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Wahlprogramm
der FDP zur Bundestagswahl 2005
Das ausführliche Wahlprogramm finden Sie
hier ( ,
PDF).
Das Kurzwahlprogramm zum Download oder
Ausdrucken ist
hier ( ,
PDF).
Zu den Kandidaten aus unseren Wahlkreisen
211 und 212 geht es
hier.
Kurzfassung des
Wahlprogramms der FDP zur Bundestagswahl 2005
STEUERN:
Das Programm beinhaltet einen Stufentarif
von 15, 25 und 35 Prozent bei der Einkommensteuer. Die
Spitzenbelastung für Unternehmen soll bei 25 Prozent liegen.
Langfristig soll eine "flat-tax" eingeführt werden, also ein
einheitlicher Steuersatz für alle Einkünfte. Die Gewerbesteuer will
die FDP abschaffen. Finanziert werden sollen die Entlastungen im
Umfang von 17 bis 19 Milliarden Euro vor allem durch den Abbau von
Subventionen. An Ökosteuer und Solidaritätszuschlag will die FDP
vorerst jedoch festhalten.
Eine
Mehrwertsteuererhöhung lehnen die Liberalen strikt ab.
ARBEITSMARKT:
Betriebliche Bündnisse für Arbeit sollen
ermöglicht werden, wenn 75 Prozent aller Beschäftigten in geheimer
Abstimmung dafür stimmen. Der Kündigungsschutz gilt erst nach vier
Jahren Betriebszugehörigkeit und erst ab einer Betriebsgröße von 50
Mitarbeitern. Ein Betriebsrat soll erst in Unternehmen ab 20
Beschäftigten gegründet werden können. Die Bundesagentur für Arbeit
wird aufgelöst und in eine Versicherungsagentur überführt, an der sich
der Bund über eine gesetzlich verankerte Beitragszahlung finanziell
beteiligt.
BILDUNG:
Die Regeschulzeit zum Abitur wird auf 12
Jahre verkürzt, ein Vorschuljahr soll zur Pflicht werden. Bereits in
Kindertagesstätten werden verbindliche Sprachtests eingeführt und
Ganztagesschulen ausgebaut. Universitäten können künftig ihre
Studenten selber aussuchen. Für das Hochschulstudium werden Gebühren
erhoben, zugleich werden Stiftungsprogramme ausgebaut.
FAMILIENPOLITIK:
Ein Steuerfreibetrag von 7700 Euro wird
künftig für Erwachsene und Kinder gelten. Für Familien mit kleinerem
Einkommen wird das Kindergeld auf 200 Euro pro Monat und Kind erhöht.
Kinderbetreuungsmöglichkeiten werden ausgebaut und ab Ende des
Mutterschutzes angeboten. Soziale Leistungen sollen im Bürgergeld
gebündelt werden.
GESUNDHEIT:
Die Krankenkassen werden privatrechtlich
organisiert. Eine Pflicht zur Versicherung eines Mindestumfangs an
Leistungen wird vorgeschrieben. Die Kassen müssen jeden Patienten
unabhängig vom Gesundheitszustand und ohne Risikozuschläge versichern.
Das derzeitige Umlageverfahren bei der Pflegeversicherung soll
abgeschafft und auf eine Kapitaldeckung umgestellt werden.
AUßENPOLITIK:
Wichtigster Grundpfeiler ist die
transatlantische Partnerschaft. Die FDP tritt für einen gemeinsamen
europäischen Sitz im UN-Sicherheitsrat ein, ein ständiger deutscher
Sitz ist die "zweitbeste Lösung".
GENTECHNIK/UMWELT:
Das therapeutische Klonen und die
Stammzellenforschung sollen unter strengen Auflagen zugelassen werden.
Auch bei der Gentechnik soll es Erleichterungen geben. Subventionen
für Steinkohle und erneuerbare Energien werden abgeschafft. An der
Kernenergie soll vorerst festgehalten werden.
INNERES/DATENSCHUTZ:
Die will das Bankgeheimnisses
wiederherstellen. Der Datenschutz soll gestärkt werden. Der
Parteitagsbeschluss, den großen Lauschangriff vollständig abzulehnen,
findet sich im Wahlprogramm nicht eins zu eins wieder. Begründet wird
dies mit der veränderten Gesetzeslage. Biometrische Daten sollen nicht
in Reisepässe aufgenommen werden, DNA-Analysen sollen auf Straftaten
von erheblicher Bedeutung beschränkt bleiben.
KULTUR:
Die Kultur als Staatsziel soll in das
Grundgesetz aufgenommen werden. Die besondere Verantwortung des Bundes
im Bereich der Kultur wird betont. Die Zuständigkeit für Kultur und
Medien soll künftig Kabinettsrang erhalten.
RENTE:
Der Rentenbeitrag soll bei 19 Prozent
gehalten werden. Das gesetzliche Renteneintrittsalter von 65 Jahren
wird abgeschafft. Eine volle Rente ohne Abschläge erhält nur
derjenige, der 45 Jahre lang gearbeitet hat. Dagegen können
Versicherte beispielsweise mit 60 Jahren in Rente gehen, wenn sie
einen Rentenabschlag in Höhe von 6 Prozent in Kauf nehmen.
SICHERHEIT:
Die Bundeswehr soll im Inneren nicht
eingesetzt werden. Die Wehrpflicht soll ausgesetzt werden. Die FDP
spricht sich für eine Freiwilligenarmee aus.
 
Textfassung laut Beschluss des
Bundesvorstands der FDP am 25.07.2005.
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