der Erhalt bestehender Straßen sind durchzuführen, damit
Einzelhandel und Gastronomie in der Innenstadt für den Bürger noch
attraktiver werden.
-
Eine unbürokratische
Vorgehensweise bei der Zufahrtsregelung der Stadt Kaiserslautern für
Handwerksbetriebe.
-
Eine Neugestaltung
der jährlich wiederkehrenden Messe „Pfälzer Land" zu einer
attraktiven Verbrauchermesse.
2.4.
Agrarpolitik
Die
Landwirtschaft sichert im Landkreis Kaiserslautern nicht nur den
Bestand der Kulturlandschaft, sondern trägt auch in erheblichem Umfang
zur Sicherung von Erwerbseinkommen bei. Um der Versteppung
vorzubeugen, sollen Beweidung und Landschaftspflege durch
landwirtschaftliche Betriebe unterstützt werden.
Wir
setzen uns ein für:
-
Die Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Betriebe und befürworten den
freien Zusammenschluss landwirtschaftlicher Betriebe zu privaten
Erzeuger- und Leistungsgemeinschaften.
-
Die stärkere
Förderung des Tourismus im ländlichen Raum. Ferien auf dem Bauern-
oder Reiterhof tragen zur Erhöhung der Übernachtungszahlen bei und
schaffen Zusatzeinkommen für die Betriebe.
-
Die Bündelung der
Förderprogramme auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.
(nach
oben)
3. Konsequente und schlüssige Stadtentwicklung
Nach
vielen städtebaulichen Sünden in jüngster Vergangenheit, wie z.B. die
Dauerbaustelle Stiftsplatzhotel, ist es an der Zeit, sich
städteplanerisch neu zu orientieren.
Wir
setzen uns ein für:
-
Die Neugestaltung
des Innenstadtbereiches zwischen Karstadt - Altem Pfalztheaterplatz
- Fruchthalle: Das zur Zeit leer stehende Gondrom-Gebäude muss
schnellstens renoviert werden, damit, wie bereits beschlossen, das
gemeinsame Tourismusbüro von Stadt und Landkreis Kaiserslautern
einziehen und seine Dienste aufnehmen kann.
-
Der
Platz des ehemaligen Pfalztheaters darf nicht durch den Bau einer
weiteren Tiefgarage verschandelt werden. Durch eine Begrünung könnte
der Platz vielfältig genutzt werden. Das von der Stadtverwaltung
favorisierte Modell halten wir für schwierig umsetzbar.
-
Die Stadt muss die
notwendigen Mittel zur Renovierung der denkmalgeschützten
Fruchthalle aufbringen, um einen weiteren Verfall des Gebäudes zu
verhindern.
-
Die geplante
Pfalzarena in der Innenstadt sehen wir als städtebauliche
Katastrophe, da dieses überdimensionierte Gebäude die gelungene
Gestaltung des Pfalztheaters zerstört.
-
Die Schaffung von
Parkraum ohne Zerstörung des Stadtbildes. Wir befürworten den Bau
einer Parkgarage in der Meuthstraße als Erweiterung des
Parkangebotes nahe zur Innenstadt. Den weiteren Bau von Tiefgaragen,
z.B. am Alten Pfalztheaterplatz oder an anderen Plätzen lehnen wir
ab.
-
Die Entwicklung des
Gebietes Fachhochschule – ehemalige Justizvollzugsanstalt (JVA). Das
seit September 2003 leer stehende Gebäude der ehemaligen
Justizvollzugsanstalt sollte als Jugendgästehaus umgebaut werden.
Gerade im Hinblick auf Schüleraustausche, Veranstaltungen von
Sportvereinen, Austauschstudenten, etc. stehen in Kaiserslautern
keine geeigneten Übernachtungsmöglichkeiten für Jugendliche und
junge Familien zur Verfügung. Mit dem Umbau der JVA zu einem
Jugendgästehaus könnte die Stadt Kaiserslautern eine sinnvolle
Umnutzung einer stillgelegten Immobilie vorweisen.
-
Für einen Umzug der
restlichen Lehrräumlichkeiten der Fachhochschule Kaiserslautern auf
das Kammgarngelände nach der WM 2006. Der marode Zustand der von der
Fachhochschule Kaiserslautern momentan genutzten Gebäude in der
Morlauterer Strasse beeinträchtigt die Attraktivität der FH als
Studienstandort.
-
Einen attraktiven
Zustand des Bahnhofsvorplatzes als eine wichtige Visitenkarte für
die Stadt Kaiserslautern.
-
Die Behebung von
Straßenschäden. Der Zustand der Straßen in der Stadt ist teilweise
katastrophal. Es sollten als Sofortmaßnahme vorhandene Schäden
behoben werden.
-
Eine Abbiegespur für
Linksabbieger stadtauswärts in der Königstrasse zwischen Pfaff- und
Pirmasenser Strasse. Durch ein einfaches Parkverbot auf der rechten
Seite könnte ohne große Kosten schnell eine dritte Spur für den
Abbiegeverkehr nach links geschaffen werden. Dadurch würde der
Durchgangsverkehr trotz des hohen Verkehrsaufkommens zu Stoßzeiten
ohne Behinderung fließen.
-
Eine S-Bahnanbindung
der Universität. Die S-Bahnanbindung wertet die Universität als
Wissenschaftsstandort auf und erleichtert den Zugang zum
Heinrich-Heine-Gymnasium (Sport- und Hochbegabten-Schule). Außerdem
kommt die S-Bahn den beiden Fraunhofer-Instituten auf dem Gelände
des PRE-Parks II zu Gute. Auch die Bevölkerung im Uni-Wohngebiet
wird davon profitieren. Dies gilt auch für den Fremdenverkehr, da
der S-Bahn-Haltepunkt direkt das an das Uni-Wohngebiet angrenzende
Naherholungsgebiet „Pfälzer Wald“ erschließt.
-
Keine weitere
Verfolgung des Projektes „Citybahn“. Die Citybahn ist nicht in das
Gesamtverkehrskonzept der Innenstadt integrierbar.
-
Den Ausbau des
Radwegenetzes und die Anbindung der umliegenden Ortschaften. Der
vorliegende Radwegeplan ist umzusetzen. Wir begrüßen die Einrichtung
des Fahrradparkhauses am Hauptbahnhof und fordern darüber hinaus
weitere Fahrradabstellplätze in der Innenstadt.
-
Die Sanierung und
unfallverhütungsgerechte Gestaltung städtischer Kinderspielplätze.
In Kaiserslautern fehlt in einigen Stadtgebieten ein ausreichendes
Angebot an Spielplätzen. Diese Lücken sind unbedingt zu schließen.
-
Die Neukonzeption
des Messeplatzes, um eine Steigerung der Attraktivität des Platzes
zu erreichen.
(nach
oben)
4.
Ideologiefreie Verkehrspolitik
Für
die Mobilität unserer Bürger im Landkreis ist es erforderlich, dass
Straßen instand gehalten und ausgebaut werden. Auch der ÖPNV dient der
Mobilität und ein weit verzweigtes Radwegenetz erhöht den Freizeitwert
unserer Region.
Wir
setzen uns ein für:
-
Die Verwirklichung
dringender Verkehrsprojekte, wie die Ortsumgehungen
Enkenbach-Alsenborn, Otterbach und die Umgehungen entlang der B270.
-
Die Beibehaltung des
Rheinland-Pfalz-Taktes im ÖPNV und den Erhalt der Lautertalbahn.
-
Die Realisierung des
S-Bahn-Anschlusses von Kaiserslautern nach Homburg mit Haltepunkt
Landstuhl.
-
Die Modernisierung
und den Umbau von Bahnhöfen und Bahnsteigen, um den
Schienenpersonennahverkehr für die Bürger attraktiver zu gestalten.
-
Den weiteren Ausbau
des Radwegenetzes im Landkreis mit der Anbindung an die
Nachbarkreise.
(nach
oben)
5. Schul-
und Bildungspolitik
Die
Verantwortung für die Bewältigung von Erziehungsaufgaben kann nicht
alleine bei der Schule liegen. Viele Probleme können nur durch
Zusammenarbeit von Familie, sozialem Umfeld und Schule gelöst werden.
Ziel muss es sein, dass sich Schüler und Eltern stärker als bisher mit
ihrer Schule identifizieren. Im Rahmen der Budgetierung muss Schulen
ebenso wie Kindertagesstätten (KITA) mehr Eigenverantwortung
übertragen werden.
Eine
der wichtigsten Aufgaben der Zukunft ist die Schaffung und
Sicherstellung von Möglichkeiten der qualifizierten,
berufsbegleitenden Weiterbildung.
Im
Vorschulbereich setzen wir uns ein für:
-
Die Anpassung von
Hort- und Krippenplätzen an den Bedarf in den Ortsteilen der Stadt
und in den Gemeinden im Landkreis.
-
Das Angebot
gezielter Hilfestellung für Kinder im Vorschulalter mit
Verhaltensauffälligkeiten und Sprachstörungen.
-
Die Frühförderung an
Kindergärten und KITAs, damit alle Kinder, auch Ausländer- und
Aussiedlerkinder, bei der Einschulung ausreichend deutsch sprechen.
Darüber hinaus soll
die Frühförderung auch und verstärkt als „Vorschule“ verstanden und
praktiziert werden. Die Zusammenarbeit zwischen Vorschule und
Grundschule muss weiter verbessert werden.
Im Bereich der Schulen setzen wir uns ein für:
-
Die höhere
gesellschaftliche Akzeptanz von Haupt- und Realschulabschlüssen. Für
viele qualifizierte Berufe wird nicht das Abitur als Voraussetzung
für den Erhalt einer Lehrstelle benötigt. Gegenwärtig wird der Weg
zu einer Berufsausbildung ohne Abitur nicht genügend unterstützt.
-
Ein Konzept zur
Aufwertung der Hauptschulen in der Stadt Kaiserslautern. Grundlage
soll die Weiterentwicklung der Hauptschulen zu Dualen Oberschulen im
organisatorischen Verbund sein. Ziel ist, durch die Verknüpfung von
allgemeiner und berufsvorbereitender Bildung und einem insgesamt
verstärkten Praxisbezug die Jugendlichen gezielter an die Berufswelt
heranzuführen. Eine Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen
ist anzustreben.
-
Die Erweiterung des
Ganztagsschulangebotes in Kaiserslautern. Weitere Schulen sollen
sich in Zusammenarbeit mit der Stadt mit überzeugender Konzeption
bewerben. Insbesondere die Gymnasien sind aufgerufen ein
Ganztagsangebot an einer Schule bzw. im Verbund anzubieten.
-
Die
Hochbegabtenförderung in Kindertagesstätten und Grundschulen. In den
Kindertagesstätten (KITA) sollen die Bildungs- und
Erziehungsempfehlungen des Landes Rheinland-Pfalz möglichst schnell
umgesetzt werden. Finden und Fördern von Begabungen soll schon in
der KITA beginnen und in der Grundschule kontinuierlich
weitergeführt werden. Das neue Konzept des Ministeriums für Bildung,
Frauen und Jugend „Erkennen und Fördern hochbegabter Kinder in der
Grundschule“ soll in allen Grundschulen in der Stadt und im
Landkreis Kaiserslautern umgesetzt werden, um besondere Begabungen
frühzeitig feststellen zu können. Die weiterführende Förderung kann
dann an dem „Gymnasium für Hochbegabte“ in Kaiserslautern erfolgen.
-
Die Gestaltung des
„Arbeitsplatzes Schule“ in der Weise, dass neben modernen Lehr- und
Lernmethoden auch Freizeitangebote am Nachmittag angeboten werden,
um ganztägige Betreuung bedarfsorientiert zu ermöglichen.
-
Die Schaffung eines
Lern- und Arbeitsumfelds an den Schulen, das den Schülerinnen und
Schülern Zufriedenheit, Verlässlichkeit und Kontinuität bietet.
Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende Ausstattung aller
Schulen mit modernen Lehr- und Lernmaterialien und mit
Versorgungseinrichtungen.
-
Mehr
Eigenverantwortung der Schulen, damit die Beteiligten vor Ort in den
Schulorganen über den notwendigen Mitteleinsatz entscheiden können.
Nur so können die Schulen ein eigenes Profil entwickeln.
(nach
oben)
6. Kulturpolitik
Das
Kulturangebot der Stadt ist Grundlage für ein attraktives Umfeld, in
dem sich die Bürger gesellschaftlich und geistig weiterentwickeln
können. Seit dem Jahr 2000 hat die Anzahl der Kulturinitiativen
erheblich zugenommen. Aktionen, wie die Wiederbelebung des Kammgarn
International Jazzfestival, das Burgfestival Hohenecken, das
Luminarium auf dem Stiftsplatz, die Betonmenschen-Ausstellung in der
Kammgarn etc. sind zu erhalten und auszubauen.
Die
im Rahmen der WM 2006 vom WM-Büro bislang geplanten
Kulturveranstaltungen bieten zusätzlich die Möglichkeit langfristige
und attraktive Engagements im Kultursektor über das Jahr 2006 hinaus
zu etablieren.
Wir
setzen uns ein für:
-
Die grundsätzliche
Änderung der Struktur des Kulturreferates mit dem Ziel der
Einrichtung kleinerer, selbständig arbeitender Einheiten. Die
Organisation der Konzerte der Stadt Kaiserslautern sollte den
Fachleuten des Pfalztheaters und Orchesters des Südwestrundfunks
übertragen werden. So können Synergieeffekte genutzt und öffentliche
Mittel eingespart werden.
-
Aus dem gleichen
Grund plädieren wir auch für die Zusammenlegung der Musikschulen in
Landkreis und Stadt Kaiserslautern.
-
Den Stopp der
derzeitigen Planungen zum Bau der Pfalzarena.
-
Die Fertigstellung
der Kammgarnbereiche Museum 2, Schreinerei und des alten
Schlachthofes. Die technische Ausstattung der Kammgarn sollte nach
neuestem Standard erfolgen, incl. einer Klimaanlage für das Kasino.
-
Der alte Schlachthof
sollte zu einer Ausstellungshalle ausgebaut werden. Ebenso sollte
die Einrichtung eines Proberaum-Zentrums für die regionale
Musikszene erfolgen.
-
Die Vollendung der
farblichen Ausgestaltung und die technische Erneuerung der
Fruchthalle bis zur WM 2006.
-
Theodor-Zink-Museum
und Wadgasserhof müssen in die Lage versetzt werden, attraktive
Ausstellungen durchzuführen. Dazu ist ein neues Konzept zu
erarbeiten.
-
Die Akustik- und
Lichtinstallation als Dauereinrichtung in den Fluchtgängen der
Kaiserpfalz, wo sie schon 2002 vorübergehend installiert waren.
-
Die visuelle
Aufbereitung der Kaiserpfalz auf DVD, ähnlich der ehemaligen
Synagoge zur Präsentation in Schulen und vor interessierten Bürgern
und Touristen.
-
Die Auswertung der
Grabungsbereiche der Kaiserpfalz aus den 30er und 60er Jahren.
-
Die Etablierung
eines Sommerfestivals auf dem Stiftsplatz.
-
Eine kontinuierliche
Weiterarbeit am Konzept 'Kunst im öffentlichen Raum' sowie an einem
Lichtkonzept für die Stadt.
-
Die
Gartenschau ist
ein Anziehungspunkt für die Region Kaiserslautern. Wir setzen uns
dafür ein, ein langfristiges Konzept für die Gartenschau jenseits
der Dinosaurier zu entwickeln. Hierbei fordern wir eine Hinwendung
zur Garten und Parkfunktion des Areals (Stichwort: „Grüne Lunge für
die Bürger“) und insgesamt eine Akzentuierung des Profils.
-
Die Beibehaltung des
bisherigen Zuschusses der Stadt an den Verein „japanischen Garten
e.V.“ Der japanische Garten ist, neben der Gartenschau, eine
wichtige Attraktion der Stadt Kaiserslautern.
(nach
oben)
7. Tourismus, Sport und Freizeit, WM 2006
Für
die FDP Kaiserslautern steht eine bessere Zusammenarbeit von Stadt und
Landkreis in Tourismus, Sport und Freizeit im Vordergrund. Diese
Zusammenarbeit ist vor dem Hintergrund der WM 2006 umso notwendiger.
Die
WM-Austragung in Kaiserslautern bietet die einmalige Möglichkeit die
Besonderheiten und Stärken von Stadt und Region international bekannt
zu machen und zu vermarkten. Sie wirkt sich auf alle Aktivitäten aus
und stellt eine große Herausforderung für die Region dar.
Wir
setzen uns ein für:
-
Eine gute und
einfache Erreichbarkeit des Fußballstadions, da es ein
Aushängeschild für die Stadt darstellt.
-
Eine Zusammenarbeit
zwischen Stadt, Kreis und Land, damit diese Großveranstaltung zu
einer wirklichen Werbung für unsere Region wird. In Stadt und
Landkreis reichen die Übernachtungsmöglichkeiten für die
WM-Touristen nicht aus. Deswegen sollte sich das Tourismusbüro für
eine Vernetzung von Angebot und Nachfrage in der gesamten Region
Pfalz einsetzen. Hierzu gehören auch Übernachtungsmöglichkeiten in
„Hütten“ und Jugendherbergen. Eine an die Rheinland-Pfalz-Tourismus
GmbH angebundene Buchungshotline für Hotelzimmer sollte eingerichtet
werden.
-
Darüber hinaus ist
die Einrichtung eines Stadtjugendhotels für das „kleine
Portemonnaie“ und die Ausweisung von Wohnmobilstellplätzen am
Stadtrand und in den Stadtteilen sinnvoll.
-
Die Bündelung und
Zusammenführung des Angebotes im Kultur-, Sport und Freizeitbereich
von Stadt und Landkreis und Stadt in einer Broschüre für die Region.
Im Sinne lebendiger
Städtepartnerschaften sollen in den Touristeninformationsbüros der
Stadt die Präsentationen der Partnerstädte erfolgen. Erstrebenswert
ist in diesem Zusammenhang auch die Präsentation von Kaiserslautern in
den dortigen Tourismusbüros.
-
Die Beibehaltung des
„SOS – Konzeptes“ (Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit) der bisherigen
Ortsbeiräte, denn das Erscheinungsbild der Stadt wird entscheidend
von der Sauberkeit geprägt. Hier sind größere Anstrengungen nötig.
-
Eine engere
Zusammenarbeit zwischen Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Stadt
und Landkreis.
Die Angebote der
Volkshochschulen des Kreises und der Stadt sind unter dem
Gesichtspunkt einer effizienteren Verwaltung auf
Kooperationsmöglichkeiten hin zu überprüfen. Dies sollte im weiteren
Schritt zu einer Zusammenführung der Aktivitäten führen. Aus heutiger
Sicht ist dies bereits jetzt bei den Musikschulen realisierbar. Eine
bürgernahe Organisation ermöglicht das kostengünstige Angebot der
Leistungen.
-
Eine Steigerung des
Freizeitwertes der Region. Dazu gehören u. a. die Reparatur der
Brücke im Wildpark, die Errichtung von Waldspielplätzen und weitere
Attraktionen im Sportbereich ( Kletterwand, stadtnaher
Mountainbike-Rundweg etc.).
-
Ein zukunftsfähiges
Konzept zum Erhalt des Zoos. Dieses soll die Siegelbacher Zoo GMBH
erarbeiten.
-
Die Gartenschau ist
ein Anziehungspunkt für die Region Kaiserslautern. Wir setzen uns
dafür ein, ein langfristiges Konzept für die Gartenschau jenseits
der Dinosaurier zu entwickeln. Hierbei fordern wir eine Hinwendung
zur Garten und Parkfunktion des Areals (Stichwort: „Grüne Lunge für
die Bürger“) und insgesamt eine Akzentuierung des Profils.
(nach
oben)
8.
Jugend- und Familienpolitik
Die
Jugendlichen sind die staatstragenden Bürger von morgen. Deshalb kommt
einer jugendfreundlichen Gestaltung unseres unmittelbaren
Lebensraumes, in dem wir die meiste Zeit unseres Lebens verbringen,
eine hohe Bedeutung zu. Schon allein aufgrund der prognostizierten,
demographischen Entwicklung in unserer Region muss der Jugend- und
Familienpolitik eine höhere Bedeutung als bisher zukommen. In Stadt
und Landkreis sollte dem Wegzug junger Familien entgegengewirkt
werden.
Die Attraktivität der
Region als Lebensraum (Nähe zu Frankreich und Luxemburg, Standort der
Fussball-WM 2006) lassen ein verstärktes Interesse der jüngeren
Bevölkerung erwarten. Diese Zielgruppe sollte von ’Lauterns Potenzial
überzeugt und langfristig gebunden werden.
Absichtserklärungen
allein, wie die lokale Agenda 21, bewirken nichts.
Wir
setzen uns ein für:
-
Die Einrichtung
eines Jugendgästehauses in Kaiserslautern. Der dringende Bedarf an
preisgünstigen und komfortablen Übernachtungsmöglichkeiten für
Jugendliche wird bisher in keiner Weise abgedeckt. Eine
Gelegenheit Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen bietet sich
beispielsweise durch die seit Ende 2002 leer stehende
Justizvollzugsanstalt. Die Nähe zur Innenstadt und die gute
Anbindung an den ÖPNV sind an diesem Standort einzigartig.
Erfahrungen aus einem ähnlichen Projekt liegen in Landau vor und
lassen sich annähernd übertragen.
-
Die Schaffung einer
Jugendfreizeitstätte in der Innenstadt von Kaiserslautern. Bisher
hat die Lauterer Jugend kaum Außenflächen zur Freizeitnutzung im
innerstädtischen, zentrumsnahen und öffentlichen Raum. Hierzu sind
besonders Skater- und Ballspielfelder zu zählen. Durch eine
entsprechende Raumplanung kann eine lautstarke Nutzung des neu
gestalteten Stiftsplatzes vermieden werden.
-
Die
Aufrechterhaltung und Erweiterung der Mobilitätsmöglichkeiten
mittels ÖPNV. Die Jugend zeigt sich in einer kürzlich durchgeführten
Umfrage zufrieden mit dem aktuellen Zustand des ÖPNV-Angebotes.
Verbesserungsmöglichkeiten bestehen allerdings in der Steigerung der
Abfahrtsrate von Bussen in den späten Abendstunden.
-
Die Installation von
Fahrradständern in der Innenstadt. Damit kann wildem Abstellen und
Diebstahl vorgebeugt werden.
Jugendpolitik sollte aber nicht nur die Rahmenbedingungen für junge
Menschen im Freizeitbereich verbessern. Jugendlichen sollte die
Möglichkeit eingeräumt werden, sich selbst in den demokratischen
Prozess einzubringen und sich eigenverantwortlich an der
Kommunalpolitik zu beteiligen.
Wir
setzen uns daher ein für:
-
Die Beibehaltung und
Attraktivierung des Jugendparlaments in der Stadt Kaiserslautern und
die Einführung von Jugendparlamenten in den Verbandsgemeinden und
auf Kreisebene. Das Jugendparlament gewährleistet nach liberaler
Auffassung vermehrte Mitspracherechte der Jugendlichen in der
kommunalen Demokratie. Die Jugendlichen lernen dadurch
Eigenverantwortung zu übernehmen, den Abstimmungsprozess zwischen
verschiedenen Interessenslagen kennen und erlernen die Fähigkeit
Kompromisse einzugehen.
-
Einen ´Tag der
offenen Tür´ in Kommunalverwaltungen für Kinder und Jugendliche. An
diesen Tagen sollten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit
bekommen, mehr über die Arbeit von Kommunalverwaltungen zu erfahren.
Schulklassen aller Altersstufen sollte an diesem Tag die Möglichkeit
eingeräumte werden, an einer Sitzung der demokratisch gewählten
Gremien teilzunehmen und dort auch im Rahmen der
Einwohnerfragestunde Fragen stellen zu dürfen.
Familienpolitik ist aufgrund der demografischen Entwicklung nicht nur
Politik für Familien mit kleinen Kindern, sondern muss ihren Fokus
auch auf die Betreuung von Senioren im Familienverbund richten.
Darüber hinaus sind die speziellen Lebenssituationen von
Alleinerziehenden und Patchworkfamilien einzubeziehen.
Wir
setzen uns ein für:
-
Eine stärkere
Kooperation zwischen privaten, betrieblichen und kommunalen
Angeboten bei der Kinderbetreuung.
-
Die Einrichtung
einer Vermittlungsstelle von Tagesmüttern und Tagesgroßeltern. Diese
kann in der Stadt z.B. bei der Freiwilligen-Agentur angesiedelt
werden. Im Landkreis könnte eine derartige Vermittlungseinrichtung
bei der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises angesiedelt
werden. Tagesmütter oder Tagesgroßeltern ermöglichen
Alleinerziehenden, aber auch Familien, in denen beide Elternteile
der Erwerbsarbeit nachgehen, eine flexiblere Koordination von
Erziehungsleistung und Berufstätigkeit. Die Öffnungszeiten von
Kindertagesstätten und das Betreuungsangebot an Ganztagsschulen
gewährleisten derzeit nicht die erforderliche Flexibilität. Eine
Ausdehnung der Öffnungs- und Betreuungszeiten zieht
unverhältnismäßig hohe Kosten für die Träger nach sich. Bei zu
geringer Nachfrage ist auch davon auszugehen, dass das Angebot
deswegen nicht geschaffen werden kann.
-
Eine deutliche
Erhöhung der Tages- und Kurzzeitpflegeplätze in den Alten- und
Pflegeheimen. Betreuende Familienangehörige, gerade von
demenzkranken Senioren, benötigen ein Angebot an Pflege- und
Betreuungsplätzen, das ihnen die Erledigung von Einkäufen,
Arztbesuchen etc. ermöglicht und ihnen auch den zur eigenen Erholung
notwendigen Freiraum schafft. Derzeit reichen die Tagespflegeplätze
an Alten- und Pflegeheimen in Stadt und Landkreis dafür nicht aus.
Selbst Kurzzeitpflegeplätze für Senioren, die nur aufgrund eines
Unfalls vorübergehend der intensiveren Pflege und Zuwendung
bedürfen, sind schwer zu finden.
(nach
oben)
9. Seniorenpolitik
Die
Kommunen stehen vor einem tief greifenden Wandel durch die
Bevölkerungsentwicklung. Die Auswirkungen der Überalterung der
Gesellschaft werden sich in allen Bereichen des kommunalen Lebens
bemerkbar machen. Deswegen sind rechtzeitig Maßnahmen zu überlegen,
wie mit dem demografischen Wandel umzugehen ist.
Die meisten
Seniorinnen und Senioren sind aktiv und wollen gemeinsam mit der
jungen Generation die Herausforderungen der Zukunft meistern. Nach
liberalen Vorstellungen sollen die Menschen über ihr Leben selbst
bestimmen. Dies gilt in besonderem Maße für die älteren Menschen.
Es
ist die Aufgabe der Politik, auch in der Region Kaiserslautern, dafür
zu sorgen, dass Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich ihr
Leben selbständig und eigenverantwortlich bestimmen und gestalten
können. Dazu bedarf es einer Umgestaltung des Gesundheits- und
Altenhilfesystems und einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für
selbständiges Wohnen im Alter.
Wir
setzen uns ein für:
-
Die Berücksichtigung
der Interessen von Seniorinnen und Senioren bei allen Entscheidungen
auf kommunaler Ebene. Dazu gehört die Unterstützung der Arbeit des
Seniorenbeirats auf kommunaler Ebene. Seniorenbeiräte sollten
öffentlich tagen und uneingeschränktes Auskunftsrecht erhalten.
-
Die Schaffung von
bezahlbarem, barrierefreiem Wohnraum in allen Stadtteilen. Eine
Unterbringung im Heim ist für die Betroffenen nur die letzte
Möglichkeit und für einen zunehmenden Anteil der Bevölkerung nicht
finanzierbar. Ältere Menschen sollten nach Möglichkeit durch den
Umzug in ein Altenwohnheim nicht aus ihrem bisherigen Umfeld
herausgerissen werden.
-
Die großzügige
Ausweisung von Baugebieten, die altersgerechtes Wohnen ermöglichen
und als besonderen Schwerpunkt haben. Bei der Gestaltung dieser
Wohngebiete ist auf die Möglichkeit der wohnortnahen Versorgung mit
medizinischen Dienstleistungen zu achten. Ebenso sollte ein
Kommunikationszentrum eingeplant werden, in dem ältere Menschen
zusammen feiern, lernen oder sich einfach nur austauschen können.
Auch die Anbindung an den ÖPNV ist unbedingt vorzusehen.
-
Die Förderung
kostengünstiger Hilfen, wie Nachbarschaftshilfe, Einkaufsservice,
Fahrdienste. Insbesondere im ländlichen Raum, aber auch in
innenstadtfernen Stadtteilen sollten diese Hilfsangebote angeregt
und geschaffen werden.
-
Die Einrichtung von
ehrenamtlichen Informations- und Hilfebörsen, um gesellschaftliche
Mitwirkungsmöglichkeiten, Weiterbildung , Internetkenntnisse,
Freizeitaktivitäten, Gesundheitsvorsorge und Erhaltung der
Selbständigkeit zu unterstützen.
-
Die Verbesserung der
ÖPNV-Anbindung der Alten- und Pflegeheime in Randlagen in Bezug auf
die Eintrittshöhe in die Fahrzeuge des ÖPNV, die Fahrintervalle, die
Haltedauer und durch das Angebot der Hilfe durch ehrenamtliche
Begleiter.
-
Die Schaffung von
Betreuungsmöglichkeiten für demenziell erkrankte Menschen
(stundenweise, tagsüber und teilstationär).
-
Die Einführung des
Ehrenamtspasses als Anerkennung für starkes, ehrenamtliches
Engagement.
(nach
oben)
10. Kriminalitätsprävention
Die
Verhütung und Bekämpfung der Kriminalität ist eine
gesamtgesellschaftliche Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger. Jede/r
Bürger/in muss die Möglichkeit haben, aktiv an dieser Aufgabe
mitzuwirken.
Wir
setzen uns ein für:
-
Die Einrichtung
eines offenen Forums, das sich mit den Problemen kommunaler
Kriminalitätsvorbeugung und –bekämpfung beschäftigt.
-
Kommunale
Präventionsräte, in denen sich Bürger/innen ehrenamtlich mit den
örtlichen Sicherheitsproblemen auseinandersetzen und zusammen mit
Justiz und Polizei sowie den Kirchen Lösungswege zur Behebung dieser
Probleme erarbeiten.
(nach
oben)
11. Umwelt
Umwelt
und
Naturschutz sind auf die Akzeptanz und das Mitwirken der Bürger
angewiesen. Lebensqualität und sozialer Zusammenhalt können auch auf
kommunaler Ebene nur gewährleistet werden, wenn die Menschen im
Mittelpunkt der Umweltpolitik stehen. Menschen, die sich in ihrer
Heimat wohl fühlen, leisten freiwillig mehr für die Natur und Umwelt,
als "Öko-Bürokratie" und staatliche Verbotspolitik. Nicht Naturschutz
und Umweltpolitik gegen die Menschen, sondern mit ihnen und für sie
ist das Konzept der FDP. Deshalb ist Umweltschutz eine Angelegenheit
aller Bürgerinnen und Bürger.
Kommunale
Umweltpolitik muss widerstrebende Nutzungsansprüche an unsere Umwelt
ausgleichend,
vorausschauend und umweltverträglich planen. Umweltschutz in der
Kommunalverwaltung ist eine Ressort übergreifende Aufgabe. Vor allem
mit Blick auf eine effiziente und kostengünstige Energie- und Trinkwasserversorgung,
eine zukunftsorientierte Abfallwirtschaft, aber ebenso bei der
Raumordnung, dem Städtebau und dem Wohnungswesen, kommt es darauf an,
die Lebensinteressen der Menschen und den Erhalt der Umwelt harmonisch
miteinander in Einklang zu bringen.
Das Zusammenwachsen
Europas und die zunehmende Globalisierung ziehen den immer stärkeren
Verlust nationaler Einflussmöglichkeiten nach sich. Daher werden die
Kommunen immer stärker Akteure im Verbund regionaler
Wirtschaftskreisläufe und damit regionaler Bindungen sein. Ob sie sich
dabei im gleichen Maße auch zu immer stärkeren Partnern der Bürger
entwickeln, hängt davon ab, wieweit sie in der Lage und Willens sind,
Bürgermotivation und Bürgerbeteiligung über den bisherigen Rahmen
hinaus zuzulassen, zu moderieren oder gar zu veranlassen. Die "lokale
Agenda 21" bietet einen hervorragenden Einstieg in diese
begrüßenswerte Entwicklung.
Formale und informelle
Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten müssen durch die Unterstützung
fortschreitender Vernetzung und einen erhöhten Informationsaustausch
erweitert werden.
Das Erscheinungsbild
unserer Orte, Städte und des Naherholungsgebietes Pfälzer Wald werden
entscheidend von der Sauberkeit geprägt.
Die vorsorgende
Vermeidung von Umweltschäden muss Vorrang vor der nachsorgenden
Beseitigung solcher Schäden haben.
Wir
setzen uns ein für:
-
Entwicklung und
Fortschreibung von Umweltkatastern, welche der Information und der
Beobachtung dienen, wie z. B. für die Bereiche Lärm, Abfall, Wasser,
Abwasser, Forsten, Boden, Luft und Klima, Landespflege.
-
Berücksichtigung der
Ziele der Landschaftsplanung bei der kommunalen Bauleitplanung.
-
Schutz, Pflege und
Entwicklung der Kulturlandschaft durch die Entwicklung ökologisch
und ökonomisch tragfähiger Bewirtschaftungskonzepte mit der Land-
und Forstwirtschaft.
-
Trinkwasser verlangt
eine nachhaltige und somit Ressourcen schonende Bewirtschaftung für
die heutigen und für nachfolgende Generationen.
-
Erarbeitung von
Indikatoren für eine zukunftsträchtige Entwicklung und ökologische
Nachhaltigkeit.
-
Installierung eines
Monitoring zur Erfassung der erreichten Ziele.
-
Für die Beibehaltung
des SOS–Konzeptes (Sicherheit–Ordnung–Sauberkeit) der Ortsbeiräte.
-
Einen weiteren
Ausbau des ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr).
(nach
oben)
Deshalb:
V
FDP
Die
Liberalen wählen!
Beachten Sie bitte:
Wir haben weitgehend auf die Darstellung von Themen verzichtet,
die wir im Kreis oder in der Stadt Kaiserslautern nicht oder nur wenig
beeinflussen können. Insoweit verweisen wir auf das FDP-Programm des
Landes Rheinland-Pfalz.
Der Inhalt dieses Wahlprogramms für
die Kommunalwahl in Kaiserslautern 2004 wurde auf der Mitgliederversammlung des
FDP Kreisverbands Kaiserslautern am 28.04.2004 beschlossen.
(nach
oben)
Zur Homepage der FDP Kaiserslautern
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